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Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit im Alter

Für neue Lebensperspektiven ist es nie zu spät

Missbrauch und Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten sind bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte weit verbreitet und stellen eine ernst zu nehmende Gefährdung für die Gesundheit dar. Diese Tatsache wird nach wie vor häufig verschwiegen. Falsche Rücksichtnahme und Scham sind immer wieder die Gründe, durch welche notwendige und mögliche Hilfe verhindert wird. Darüber hinaus findet diese Generation nur erschwert Zugang in ein Behandlungssystem, welches primär auf den Erhalt der Erwerbsfähigkeit ausgerichtet ist. Menschen jenseits des Erwerbslebens haben besondere Bedürfnisse und benötigen eigene, altersgerechte Behandlungskonzepte.

Gemeinschaft und Genuss erleben

Eine eigene Bezugsgruppe exklusiv für Senioren führt nach den langjährigen Erfahrungen in den Kliniken der Unternehmensgruppe MEDIAN Allgemeine Hospitalgesellschaft zu einer spürbaren Verbesserung der therapeutischen Ergebnisse. Das Erleben von Gemeinschaft und Zugehörigkeit sowie der Austausch über Fragen nach dem Sinn des weiteren Lebens sind die Grundlage für den Aufbau neuer Alltagsstrukturen und die Formulierung von neuen persönlichen Zielen. Vornehmlich für diesen Patientenkreis wird das Genusstraining in die Behandlung integriert. Die entspannenden und lebensqualitätserhöhenden Erfahrungen sind therapeutisch gut belegt und gerade für die Bedürfnisse dieser Altersgruppe von besonderer Bedeutung. Kulturelle Aktivitäten zwischen Düsseldorfer Kö und Kölner Dom ergänzen die therapeutische Arbeit.

Aktiv und abstinent im Ruhestand

Traumata und Ängste bewältigen

Unser Angebot „Therapien für Senioren“ richtet sich an Personen mit Alkohol- und/oder Medikamentenproblemen, die 58 Jahre oder älter sind und ihre Berufstätigkeit beendet haben. Die MEDIAN Klinik Dormagen verfügt ausschließlich über Einzelzimmer und bietet mit kurzen, barrierefreien Wegen vielfältige therapeutische Möglichkeiten. Das spezielle Seniorenkonzept geht gezielt auf Verlusterlebnisse, traumatische Erfahrungen und soziale Vereinsamung ein. Es bietet praktische Anregungen zur sinnvollen Gestaltung des Lebens im Ruhestand. Auf der Basis der von dem Berner Psychotherapieforscher Professor Klaus Grawe entwickelten Neuropsychotherapie werden individuell zugeschnittene Therapieschritte vereinbart, um die Grundbedürfnisse nach Orientierung, Bindung, Lustgewinn und Selbstwert besser zu befriedigen.

Ressourcen und Stärken entdecken

Freude, Wohlbefinden und Selbstwert schöpfen

Zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit findet regelmäßig ein seniorenspezifisches Gedächtnistraining statt. Weitere Therapiebausteine zielen auf die Stärkung der körperlichen und sozialen Ressourcen. Aus gemeinsamen sportlichen Aktivitäten lässt sich Freude, Wohlbefinden und Selbstwert schöpfen. Unsere Patienten profitieren von einem sporttherapeutischen Angebot, welches unter Anleitung in Zusammenarbeit mit der international hoch angesehenen Sporthochschule Köln entwickelt wurde. Neben der kreativ-künstlerisch orientierten Ergotherapie findet auch ein Haushaltstraining mit praktischen Übungen sowie das Training sozialer Fertigkeiten wie Gäste einladen und bewirten statt. Dies alles dient dem Ziel, die Lebensaufgaben des Alters möglichst ohne fremde Hilfe zu bewältigen, wieder Lebensfreude zu entwickeln und eine Selbstständigkeit zu erreichen, in der Konsum von Alkohol oder Medikamenten keine Rolle mehr spielt.

Lesen Sie zur Bewegungs- und Sporttherapie bei Alkoholabhängigkeit im Alter auch den Artikel von Dr. Hubertus Deimel und Alexandra Biernat im Wissenschaftsmagazin der Deutschen Sporthochschule Köln IMPULSE (Ausgabe 2/2001).