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„Mein Schicksal ist mein Beruf geworden“

Pia Leven arbeitet als Audiotherapeutin in der MEDIAN Kaiserberg-Klinik Bad Nauheim und berät dort Menschen mit Hörschädigungen

Audiotherapeutin bei MEDIAN

Pia Leven - MEDIAN Kaiserberg-Klinik Bad Nauheim

Pia Leven ist fast taub. Seit ihrer Geburt ist ihr Gehör geschädigt, schon als Kind trug sie ein Hörgerät. Was für sie lange Jahre ein Nachteil war, ist heute ihr Vorteil. Denn sie kann sich besser als jeder Hörende in die Situation von Menschen mit Hörschädigungen hineinversetzen.

Seit April 2018 arbeitet die 31-jährige gebürtige Krefelderin als Audiotherapeutin an der MEDIAN Kaiserberg-Klinik Bad Nauheim. „Der Wechsel von meinem früheren Beruf als Grafikdesignerin ist mir nicht schwer gefallen“, sagt sie. „Denn ich habe selbst seit 2016 zwei Cochlea-Implantate, bin überzeugt von ihrer Wirksamkeit und hatte mich schon früh in der Selbsthilfe engagiert. Ich habe quasi mein Schicksal zu meinem Beruf gemacht.” In Bad Nauheim lernte Pia Leven Dr. Roland Zeh kennen, den Chefarzt der Abteilung HTS (Hörstörungen, Tinnitus, Schwindel und Cochlea-Implantate) der MEDIAN Kaiserberg-Klinik. Bei ihm absolvierte sie berufsbegleitend ihre einjährige Weiterbildung zur Audiotherapeutin (DSB)® und wurde danach in der Klinik angestellt.

Langfristig die Lebensqualität unserer Patienten verbessern

„Pia Leven und ihre Kollegen in der Audiotherapie schließen eine Lücke bei der Behandlung von Menschen mit Hörstörungen. Sie machen die Behandlung bei MEDIAN in Bad Nauheim einzigartig.“


Thomas Reiber

Kaufmännischer Leiter der MEDIAN Kaiserberg-Klinik Bad Nauheim

„Eine Audiotherapeutin ist keine Hörtherapeutin, die medizinisch-akustische Trainings macht“, erklärt sie. „Wir Audiotherapeuten beraten Menschen mit Hörschädigungen und helfen ihnen dabei, im Alltag wieder besser zurechtzukommen.“ Dabei geht es um einen ganzheitlichen
Ansatz, der zwar heilkundliche, vor allem aber auch soziale, psychologische, rechtliche und pädagogische Aspekte umfasst. „Viele Menschen, die zu mir kommen, stoßen mit ihrer Erkrankung an ihre Grenzen. Ich helfe ihnen, sie zu bewältigen“, erklärt Pia Leven. „Dabei geht es darum, dass die Betroffenen ihre Einschränkungen akzeptieren und zu Experten ihrer eigenen Gesundheit werden. Ziel ist es, langfristig die Lebensqualität zu verbessern.“

Patienten, die zu ihr in den 6. Stock der Klinik kommen, erklärt Pia Leven zum Beispiel ihre Audiogramme, stellt ihnen Cochlea-Implantat und Hörgeräte vor und gibt Hilfestellung bei Entscheidungen; Diagnosen stellen darf sie aber nicht.

„Im Verlauf der Reha sehe ich jeden Patienten zweimal in der Woche – persönlich oder bei Gruppensettings. In der Gruppe machen wir zum Beispiel Entspannungsübungen. Persönlich sprechen wir auch über Konflikte und Missverständnisse als Folge der Erkrankung“, erläutert die Audiotherapeutin. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sei es, soziale Kompetenzen wieder aufzubauen. „Kein Patient ist wie der andere. Das macht meinen Beruf so besonders und darum arbeite ich hier ganz besonders gern.“

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