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Sport in Zeiten der Coronakrise

Sportärztliche Hinweise für sportliche Aktivitäten in Zeiten von Covid-19 und SARS-CoV-2

Viele Freizeitsportler sind trotz allem Verständnis sehr enttäuscht, dass Fitnessstudios, Sport- und Schwimmhallen und sämtliche Sportstätten wegen des Coronavirus (SARS-CoV-2) und die von ihm verursachte Krankheit (Covid-19) geschlossen werden mussten. Auch sind sämtliche Wettkämpfe für die nächsten Wochen abgesagt oder verschoben worden sind. Viele wettkampforientierte Freizeitsportler hatten sich bereits langfristig angemeldet und auf diesen Wettkampf  trainingsmäßig vorbereitet. Gerade viele Läufer, Radsportler und Triathleten haben sich schon sehnsüchtig auf das Frühjahr und die neue Wettkampfsaison gefreut. Und jetzt kommt diese Pandemie und macht die ganze Vorfreude zunichte.

Da auch viele MEDIANer sportaffin sind (was als Vorbildwirkung für unsere Rehabilitanden und zur Erhaltung der eigenen Gesundheit auch sehr wichtig ist) und ebenfalls viele unserer Rehabilitanden mit Sicherheit offene Fragen zum Thema „Sport in Zeiten der Coronakrise“ haben, habe ich einige sportmedizinische Hinweise kurz zusammengefasst:

Als (Freizeit-)Sportler kann und soll man auch in Epidemiezeiten nicht auf Sport verzichten. Das Training sollte, wenn man selbst gesund ist, weitergehen. Und das Gute ist, dass Laufen, Walken, Radfahren, Gymnastik und auch Krafttraining auch bei geschlossenen Sportanlagen funktionieren, im Freien bzw. zu Hause.

Sport stärkt das Immunsystem, deshalb ist es auf jeden Fall wichtig, sich gerade jetzt regelmäßig sportlich zu betätigen. Bezüglich der Trainingsumfänge und -intensitäten sollte man gegenwärtig besonders auf seinen Körper hören. Sehr extensive und erschöpfende Trainingseinheiten können bezüglich des Immunsystems das Gegenteil bewirken und es schwächen.

Wenn man sich nicht gut oder gar krank fühlt, dann sollte man unbedingt eine Sportpause einlegen.

Ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung und konsequente Einhaltung der bekannten Hygienemaßnahmen einschließlich der Vermeidung zusätzlicher sportbedingter enger Sozialkontakte sind ebenfalls sehr wichtig. Zwar machen Laufen, Radfahren und Walken in der Gruppe zweifelsfrei mehr Spaß.

Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens muss durch die Unterbrechung der Infektionsketten die Covid-Dynamik dringend verlangsamt werden. Deshalb wurden Kitas, Schulen und Hochschulen, Theater, Museen, aber eben auch alle Sportstätten einschließlich Fitnessstudios vorübergehend geschlossen und alle Wettkämpfe erst einmal abgesagt. Und wenn man allein durch die Natur läuft oder mit dem Rad unterwegs ist, kann man den erwachenden Frühling noch besser beobachten als in der Trainingsgruppe. Das ist vielleicht ein kleiner Trost. Den Gymnastikfreunden sei u.a. Tele-Gym sehr zu empfehlen (BR und alpha1 unter www.telegym.de ) und schon fühlt man sich nicht mehr allein und wird sogar noch professionell angeleitet.

Wichtig ist auch, dass Sport in der richtigen Dosierung bzw. regelmäßige körperliche Bewegung nicht nur unser Immunsystem stärkt und andere Organe positiv beeinflusst, sondern auch unserer Psyche hilft, diese für alle nicht einfache Zeit gut zu überstehen.

Dr. med. Ina Ueberschär

Chefärztin

Fachärztin für Sportmedizin, Sozialmedizin

MEDIAN Sportmedizinisches Institut Leipzig

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