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Somatoforme Störungen – Therapie

Wie ist die psychosomatische Therapie bei somatoformen Störungen?

Vereinfacht kann man sagen: Als Erstes ist es wichtig, dass man durch die Therapie bei einer somatoformen Störung bewusst erleben lernt, wie der eigene Körper auf unterschiedliche Gefühle reagiert. Das ist bei jedem Menschen individuell besonders! Dabei wird einem auch klar: Welche Gefühle belasten mich am meisten? Bei welchen Gefühlen reagieren mein Körper und die Symptomatik am ehesten? Parallel dazu lernen Sie von der ersten Woche an Selbstregulationsübungen kennen, mit denen Sie sich selbst positiv regulieren und Ihre Symptome und Gefühle beeinflussen können.

Wenn Sie für sich verstanden haben, bei welchem Gefühl oder welchen Gefühlen in Belastungssituationen Ihr Körper besonders reagiert, ist es im weiteren Verlauf sinnvoll zu untersuchen, wie Sie diese in Ihrem Alltagsleben aktiv „managen“ können. So helfen wir Ihnen in den MEDIAN Kliniken, die somatoforme Störung Schritt für Schritt zu überwinden. Jeder Mensch ist durch seine Erlebnisse und Erfahrungen in seinen Gefühlsreaktionen geprägt, reagiert also auf Einiges empfindsam, ist bei Anderem unempfindlich. Sich selbst in Folge (auch im Austausch mit anderen) gut zu kennen, schafft Fähigkeiten und Freiräume für Veränderung, sodass die Körpersymptome immer seltener auftreten.

Somatoforme Störung: Was hilft?

Nur in seltenen Fällen lassen sich die Bedingungen, unter denen eine andauernde emotionale Überlastung entsteht, derart günstig beeinflussen, dass der Stress sofort aufhört. In den meisten Fällen wird es erforderlich sein, einen günstigeren Umgang mit der Somatoformen Störung, also schwierigen Gefühlen und damit chronischem Stress, zu erlernen. Folgende Fragen können dabei hilfreich sein:

  • Welche Gefühle lösen bestimmte (Arbeits-) Situationen in mir aus?
  • Wie bewerte ich? Wie streng bin ich mit mir und anderen?
  • Was sind meine Vorerfahrungen? Welche „alten“ Gefühle kommen hoch?
  • Wie schätze ich meine eigenen Fähigkeiten im Umgang mit schwierigen Lebensbereichen ein?
  • Kann ich meine Fähigkeiten verbessern oder anpassen?
  • Welche Unterstützung erhalte ich?
  • Kann ich zusätzliche Hilfe und Unterstützung erhalten?

Somatoforme Störung: Behandlung bei MEDIAN

Gegen Ende der Behandlung einer somatoformen Störung werden wir mit Ihnen überlegen, ob konkrete Veränderungen in Ihrem Alltagsleben, besonders in Ihrer Arbeitssituation, langfristig erreichbar sind, damit die körperlichen und gefühlsmäßigen (Über-)Reaktionen sich beruhigen. Wir wollen Sie anregen, Fähigkeiten der Selbstfürsorge (weiter) zu entwickeln, damit Sie Ihren Anforderungen aktiv entgegentreten können und diese mit weniger Stress und reduzierter (oder sogar ohne) Symptomatik bewältigen können.

Im Verlauf der Behandlung werden Sie erleben, dass Sie Ihren Beschwerden und Körperreaktionen nicht passiv ausgeliefert sind, sondern dass Sie die somatoforme Störung wie ein Signalsystem nutzen können, um mit den eigenen Gefühlen in einen guten Kontakt zu kommen.

Sie werden Ideen entwickeln, wie Sie chronischen Stress langfristig reduzieren und Ihr Leben im Wechsel von Aktivität und Erholung aktiv und verändernd gestalten und damit direkten Einfluss auf Ihre Symptomatik nehmen können.

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