Kalbe / 06.07.2011 – 54 Mitarbeiter der MEDIAN Klinik Kalbe haben sich in einer beispielhaften Aktion am 05.Juli 2011 als mögliche Stammzellenspender bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Denn auch in Kalbe werden immer wieder Leukämiepatienten nachbehandelt, die ohne eine geeignete Spende ihre schwere Erkrankung nicht überlebt hätten.
Das Team um Dr. Katharina Molenda musste nicht lange überlegen, als die DKMS mit der Nachfrage nach einer Typisierung an sie herangetreten ist. Unterstützt wurde die Spendenaktion, die je Typisierung
Das Verhältnis zwischen Spende und potenziellen Spendern liegt bei etwa 1 : 20 000. Umso wichtiger ist die Registrierung vieler Menschen. Leider gibt es zur Stammzellentypisierung noch immer Vorurteile. Die Zellen werden kaum noch aus dem Beckenrand entnommen. In mehr als 80 Prozent der Fälle erfolge die Entnahme über eine sogenannte Stammzellenapherese. Dem Spender wird zuvor ein Wachstumsfaktor injiziert, damit die Stammzellen verstärkt ins Blut ausgeschüttet würden. Diese werden dann mit einem speziellen Verfahren herausgefiltert. Die Prozedur ist vergleichbar mit einer Blutspende. Um zu testen ob ihre Stammzellen für eine mögliche Spende geeignet sind, haben sich die 54 Abstriche ihrer Mundschleimhaut machen lassen. Die Entnahme der Abstriche wurde durch das Fachpersonal der Klinik selbst vorgenommen.„Wir haben ganz bewusst einen Termin vor den Sommerferien gewählt" erklärt Chefärztin Dr. Molenda. „Damit ist auch die vergleichsweise hohe Anzahl an Freiwilligen zu erklären. 54 potentielle Spender – die Zahl ist wirklich gut“ freut sich die Medizinerin.



