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Gemeinsam Innovation voranbringen: rTMS und internationaler Wissenstransfer bei MEDIAN

Neue Behandlungsmethoden erfolgreich in die Versorgung zu integrieren, erfordert mehr als innovative Technologie. Entscheidend sind medizinische Expertise, praktische Erfahrung und der fachliche Austausch. Wie MEDIAN dabei von der internationalen Zusammenarbeit innerhalb der MEDIAN Group profitiert, zeigt die Einführung der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) in Deutschland.

Lernen von erfahrenen Partnern

Wie wertvoll dieser Wissenstransfer sein kann, zeigte ein Besuch von Vertreterinnen und Vertretern des MEDIAN Geschäftsbereichs Mental Health & Addiction im Priory Wellbeing Centre in London. Ziel des Besuchs war der fachliche Austausch zu innovativen Ansätzen in der Behandlung psychischer Erkrankungen sowie die Vertiefung der Zusammenarbeit innerhalb des internationalen Netzwerks.

Initiiert wurde der Besuch durch das International Medical Board Mental Health. Zu den zentralen Ansprechpartnern gehörten Dr. Leon Rosewicz, Chefarzt des Priory North London Hospital, Marco Schmeding, Ärztlicher Direktor des MEDIAN Zentrums für Verhaltensmedizin Bad Pyrmont, sowie Dr. Tobias Hornig, Chefarzt der MEDIAN Franz-Alexander-Klinik Nordrach.

Priory verfügt über langjährige Erfahrung mit der rTMS-Therapie und setzt das Verfahren in Großbritannien bereits seit mehreren Jahren ein. Im Mittelpunkt des Austauschs standen nicht nur medizinische Fragestellungen. Ebenso wichtig waren praktische Erfahrungen bei der Einführung neuer Therapieverfahren, der Begleitung von Patientinnen und Patienten sowie der langfristigen Integration in bestehende Versorgungskonzepte.

Evidenzbasierte Innovation

Die rTMS-Therapie gilt als wissenschaftlich gut untersucht und wird insbesondere bei Depressionen, aber auch bei anderen psychischen Erkrankungen wie Angststörungen oder Zwangsstörungen eingesetzt. Das Verfahren nutzt gezielte magnetische Impulse, um bestimmte Hirnregionen zu stimulieren. Ziel ist es, neuronale Netzwerke positiv zu beeinflussen und die Wirkung bestehender Behandlungen zu unterstützen. Besonders bei komplexen Krankheitsbildern oder therapieresistenten Verläufen bietet die Methode zusätzliche therapeutische Möglichkeiten. 

Mehr Möglichkeiten für Patientinnen und Patienten

  • Marco Schmeding, Ärztlicher Direktor des MEDIAN Zentrums für Verhaltensmedizin Bad Pyrmont

    Für MEDIAN bedeutet die Einführung der rTMS-Therapie vor allem eines: eine Erweiterung des bestehenden Behandlungsspektrums. Statt etablierte Verfahren zu ersetzen, ergänzt die Therapie vorhandene psychiatrische und psychosomatische Angebote. Dadurch entstehen zusätzliche individuelle Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten.

Innovation braucht Vertrauen

Neue Therapieformen werfen häufig Fragen auf. Das zeigte sich auch im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen von Priory. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist deshalb transparente Kommunikation. Patientinnen und Patienten sollen verstehen, wie die Behandlung funktioniert, für wen sie geeignet ist und welche Erwartungen realistisch sind.

Von der Pilotierung in die weitere Versorgung

Nach erfolgreicher Pilotierung in der MEDIAN Klinik Gunzenbachhof Baden-Baden wurden nun auch das MEDIAN Zentrum für Verhaltensmedizin Bad Pyrmont, die MEDIAN Klinik Odenwald und die MEDIAN Klinik in Berus mit dem neuen System ausgestattet. 

Gemeinsam Zukunft gestalten

Der Austausch in London zeigt, welchen Mehrwert internationale Zusammenarbeit innerhalb der MEDIAN Group für die Weiterentwicklung der Versorgung schaffen kann. Bei der Einführung von rTMS fließen medizinische Expertise und praktische Erfahrungen aus verschiedenen Ländern zusammen. So lassen sich neue Behandlungsansätze strukturiert in bestehende Versorgungskonzepte integrieren, mit dem Ziel, Patientinnen und Patienten zusätzliche, individuell passende Therapieoptionen anbieten zu können.

Standorte mit rTMS-Therapie