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Zwei Personen formen mit ihren Händen ein Herz

13.02.2026

Empathie, Gespräche und Bewegung: die Säulen der Altentherapie

  • #TeamMEDIAN

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Im Gespräch mit Susanne Berghaus-Walter, Altentherapeutin

Die Altentherapie spielt eine zentrale Rolle in der Begleitung älterer Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen. Gerade bei Demenz, Depressionen oder altersbedingten Einschränkungen bietet sie Betroffenen Halt und zeigt neue Perspektiven auf. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch deren Angehörige sowie das enge Zusammenspiel mit Pflege, Medizin und Sozialdienst.

Die Säulen der Altentherapie

Was macht eine Altentherapeutin?

Altentherapie umfasst ein breites Spektrum: von Einzelgesprächen und kognitivem Training über Bewegungs- und Gehübungen, Sturzprophylaxe und Alltagsstrukturierung bis hin zu Trauerarbeit und Angehörigenberatung. Ziel ist es, die psychische Stabilität der Rehabilitand*innen aufzubauen, Selbstwert und Alltagskompetenzen zu fördern sowie Mobilität und kognitive Fähigkeiten zu erhalten.

Altentherapetin Susanne Berghaus Walter lächelt in die Kamera

In der MEDIAN Achtertal-Klinik Ottenhöfen begleitet Altentherapeutin Susanne Berghaus-Walter rund 20 gerontopsychiatrische Patient*innen und organisiert – neben den Einzeltherapien – auch Gruppenangebote wie Spielrunden oder das offene Singen. „Man braucht sehr viel Empathie, große Geduld und die Fähigkeit, auf die Menschen zuzugehen. Viele Patientinnen und Patienten haben ein großes Redebedürfnis. Es ist wichtig, dass man sie ernstnimmt, denn nur so entsteht Vertrauen“, betont Susanne Berghaus-Walter. „Oft geht es darum, wo ein Patient gerade steht: verdrängt er etwas, das ihn in die Depression bringt? Oder braucht er Unterstützung in der Trauerarbeit?“ Als Altentherapeutin arbeitet sie eng mit den Ärzt*innen, der Pflege und dem Sozialdienst zusammen.

Susanne Berghaus-Walter: Von der Industrie in die Altentherapie

Eigentlich war Susanne Berghaus-Walter Industriekauffrau und viele Jahre in leitender Position tätig. Nach einer großen Entlassungswelle fand sie über Umwege ihren Weg in die Betreuung und schließlich in die Altentherapie.

Nach einer Ausbildung und Weiterbildungen arbeitet sie inzwischen seit mehr als 13 Jahren in diesem Feld. Vor rund fünf Jahren schrieb sie eine Initiativbewerbung an die Achertal-Klinik. Seitdem ist sie die einzige Altentherapeutin in der Einrichtung und eng in die Versorgung gerontopsychiatrischer Patientinnen und Patienten eingebunden.

„Heute kann ich sagen, dass ich froh bin, damals gekündigt worden zu sein. In der Industrie habe ich nie so viel Anerkennung bekommen wie hier. Ich bin sehr glücklich in meinem Beruf, auch wenn er anstrengend ist. Aber ich kriege so viel zurück“, sagt Susanne Berghaus-Walter.