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Geschichte und Aktuelles

Die MEDIAN Klinik Schelfstadt befindet sich mit ihren vier Abteilungen im Gebäude der ehemaligen Poliklinik Schwerin, die 2005 vollständig unter Denkmalschutzauflagen saniert wurde und sehr gut in den Schweriner Stadtteil Schelfstadt integriert ist. Alle Ämter, Behörden, Bildungsträger und Praktikumseinrichtungen sind zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Auch die Kooperationspartner der weiterführenden beruflichen Rehabilitation befinden sich in erreichbarer Nähe.

Die MEDIAN Klinik Schelfstadt ist gut in die medizinische und psychosoziale Versorgungsstruktur der Region eingebunden. Damit ergibt sich für unsere Patienten die Möglichkeit, die ambulanten Behandler, die Beratungsstellen, Tagesstätten und Kliniken sowie Selbsthilfegruppen in die Therapie einzubeziehen. So kann die für den einzelnen Behandlungsverlauf notwendige Vernetzung verschiedener Ansprechpartner sichergestellt werden.

Das Versorgungsgebiet der MEDIAN Klinik Schelfstadt umfasst neben der Stadt Schwerin die Kreisstadt Wismar und Teile des Landkreises Nordwestmecklenburg mit den Städten Gadebusch und Grevesmühlen, Teile des Landkreises Ludwigslust mit der Stadt Ludwigslust und Teile des Landkreises Parchim mit der Stadt Crivitz. Insgesamt sind es ungefähr 200.000 Einwohner in einem Umkreis von 30 km zur Stadt Schwerin.

Geschichte der ehemaligen Poliklinik Schwerin

  • von den Anfängen im Jahr 1895:  Die Geschichte des ehemaligen Krankenhauses beginnt schon lange vor Erbauung des Hauses. 1895 erwarb der „Marien-Frauen-Verein“ die Gebäude am Schelfmarkt Nr. 1. Der „Marien-Frauen-Verein“ war ein Vorläufer des Roten Kreuzes, welcher sich zur Aufgabe gemacht hatte, Krankenhäuser einzurichten. Die Gebäude wurden zum Vereinshaus hergerichtet und nahmen gleichzeitig Krankenstation mit Operationsraum und Isolierstation auf. Auch erfolgte an diesem Standort die Ausbildung von Krankenpflegerinnen. Die Notwendigkeit eines größeren und moderneren Krankenhauses führte dazu, das der „Marien-Frauen-Verein“ die an das Grundstück Schelfmarkt Nr. 1 grenzenden Parzellen in der Röntgenstraße sowie Teile der Gartenfläche des Schelfmarktes Nr. 2 (die heutigen Grünflächen / Spielplatz) erwarb. Der Vorstand beauftragte den Schweriner Architekten Gustav Hamann mit der Entwurfsplanung. Diese lag im Juli 1913 vor. Hamann plante einen dreigeschossigen 19-achsigen Baukörper mit hohem Satteldach. Zwei Seitenrisalite und ein Mittelrisalit gliedern die langgestreckte Putzfassade. Die Krankenzimmer orientierten sich nach Süden in den ruhigen Innenhof, nach Norden lagen Flure, Sanitär- und kleinere Aufenthaltsbereiche. Zu Beginn des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 ging der Bau in Nutzung und bald mussten auch die ersten Kriegsverletzten betreut werden. 1926 hatte das Deutsche Rote Kreuz, in welchem der „Marien-Frauen-Verein“ 1922 aufgegangen war, weitere Grundstücke in der Röntgenstraße erworben zum Zwecke des Abbruchs der bestehenden Häuser. 1927 legte das Schweriner Bauunternehmen Carl Glatz & Sohn die Entwurfszeichnungen für die Erweiterung des Krankenhauses nach Westen vor. Der Baumeister Glatz fügte drei Risalite an, die in ihrer Gestaltung den Hamann´schen Entwurf aufnahmen, sich aber in der Detailgestaltung von Putz und Fenstern unterschieden. Im Herbst 1928 waren die Bauarbeiten abgeschlossen. Es standen nun 80 Krankenbetten zur Verfügung.

  • Nutzung als Lazarett während des 2. Weltkrieges:  Nach Kriegsende etablierte sich eine zentralisierte und auf Planmäßigkeit angelegte Gesundheitspolitik im damaligen sowjetischen Sektor. Die Bündelung der vorhandenen Ressourcen war ein erklärtes Ziel. Die Gründung von Polikliniken, welche sämtliche medizinischen Fachdisziplinen in einem Hause zur ambulanten Betreuung der Bevölkerung anboten, war ein Ergebnis dieser Politik. Im Dezember 1946 wurde in der Röntgenstraße die erste Poliklinik der Stadt eingerichtet. Diese Poliklinik verfügte über 10 Fachabteilungen mit je zwei Fachärzten. Nach 1951 kam eine zahnärztliche Abteilung hinzu. In den 1960er Jahren betrug die jährliche Zahl der Konsultationen knapp 500.000. Die stationäre Betreuung des ehemaligen Marien-Krankenhauses wurde nach und nach in die Werderstraße und zum Lewenberg verlagert. Bis 1990 war das Gebäude als Poliklinik in Nutzung. Schließlich ging das Gebäude nach der Wende dann in das Eigentum der Stadt Schwerin über. Von 1990 bis 2002 hatten verschiedene niedergelassene Ärzte hier ihre Praxen.

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