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Ambulanz

Wie beraten und behandeln wir?

Mit unserem Beratungs- und Behandlungskonzept bieten wir Ihnen an, von unserer fachlichen Erfahrung zu profitieren und diese in Ihr Lebenskonzept und die Bewältigung der Krankheit zu integrieren. Im Beratungs- und Behandlungsprozess greifen wir die individuellen Erfahrungen unserer Klienten und Patienten auf und ergänzen diese mit unseren professionellen Lösungsstrategien. Insbesondere im Bereich der Beratung werden unsere fachlichen Beratungskonzepte um die Erfahrungen Selbstbetroffener ergänzt.

Behandlungsansätze

Im Rahmen der ambulanten Rehabilitation verfolgen wir folgende Behandlungsansätze:

  • Beratung als individuelle Beratung, als Beratung im Rahmen des suchtmedizinischen Konsils, als Beratung im Rahmen des Konsumchecks für Mitarbeiter aus Unternehmen

  • Einzel- und Gruppentherapie im Rahmen der ambulanten Rehabilitation Sucht

  • Einzel- und Gruppentherapie im Rahmen der Nachsorgebehandlung im Anschluss an eine stationäre Rehabilitation

Neben der ambulanten Rehabilitation bieten wir im Bereich Abhängigkeitserkrankungen auch Dienstleistungen für Ratsuchende und deren Angehörige. Wir sind hierfür für die Standorte Koblenz und Köln von der DRV Bund bzw. DRV Rheinland als Suchtberatungsstelle anerkannt. Dabei stehen wir jedem Betroffenen und Angehörigen stets zur Verfügung. Wir gehen bewusst auch auf Menschen zu, die den Weg in eine Entgiftung gefunden haben, und helfen ihnen, ihre Sucht durch die anschließende Rehabilitationsmaßnahme (ambulant, ganztägig ambulant oder stationär) zu überwinden.

Neueste Konzepte

Suchtmedizinisches Konsil

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für das suchtmedizinische Konsil ist die aus klinischer Erfahrung und der Versorgungsforschung bekannte Tatsache, dass nur etwa 3 % der suchtmittelabhängigen und insbesondere der alkoholabhängigen Patienten in der Suchtrehabilitation behandelt werden – und dies in der Regel erst zwölf Jahre nach Manifestation des akuten Krankheitsgeschehens. Da der Suchtmittelkonsum aber mit vielen anderen Erkrankungen assoziiert ist, diese z.T. bedingt bzw. deren Behandlung erschwert, befinden sich etwa 80 % der suchtmittelauffälligen Patienten im ambulanten oder stationären Versorgungssystem.

Maßnahme

Das suchtmedizinische Konsil besteht aus ein bis zwei Anamnesegesprächen. Diese werden in unseren Räumen oder auf Wunsch in den Räumlichkeiten des anfordernden Krankenhauses oder der Arztpraxis durchgeführt. Ansprechpartner für Ihre Patienten ist einer unserer Mitarbeiter, der in der Suchtberatung und Motivation von Suchtpatienten besonders ausgebildet und erfahren ist. Das Konsil umfasst folgende Struktur:

  • Bewertung der vorliegenden Diagnosen, einschließlich der vorliegenden Laborwerte wie Gamma-GT oder MCV
  • Suchtmittelanamnese
  • Biografische, Berufs- und Sozialanamnese
  • Differentialdiagnose einer eventuell vorliegenden Suchtmittelstörung, auch unter Einbeziehung weiterer diagnostischer Verfahren wie Cage, Audit, TAI, MALT oder anderen Motivationsanalysen
  • Motivation für weiterführende Maßnahmen wie Beratung, ambulante oder stationäre Rehabilitation
  • Erstellung des Befundberichts und Übermittlung desselben an den überweisenden Arzt
  • Ggf. Einleitung und Vermittlung der entsprechenden Maßnahmen einschließlich Antragstellung und aller administrativen Aufgaben

Ergebnis

Aus den Erfahrungen lässt sich nachweisen, dass das suchtmedizinische Konsil bei über 50 % der Patienten zu weiteren suchtspezifischen Maßnahmen führt und 30 % der Patienten eine ambulante oder stationäre Rehabilitation wahrnehmen.

Therapiekonzept

Unser Beratungs- und Therapiekonzept basiert auf den jeweils gültigen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie unserer langjährigen klinischen Erfahrung.

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht ein ganzheitliches verhaltensmedizinisches Vorgehen. Ausgangspunkt jeder Beratung und Behandlung ist die individuelle und spürungsspezifische Diagnostik. Daraus abgeleitet werden die jeweiligen Beratungs- und Behandlungsziele. In Abstimmung mit den Patienten erfolgt die Zielfestlegung. Diese ist Grundlage der Beratung und Behandlung. Im Beratungs- und Behandlungsprozess übernehmen Patienten eine aktive Rolle, werden aber gleichzeitig entsprechend ihrem individuellen Bedarf unterstützt. Die in der Beratung und Behandlung erzielten Ergebnisse werden hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf den Lebenskontext der Patienten überprüft und dort auch trainiert. Besondere Bedeutung kommt den Lebenskontexten Familie und Beruf zu. Der Beratungs- und Behandlungsprozess ist dann beendet, wenn die zuvor vereinbarten Zielsetzungen erreicht sind oder aber die Grundlage zu deren Erreichungen entfallen. Entsprechend den Vorgaben unserer Qualitätssicherung wird der Beratungs- und Behandlungsprozess dokumentiert und sowohl am Ende als auch nach einem Zeitraum von einem Jahr evaluiert (Ein-Jahres-Katamnese bei Behandlungspatienten).

Wen beraten und behandeln wir?

Wir beraten und behandeln Frauen und Männer, bei denen eine Suchtproblematik vorliegt oder eine solche vermutet wird.

Das Alter unserer Patienten liegt in der Regel zwischen 18 und 65 Jahren.