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Psychosomatische Erkrankungen

Hier liegt das Augenmerk auf die Berücksichtigung von Zusammenhängen zwischen  gynäkologischen und psychischen Erkrankungen. Das Spektrum erfasst auf gynäkologischer Ebene beispielsweise die Behandlung nach zurückliegender Karzinomerkrankung, Begleitung bei unerfülltem Kinderwunsch, Endometriose oder Wechseljahresbeschwerden. Bei entsprechender Indikation besteht bei Vereinbarkeit mit ihrem psychotherapeutischen Therapieprogramm die Möglichkeit einer Mitbetreuung durch die gynäkologische Abteilung in Form von beispielsweise einem fachärztlichen Kontakt oder Besuchen gynäkologischer Vorträge bzw. Seminare.

Psychische Erkrankungen entstehen vor dem Hintergrund vielfältiger biologischer, sozialer und persönlicher Risikofaktoren. Abgesehen von neurophysiologischen Faktoren spielen dabei auch Belastungen im Lebenslauf eine wesentliche Rolle. Überschreiten diese Belastungen unsere persönlichen Verarbeitungsmöglichkeiten, kann es zu behandlungswürdigen psychischen Erkrankungen kommen. Die seelischen Belastungen von Frauen und Männern unterscheiden sich dabei in vielen Bereichen. Oft sind auch geschlechtsspezifische familiäre, soziale und persönliche Rollenerwartungen von Bedeutung.

Um dem Einfluss dieser speziellen Lebensbedingungen auf die seelische Gesundheit auch therapeutisch besser gerecht zu werden, hat das MEDIAN Reha-Zentrum Schlangenbad ein psychiatrisches und psychotherapeutisches Behandlungskonzept entwickelt, welches sich speziell auf die Therapie psychischer Störungen bei Frauen ausrichtet. Hierfür stehen zwei spezielle Gruppen nur für Frauen zur Verfügung.

Da sich der Klinikalltag aber nicht zu sehr von Ihrer Lebenswirklichkeit entfernen sollte, wollen wir aus therapeutischen Gründen eine rein geschlechtsspezifische Klinikatmosphäre vermeiden.

Vielmehr geht es uns darum, abgesehen von geschlechtsbezogenen therapeutischen Interventionen sowohl Rückzugsmöglichkeiten als auch Kontakte zu anderen, ähnlich betroffenen Frauen zu ermöglichen.

Krankheitsbilder

Grundsätzlich kann in der Abteilung jede Art psychischer Erkrankungen behandelt werden, sofern diese keine Kontraindikation für die Aufnahme darstellt (s.u.).

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der therapeutischen Würdigung krankheitsfördernder geschlechtsspezifischer Lebensbedingungen von Frauen. Daher sollen sich gerade solche Patientinnen angesprochen fühlen, deren psychische Beschwerden im Kontext dieser Zusammenhänge entstanden sind oder wesentlich beeinflusst wurden.

Abgesehen von depressiven Störungen, Belastungsreaktionen, Angststörungen, Essstörungen oder anderen psychiatrischen Krankheitsbildern können in dieser Abteilung daher auch seelische Erkrankungen behandelt werden, welche im Zusammenhang mit primär gynäkologischen Erkrankungen oder Belastungen auftreten.

Dazu zählen psychische Erkrankungen im Verlauf von Schwangerschaft oder Wochenbett, klimakterisch assoziierte psychische Erkrankungen, Tumor-assoziierte psychische Erkrankungen sowie Belastungen durch unerfüllten Kinderwunsch oder depressive Anpassungsstörungen nach Fehlgeburt.

Kontraindikationen

Da es sich um eine offen geführte Abteilung handelt, können Patientinnen mit schweren hirnorganisch bedingten Einschränkungen der Merkfähigkeit oder der Orientierung nicht aufgenommen werden.

Bei gelegentlichem oder regelmäßigem Konsum von Suchtmitteln oder fraglicher Suizidalität entscheidet die Chefärztin der Abteilung im Anschluss an ein psychiatrisches Vorgespräch über die Möglichkeit der stationären Aufnahme in der Klinik. Wesentliche Voraussetzung für die Aufnahme in der Abteilung ist die Fähigkeit und Bereitschaft, sich auf eine psychotherapeutische und psychiatrische Behandlung  selbstbestimmt einlassen zu wollen.

Behandlungskompetenzen

Diagnostik

Zu Beginn der Behandlung erheben wir eine psychiatrische, biographische und ggf. gynäkologische Anamnese. Anhand Ihrer Angaben und unserer Einschätzungen erstellen wir einen psychopathologischen Befund, der die Grundlage für die diagnostische Beurteilung ist.

Ergänzend können testpsychologische Untersuchungen einschl. Leistungstests durchgeführt werden. Selbstverständlich beziehen wir medizinische Befunde wie die Ergebnisse von körperlichen oder Laboruntersuchungen mit ein, wobei ggf. bestehenden gynäkologischen Krankheitsfaktoren eine besondere Beachtung zukommt.

In Zusammenarbeit mit der klinikinternen kardiologischen Fachabteilung können im Einzelfall auch internistische Untersuchungen (EKG, Ultraschall, LZ-RR etc.) durchgeführt werden. Ggf. erforderliche bildgebende Verfahren (MRT, CCT) werden extern in Auftrag gegeben.

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