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Therapiehund Anton startet seine Ausbildung in der MEDIAN Klinik Grünheide

Vor kurzem startete in der MEDIAN Klinik Grünheide Therapiehund Anton gemeinsam mit seiner Besitzerin Stefanie Jahre, Krankenschwester auf der Beatmungsstation, seine Ausbildung. Zusammen werden die beiden die Qualifikation zum „Therapiebegleithundeteam“ absolvieren und nach erfolgreichem Abschluss jeweils ein Zertifikat erhalten. Die Idee zu diesem besonderen Projekt entstand, als Schwester Stefanie mit Begeisterung einen Artikel über die positiven Auswirkungen von tiergestützter Therapie auf Patient*innen las. Sofort teilte sie ihre Idee der Klinikleitung mit – und Robert Storch war direkt überzeugt.

Zwei Frauen und ein Hund der von einer Frau gestreichelt wird

„Unsere Patientinnen und Patienten liegen teilweise sehr lange bei uns und vermissen ihre eigenen Haustiere sehr. Durch den Kontakt zu einem Hund können Glückshormone freigesetzt werden. Es fördert die Bewegung – allein schon durch das Streicheln, aber auch bei kleinen Spaziergängen. Stress wird abgebaut, aber Ängste können genommen werden. Anton ist bereits jetzt zur Eingewöhnung in der Klinik unterwegs – besonders auf der Beatmungsstation, bei Palliativpatienten, Patientinnen und Patienten mit Depressionen oder auch Menschen mit Demenz. Man sieht die Freude in den Gesichtern, es werden Erinnerungen geteilt – das ist auch ein Stück Biografiearbeit“, berichtet Schwester Stefanie begeistert.

 

Auf dem Bild: Schwester Stefanie (links) mit Anton und Patientin Birgit (rechts)

Damit der Einsatz reibungslos erfolgen kann, wurde gemeinsam mit dem Hygieneteam der Klinik ein umfassendes Hygienekonzept entwickelt. Veterinäramt, Gesundheitsamt und das Hygieneteam haben bereits ihr Einverständnis für den Einsatz des neuen tierischen Kollegen gegeben.

Während der einjährigen laufenden Ausbildung wird Anton zunächst auf Zuruf von Therapeut*innen oder Stationen angefordert. Künftig ist eine feste Einbindung in die Therapieplanung vorgesehen – als festes Team aus Schwester Stefanie und Therapiehund Anton. Geplant sind dabei unter anderem Gruppentherapien, Spaziergänge aber auch Einzeltherapien am Patientenbett.

Gemeinsam als Team wird die Klinik noch weitere Ideen entwickeln, wie der Therapieeinsatz mit Anton gestaltet werden kann und welche neuen Inhalte möglich sind. Dass die tiergestützte Therapie auf einer Beatmungsstation stattfindet, ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Klinik. Bislang gibt es das Angebot lediglich bei einer weiteren Klinik in Freiburg.

Schon jetzt gibt es viel positives Feedback von Patient*innen und Kolleg*innen. Beim Anblick von Anton leuchten die Augen – das Streicheln sorgt für gute Laune und für eine spürbar positive Stimmung auf Station.

Anton wird die Patient*innen von der Beatmungsstation bzw. B-Phase bis hin zur Entlassung begleiten, im Idealfall während der Rehaphasen C und D. So kann über den gesamten Therapieverlauf eine vertrauensvolle Bindung entstehen, die Motivation und den Genesungsprozess nachhaltig fördern.

Wir freuen uns, mit Anton und Schwester Stefanie einen neuen Weg in der ganzheitlichen Patientenbetreuung zu gehen – für mehr Lebensfreude, Nähe und Herzenswärme im Klinikalltag.