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Gemeinsam für eine sichere Versorgung: Der GB Mental Health & Addiction entwickelt die PPP-RL-Steuerung weiter

Wie lassen sich die Anforderungen der PPP-RL erfolgreich umsetzen und gleichzeitig eine hochwertige Patientenversorgung sichern? Genau dieser Frage widmeten sich kürzlich Kaufmännische Leitungen, ausgewählte Kodierer*innen aus den Kliniken, Chefärzt*innen sowie Mitarbeitende aus dem Geschäftsbereich Mental Health & Addiction bei einem gemeinsamen Workshop. Geleitet wurde die Veranstaltung von Caroline Wehner, Leitung Personal des GB Mental Health & Addiction und verantwortlich für das Thema PPP-RL.

 Kaufmännische Leitungen, ausgewählte Kodierer*innen aus den Kliniken, Chefärzt*innen sowie Mitarbeitende aus dem Geschäftsbereich Mental Health & Addiction bei einem gemeinsamen Workshop zum Thema PPP-RL

Ziel des Workshops war es, die Steuerung der Richtlinie weiter zu verbessern, Erfahrungen aus den Kliniken auszutauschen und gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln. Denn die Umsetzung der PPP-RL betrifft längst nicht nur einzelne Fachbereiche – sie ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die gesamte Organisation einer psychiatrischen oder psychosomatischen Akutklinik.

Ein zentrales Zukunftsthema für die psychiatrische und psychosomatische Versorgung

Mit der PPP-RL gelten verbindliche Mindestvorgaben für die Personalausstattung in psychiatrischen und psychosomatischen Akutkliniken. Die Richtlinie soll eine qualitativ hochwertige und sichere Patientenversorgung gewährleisten. Gleichzeitig stellt ihre Umsetzung die Einrichtungen vor große Herausforderungen: Planung, Dokumentation und Personaleinsatz müssen eng aufeinander abgestimmt werden. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, drohen unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen.

MEDIAN gestaltet die Anforderungen aktiv

MEDIAN begegnet diesen Anforderungen nicht nur aus regulatorischer Sicht, sondern entwickelt die Umsetzung kontinuierlich weiter. Im Mittelpunkt des Workshops stand deshalb die Frage, wie sich die Anforderungen in den Akut-Kliniken noch effizienter steuern, dokumentieren und nachhaltig umsetzen lassen. Dabei wurde deutlich: Die PPP-RL verbindet medizinische und therapeutische Planung, Personaleinsatz, Dokumentation, Kodierung und wirtschaftliche Steuerung – und kann nur durch eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen erfolgreich umgesetzt werden.

  • Dr. Sophie Miranda-Jahn, Regionalgeschäftsführerin Mental Health & Addiction

    Die Vermeidung von Sanktionen aus der PPP-RL ist für unsere Kliniken überlebenswichtig. Wir werden bundesweit in den kommenden Jahren erhebliche Veränderungen in der akut-psychiatrischen Versorgung erleben. Umso wichtiger ist es, dass MEDIAN hier strukturiert, vorausschauend und mit hoher fachlicher Kompetenz handelt.

Deutliche Fortschritte bei Sanktionen und Arbeitnehmerüberlassung

Die intensive Arbeit der vergangenen Monate zeigt bereits messbare Erfolge: Innerhalb des Geschäftsbereichs konnten die drohenden Sanktionen im Zusammenhang mit der PPP-RL um rund 90 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig sank der Einsatz von Arbeitnehmerüberlassung um nahezu 80 Prozent, was Kosten in Millionenhöhe einspart. Beides stärkt die wirtschaftliche Stabilität der Kliniken und schafft zugleich eine verlässlichere Personalplanung vor Ort.

  • Timo Runck, Leitung Klinische Prozess- und Leistungssteuerung

    Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viel Know-how aufgebaut. Wir sind im GB Mental Health & Addiction beim Thema PPP-RL mittlerweile weiter als viele externe Spezialisten. Wenn wir diesen Weg konsequent weitergehen, entsteht hier ein Ansatz, der nicht nur intern Wirkung zeigt, sondern auch im Markt Maßstäbe setzen kann.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel

Ein Schwerpunkt des Workshops war die Weiterentwicklung der zentralen PPP-RL-Steuerung im Geschäftsbereich Mental Health & Addiction. Diese erfolgt über das Dienstplanungssystem ATOSS, das als zentrales Instrument für die Personaleinsatzplanung und die Einhaltung der PPP-RL-Vorgaben dient. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Herausforderungen, Best Practices und weitere Optimierungsmöglichkeiten, um die Kliniken bei der Umsetzung der Richtlinie bestmöglich zu unterstützen.

  • Caroline Wehner, Leitung Personal des GB Mental Health & Addiction

    Die PPP-RL ist weder ein reines Personalthema noch ein reines Dokumentationsthema. Sie verbindet Patientenversorgung, Personaleinsatz, Dienstplanung, Dokumentation und wirtschaftliche Steuerung. Mit dem Dienstplanungssystem ATOSS haben wir ein zentrales Steuerungsinstrument geschaffen, das uns Transparenz über die Personaleinsatzplanung gibt und die Akut-Kliniken bei der Umsetzung der PPP-RL wirksam unterstützt. Entscheidend bleibt aber die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten – genau dafür war dieser Workshop gedacht.

Kompetenz nachhaltig in den Kliniken verankern

Aktuell wird die Steuerung noch stark aus dem Geschäftsbereich heraus unterstützt. Das ist bewusst so angelegt, denn die Anforderungen sind komplex und die Kliniken sollen bestmöglich entlastet werden. Perspektivisch geht es jedoch darum, die Kompetenz nachhaltig in den Einrichtungen selbst zu verankern

„Unser Ziel ist, dass die Kliniken die Steuerung des Personaleinsatzes und den Austausch zwischen den Berufsgruppen künftig noch eigenständiger übernehmen können“, sagt Dr. Sophie Miranda-Jahn. „Dafür schaffen wir jetzt die Grundlagen: klare Prozesse, belastbare Daten, ein gemeinsames Verständnis und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Ich danke explizit meiner Kollegin Caroline Wehner und ihrem Team für ihren engagierten Einsatz, dank dessen wir bereits so schnell effektive Erfolge erzielen konnten. “

Versorgung langfristig sichern

Der Workshop hat gezeigt, wie erfolgreich der eingeschlagene Weg bereits ist – und welches Potenzial in der weiteren Zusammenarbeit liegt. Mit klaren Prozessen, einer zentralen Steuerung über ATOSS und einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit schafft MEDIAN die Voraussetzungen, die Anforderungen der PPP-RL nachhaltig zu erfüllen. Davon profitieren nicht nur die Kliniken und ihre wirtschaftliche Stabilität, sondern vor allem die Patientinnen und Patienten, deren psychiatrische und psychosomatische Versorgung auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen langfristig gesichert wird.