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Glücksspielabhängigkeit

Pathologisches Spielen

Erscheinungsbild

Woran erkennt man pathologisches Spielen? 

Pathologisches Spielen äußert sich in vielfältigen Symptomen: 

  • Die Betroffenen sind stark eingenommen vom Glücksspiel: intensive Beschäftigung mit gedanklichem Nacherleben vergangener Spielerfahrungen, mit Verhindern oder Planen der nächsten Spielunternehmungen, Nachdenken über Wege, Geld zum Spielen zu beschaffen. 
  • Die Betroffenen müssen mit immer höheren Einsätzen spielen, um die gewünschte Erregung zu erreichen. 
  • Die Betroffenen haben wiederholt erfolglose Versuche unternommen, das Spielen zu kontrollieren, einzuschränken oder aufzugeben. 
  • Die Betroffenen sind unruhig und gereizt beim Versuch, das Spielen einzuschränken oder aufzugeben. 
  • Die Betroffenen spielen, um Problemen zu entkommen oder um negative Stimmungen (z.B.Gefühle von Hilflosigkeit, Schuld, Angst, Depression) zu bewältigen. 
  • Die Betroffenen kehren oft, nachdem sie beim Glücksspiel Geld verloren haben, am nächsten Tag zurück, um den Verlust auszugleichen. 
  • Die Betroffenen belügen z.T. Familienmitglieder, die TherapeutInnen oder andere, um das Ausmaß der Verstrickung in das Spielen zu vertuschen. 
  • Die Betroffenen haben u.U. illegale Handlungen wie Fälschungen, Betrug, Diebstahl oder Unterschlagung begangen, um das Spielen zu finanzieren. 
  • Die Betroffenen haben wichtige persönliche Beziehungen, ihren Arbeitsplatz, Ausbildungsplatz oder berufliche Aufstiegschancen wegen des Spielens gefährdet bzw.verloren. 
  • Die Betroffenen verlassen sich darauf, dass andere ihnen Geld bereit stellen, um die durch das Spielen hoffnungslose finanzielle Situation zu überwinden.

(nach DSM-IV)

Ursachen

Welche Ursachen kann pathologisches Spielen haben? 

An der Entstehung und Aufrechterhaltung des pathologischen Spielens können vielfältige Ursachen beteiligt sein. In der Regel handelt es sich um eine Flucht vor Konfliktsituationen, z.B. bei: 

  • beruflicher Überforderung
  • Kommunikationsproblemen 
  • Partnerschaftsproblemen 
  • Depressionen und Sinnkrisen 
  • Schwierigkeiten mit einer sinnvollen Freizeitgestaltung 
  • sozialen Problemen 
  • Suchtproblemen.

Behandlung

Was sind die Behandlungsziele? 

Übergeordnetes Therapieziel ist es, die dem pathologischen Spielen zugrundeliegenden Probleme oder Erkrankungen zu bewältigen und das Glücksspiel aufzugeben (Spielabstinenz). 

Wie behandeln wir pathologisches Spielen? 

Zur Klärung des therapeutischen Vorgehens kann ein Vorgespräch stattfinden. 

Schwerpunkte der Behandlung sind: 

  • Hilfestellung zur Eingewöhnung durch Fremdkontrollmaßnahmen 
  • Erarbeitung eines individuellen Erklärungsmodells für das pathologische Spielen 
  • Anleitung zum Geldmanagement 
  • Bearbeitung der Hintergrundproblematik/ persönlichen Konfliktsituation 
  • Erarbeitung einer sinnvollen Zukunftsperspektive 
  • Aufbau von Selbstkontrolle und Eigenverantwortung 
  • Hilfen zur Schuldenregulierung 
  • Stabilisierung der gelernten Strategien 
  • Vorbereitung auf das häusliche Milieu 
  • Klärung der Nachsorge.

Dies soll mit folgenden Behandlungsangeboten erreicht werden: 

  • Einzeltherapie durch Bezugstherapeut/in 
  • Spielergruppe. 

Und je nach individueller Problemsituation: 

  • Problemlösegruppe 
  • Depressionsbewältigungsgruppe 
  • Selbstsicherheitstraining 
  • Entspannungstherapie 
  • Sporttherapie 
  • Kreatives Gestalten etc.

Ansprechpartner:

Dr. phil. Josef Schwickerath
Leitender Psychologe
Psychologischer Psychotherapeut

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