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MEDIAN Klinik Münchwies - Zwangsstörungen

Zustandsverändernde Substanzen, wie Alkohol, Beruhigungs- oder Schmerzmittel, können zu einer Abhängigkeit führen. Weitaus häufiger verbreitet ist jedoch der schädliche Gebrauch dieser Substanzen. Während beispielsweise beim Alkohol in Deutschland von rund 1,3 Mio. Abhängikeitskranken auszugehen ist, beträgt der Anteil der Menschen mit einem behandlungsbedürftigen schädlichen Gebrauch mehr als 2 Millionen.

Wenn Alkohol oder psychotrope Medikamente immer wieder gezielt eingesetzt werden, damit der Alltag leichter wird, Sorgen gedämpft, Hemmungen oder Ängste abgebaut werden, kurzum wenn es sich um eine regelmäßige Befindlichkeitsänderung handelt, dann ist von einem schädlichen Gebrauch bzw. Missbrauch auszugehen. Wenn Betroffene beispielsweise in Eigenregie ärztliche verordnete Schmerzmittel in immer größerer Dosis einnehmen, oder wenn Alkohol gezielt eingesetzt wird um Probleme zu überdecken, dann ist von einem Missbrauch oder schädlichen Gebrauch auszugehen.

Früher gab es für diesen Personenkreis keine spezielle Therapie. Die Klinik Münchwies hat bereits in den 1990er Jahren ein differenziertes Behandlungskonzept entwickelt das hier ansetzt. Dabei werden psychoedukative und psychotherpeutische Methoden miteinander verbunden. Die Wirksamkeit des Programms konnte in einer wissenschaftlichen Studie belegt werden.

In dem Therapieprogramm werden die Dienstfunktionen und die Aufträge an das Suchtmittel entschlüsselt und verstehbar gemacht. In diesem Zusammenhang kommt der Informationsvermittlung, vor allem aber den Einstellungen und Bewertungen und den Gefühlen, die dem Substanzkonsum voraus gehen, große Bedeutung zu. Wer sich selbst besser versteht, mit Belastungen und Stress im Alltag auf konstruktive Weise umzugehen lernt, kann auf den Einsatz von Alkohol und Medikamenten zur Konfliktbewältigung dauerhaft verzichten. Im Unterschied zur Behandlung der Abhängigkeit, geht es beim schädlichen Gebrauch, um den gezielten Verzicht auf das Suchtmittel zur Problemlösung und nicht um eine lebenslange Abstinenz.
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