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Im Gespräch mit Susanne Berghaus-Walter, Altentherapeutin
Die Altentherapie spielt eine zentrale Rolle in der Begleitung älterer Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen. Gerade bei Demenz, Depressionen oder altersbedingten Einschränkungen bietet sie Betroffenen Halt und zeigt neue Perspektiven auf. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch deren Angehörige sowie das enge Zusammenspiel mit Pflege, Medizin und Sozialdienst.
Die Säulen der Altentherapie
Was macht eine Altentherapeutin?
Altentherapie umfasst ein breites Spektrum: von Einzelgesprächen und kognitivem Training über Bewegungs- und Gehübungen, Sturzprophylaxe und Alltagsstrukturierung bis hin zu Trauerarbeit und Angehörigenberatung. Ziel ist es, die psychische Stabilität der Rehabilitand*innen aufzubauen, Selbstwert und Alltagskompetenzen zu fördern sowie Mobilität und kognitive Fähigkeiten zu erhalten.
Susanne Berghaus-Walter: Von der Industrie in die Altentherapie
Eigentlich war Susanne Berghaus-Walter Industriekauffrau und viele Jahre in leitender Position tätig. Nach einer großen Entlassungswelle fand sie über Umwege ihren Weg in die Betreuung und schließlich in die Altentherapie.
Nach einer Ausbildung und Weiterbildungen arbeitet sie inzwischen seit mehr als 13 Jahren in diesem Feld. Vor rund fünf Jahren schrieb sie eine Initiativbewerbung an die Achertal-Klinik. Seitdem ist sie die einzige Altentherapeutin in der Einrichtung und eng in die Versorgung gerontopsychiatrischer Patientinnen und Patienten eingebunden.
„Heute kann ich sagen, dass ich froh bin, damals gekündigt worden zu sein. In der Industrie habe ich nie so viel Anerkennung bekommen wie hier. Ich bin sehr glücklich in meinem Beruf, auch wenn er anstrengend ist. Aber ich kriege so viel zurück“, sagt Susanne Berghaus-Walter.