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Sportanlagen und Fitness-Studios öffnen endlich wieder - Was ist zu beachten?

Seit Mitte März waren coronabedingt alle Sportstätten, Schwimmhallen und Fitnessstudios geschlossen.

Sehnsüchtig haben alle sport- und bewegungsaffinen Menschen auf ihre Wiedereröffnung gewartet.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, wie Spanien, Italien und Frankreich, war es in Deutschland auch während der Ausgangsbeschränkungen immer erlaubt, die Wohnung für sportliche Aktivitäten, wie Wandern, Fahrradfahren, Joggen, Inlineskating u.ä. zu verlassen. Auch galt der Aufenthalt im eigenen Garten als ein triftiger Grund. Schon Dr. Schreber hatte ja den Nutzen der Gartenarbeit für die Gesunderhaltung erkannt und propagiert. Ihm zu Ehren heißen diese Gärten ja heute noch Schrebergärten. Der erste Schrebergartenverein wurde übrigens 1864 in Leipzig gegründet.

Aber dennoch freuen sich alle sportbegeisterten Menschen, dass sie nun wieder zurück in ihre  Sporteinrichtungen kehren können. Natürlich sind auch dort noch die strengen hygienebedingten Auflagen und Einschränkungen (Duschen, Sauna etc.) konsequent zu beachten. Das Einhalten der Abstandsregeln und das gute Lüften der Räume sind neben den Gerätedesinfektionsmaßnahmen besonders wichtig.

Was ist bei der Wiederaufnahme des Trainings besonders zu beachten?

  • besonders auf seinen Körper „hören“, nur Trainieren, wenn man sich wirklich gesund fühlt
  • allmähliche Steigerung von Trainingsintensitäten und -umfängen:
    Stichwort: Nicht gleich übertreiben: Auch wenn man sich während der coronaschließungsbedingten sportartspezifischen Pause mit Joggen und Radfahren fit gehalten hat, sollte man nicht erwarten, dass man sofort an den bisherigen Trainingsplan anknüpfen kann. Grundsätzlich gilt: langsam wieder einstiegen, besonders gut auf eine ausreichende  Erwärmung und nach dem  Training auf Dehn-/Stretchingübungen achten. 
  • Bei Kraftgeräten gilt der Grundsatz, zunächst weniger Gewichtsbelastung, dafür mehr Wiederholungen
  • Da bei sportlicher Belastung  besonders intensiv geatmet wird, findet auch eine vermehrte Tröpfchenausatmung statt. Deshalb sind die einzuhaltenden Abstände zwischen den Sportlern wichtig. Auf eine sehr gute Lüftung der Räume ist, wie bereits erwähnt,  unbedingt zu achten.

Was ist bei der Wiederaufnahme des Trainings nach einer Covid-19-Infektion besonders zu beachten?

Wenn man eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht hat, sollte man mit dem gezielten Training erst dann beginnen, wenn man sich wieder richtig gesund fühlt. Davor sind natürlich Spaziergänge, leichte Gymnastik, langsames Radfahren (Intensität im Kompensationsbereich) u.ä. möglich. Entscheidend ist natürlich, wie die Covid-19-Erkrankung individuell verlaufen ist.

In der aktuellen Ausgabe der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin ist von führenden deutschsprachigen Sportmedizinern ein entsprechendes Positionspapier veröffentlicht worden (www.zeitschrift-sportmedizin.de/positionspapier-return-to-sport-waehrend-der-aktuellen-coronavirus-pandemie-sars-cov-2-covid-19 ). Bei einem symptomfreien Verlauf kann in der Regel nach 2 Wochen wieder das Training aufgenommen werden. Bei einem leichten Verlauf mit Krankheitssymptomen, aber ohne Lungen- und Herzbeteiligung ist nach einer Sportpause von 2 bis 4 Wochen ein Wiedereinstieg ins Training möglich, wenn EKG einschließlich Belastungs-EKG, Laborwerte und Atemfunktionstests unauffällig sind. Auf jeden Fall sollte deshalb vor der Rückkehr zum Sport ein Arzt konsultiert werden. Das gilt zwingend auch bei allen schweren Verläufen. Die Covid-19-Erkrankung ist nicht nur eine Erkrankung der Lunge, sondern es können mehrere lebenswichtige Organe beteiligt sein. Das gilt insbesondere für das Herz, aber auch für die Nieren, das Gefäßsystem einschließlich der Blutgerinnung sowie für das Nervensystem. So kommt es bei schwereren Verläufen nicht selten vorübergehend auch zu neurologischen Ausfällen, wie Geschmacks- und Geruchstörungen. Bei einer Herzbeteiligung wird empfohlen, für mindestens 3 Monate keinen Sport zu treiben.

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