Kontakt

Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter:

+49 (0)2133 / 26600

Konzept der Entwöhnungsbehandlung

Unser Angebot für Sie

Grundlage unseres Behandlungskonzeptes sind die Erkenntnisse der modernen Verhaltensmedizin und Psychotherapie. Im Vordergrund steht das Ziel einer dauerhaften Abstinenz. Damit einhergehend soll den Menschen die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und die Reintegration ins private und berufliche Leben ermöglicht werden. Als Therapiemethoden verwenden wir verhaltenstherapeutische Einzel- und Gruppentherapien, hinzu kommen sogenannte indikative Angebote zu speziellen Störungsbildern wie z.B. Angstbewältigungsgruppen, Training sozialer Kompetenzen, Entspannungstraining u.v.m. Darüber hinaus verfügen wir über spezielle Kompetenzen zur sozialen und beruflichen Reintegration. Ergänzt wird unser Angebot durch sorgfältig abgestimmte Maßnahmen innerhalb der Arbeitstherapie, Ergo- und Bewegungstherapie.

Die Behandlungsdauer in unserem Hause kann bis zu 15 Wochen betragen.

Neuropsychotherapie nach Grawe

Grundbedürfnisse im Mittelpunkt

Die von dem Berner Psychotherapieforscher Professor Klaus Grawe entwickelte Neuropsychotherapie ist die Grundlage allen therapeutischen Handelns in unserem Haus. Seiner Theorie zufolge strebt jeder Mensch nach der Befriedigung der eigenen Grundbedürfnisse.

Gelingt die Bedürfnisbefriedigung einer Person gut, geht man von einer gesunden und stabilen Psyche aus. Gelingt sie nicht so gut, ist ein Mensch anfälliger für die Entstehung psychischer Störungen.

Die Fähigkeit zur Erreichung der vier Grundbedürfnisse

  • Orientierung und Kontrolle
  • Lustgewinn und Unlustvermeidung
  • Bindungsbedürfnis
  • Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz

ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt des therapeutischen Vorgehens. Durch die so erreichbaren Entwicklungen ist es möglich, Inkonsistenz zu vermindern und Konsistenz zu erreichen und somit zu lernen, dass man nicht mehr trinken muss, um das Leben ertragen zu können.

Zur Erreichung einer besseren Bedürfnisbefriedigung ist es wichtig, mit jedem Patienten individuell zugeschnittene Therapieschritte zu gestalten.

Während der stationären Behandlung werden unsere Patienten dazu motiviert, Experten ihrer eigenen Problematik zu werden und Selbstverantwortung zu übernehmen, um über selbst kontrollierte korrigierende Erfahrungen gewünschte Veränderungen herbeiführen zu können.

Entstehung psychischer Störungen

Schutz der Bedürfnisse als Ursachenbekämpfung

Psychische Störungen entstehen nicht aus heiterem Himmel. Sie entstehen aus einer hochbelasteten psychischen Konstellation, die sich bis vor die Geburt zurückverfolgen lässt. Schon bei Jugendlichen zeigt sich eine hohe Prävalenz von Angststörungen und Depressionen. Bei Befragungen geben 20–35 % der Jungen und 25–40 % der Mädchen eine depressive Verstimmung in den letzten sechs Monaten an.

Schon zu diesem frühen Zeitpunkt besteht eine hohe Komorbidität mit Störungen des Sozialverhaltens, Angststörungen, Essstörungen und Substanzmissbrauch, mit Komorbiditätsraten zwischen 43 % und 58 %.

In diesem Entwicklungsprozess stellen Verletzungen des Bindungsbedürfnisses, des Kontrollbedürfnisses und später auch des Selbstwertbedürfnisses entscheidende Faktoren dar. Von 528 untersuchten stationären Psychotherapiepatienten hatten über 90 % einen unsicheren Bindungsstil (Schauenburg & Strauss, 2002). Viele weitere Studien kommen im Wesentlichen zu übereinstimmenden Ergebnissen.

Dabei ist zu beachten, dass unsichere Bindungsstile und -erfahrungen für sich genommen noch keine Krankheit darstellen und nicht jeder Mensch mit einer solchen Prägung eine psychische Krankheit entwickeln muss. Aber fast alle Menschen mit schweren psychischen Störungen haben eine Vorgeschichte von Verletzungen ihres Bindungs- und Kontrollbedürfnisses. Daher lässt sich die Problematik der meisten in Rehabilitation befindlichen Patienten nicht auf die zuletzt entwickelte Störung reduzieren.

Um diese durch die empirische Forschung gewonnenen Erkenntnisse erweitern wir für unsere Patientinnen und Patienten die therapeutischen Möglichkeiten der kognitiven Verhaltenstherapie.

+49 (0)2133 / 26600Kontakt