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Das Behandlungsangebot bei Pathologischem Suchtverhalten in der MEDIAN Klinik Odenwald

Internetbezogene Störungen

Die Nutzung unterschiedlicher Medien ist längst fester Bestandteil unseres Alltags, dabei schneidet die reale Welt mit all ihren anstrengenden Anforderungen im Vergleich zum Erleben in virtuellen Welten oder erweiterten Realitäten manchmal schlechter ab.

Menschen, die unter beeinträchtigenden Lebensbedingungen oder sozialer Ausgrenzung leiden, die eher zurückgezogen, ängstlich oder traurig sind, vielleicht auch wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben, sind anfälliger für internetbezogene Störungen. Schul- oder Arbeitsstress, Konflikte, Ängste – Probleme, die wir alle vielleicht auch gerne mal vermeiden, lassen sich in der Online-Welt ausblenden. Je mehr sie gezielt dafür genutzt wird, der Realität aus dem Weg zu gehen oder sie schöner, bunter, erlebnisreicher zu gestalten, desto eher besteht die Gefahr einer Nutzung, deren Ziel nicht mehr der Spaß an der Sache ist, sondern die Verdrängung unschöner Erlebnisse.

Für manche Nutzer wird deshalb die dauerhafte Verfügbarkeit des Internets und seiner Angebote zum Problem. Erfolge, Anerkennung und Kontakte sind über das Internet schneller und oft leichter zu erreichen als in der Realität. Das kann dazu führen, dass sich Menschen lieber in der Virtualität aufhalten möchten und sich dort zunehmend wohler fühlen, sodass der Schritt zurück ins reale Leben immer mehr an Attraktivität verliert. „Gefangen im Netz“ hat die Forscherin Kimberly S. Young diesen Zustand genannt, der positive und negative Aspekte einer Eigendynamik von Nutzungsmustern beschreibt und in deren Folge Betroffene immer weniger selbstbestimmt ihre Online-Aktivitäten steuern (können).

Therapie

Internetbezogene Störungen unterliegen den technikbedingten Veränderungen, was dazu führt, dass immer wieder neue Konsummuster auftauchen, an die sich Behandlungen anpassen müssen.

Die Idee, dass eine problematische Nutzung von Internetanwendungen neben einem Spaß-Faktor auch Lösungsversuche für schwierige soziale oder emotionale Phasen beinhalten kann, ermöglicht ein wertschätzendes und ressourcenorientiertes Betrachten der Gesamtsituation der Betroffenen und ihres Umfelds.

Wir bieten ein mehrgleisiges Therapiemodell mit einer Mischung aus indikativer Gruppe, Medienwerkstatt, sozialem Kompetenztraining, Monitoring und Angehörigenarbeit an.

Unser therapeutisches Konzept setzt dabei auf eine erlebnisaktivierende Beschäftigung in einer Gruppe mit dem eigenen Tun und den gewünschten Veränderungen. Wir wollen den Betroffenen die autonome Entscheidung ermöglichen, an welchen Stellen sie die reale Welt der virtuellen vorziehen und was dies für ihren Lebensalltag bedeutet.

Ziel- und Ressourcenorientierung

Die psychosomatische/psychotherapeutische Abteilung für Jugendliche und junge Erwachsene der MEDIAN Klinik Odenwald, verbindet lösungs- und ressourcenorientierte, verhaltenstherapeutische und tiefenpsychologische Konzepte mit modernen hypnotherapeutischen und systemischen Ansätzen, die in Bezugs- oder indikativen Gruppen umgesetzt werden.

Dabei werden mit jedem Patienten persönliche Ziele vereinbart, z.B.:

  • Befriedigende Verhaltensalternativen zum problematischen/pathologischen PC-/Internetgebrauch zu entwickeln
  • Einen bewussten Umgang mit Medien und dem Internet zu erlernen
  • Soziale Kompetenzen in der realen Welt zu verbessern
  • Mit Gefühlen in der realen Welt besser umgehen zu können
  • Einem Rückfall in altes Problemverhalten vorzubeugen
  • Fähig zu sein, soziale und berufliche Perspektiven zu entwickeln und umzusetzen

Aufnahme

Die MEDIAN Klinik Odenwald hat einen Versorgungsauftrag nach § 111 SGB V. Die Kosten für eine stationäre Behandlung in unserer Abteilung übernimmt in der Regel die zuständige Krankenkasse oder der Rentenversicherungsträger (eventuell eines Elternteils, wenn noch keine eigenen Beiträge geleistet wurden). Für die Aufnahme in unsere Klinik ist im Vorfeld die Bewilligung einer stationären Behandlung durch einen Kostenträger erforderlich.

Weitere Voraussetzung für eine Aufnahme ist die Teilnahme an einem persönlichen Vorgespräch. Das Angebot des Vorgesprächs richtet sich an junge Menschen, die sich auf eine Behandlung in unserer Abteilung einlassen wollen. Das Vorliegen einer Kostenzusage ist für die Teilnahme an einem Vorgespräch nicht erforderlich.

Kontakt

Ansprechpartner: Andreas Gohlke (Andreas.Gohlke[at]MEDIAN-Kliniken.de)

Bei Fragen zum therapeutischen Konzept oder zur Antragsstellung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Termine zum Vorgespräch können über unser Sekretariat mit Frau Jost unter der Nummer +49 6163 74-926 oder Simone.Jost[at]MEDIAN-Kliniken.de vereinbart werden.