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MEDIAN Klinik Wilhelmshaven gewinnt Multiple-Sklerose-Spezialistin für ihr Ärzte-Team

Man nennt sie auch die Krankheit mit den 1000 Gesichtern: Multiple Sklerose oder kurz MS ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Das eigene Immunsystem greift dabei Nervenfasern und -zellen an. Die Folge sind Lähmungserscheinungen; Muskeln können nicht mehr richtig koordiniert, Sinnessignale nicht mehr korrekt weitergegeben werden. Häufig verläuft die Erkrankung in sogenannten Schüben. Bis heute ist sie nicht heilbar. Jedes Jahr am 30. Mai macht der Welt-MS-Tag auf die Krankheit und ihre Auswirkungen für Betroffene aufmerksam.

 

In der MEDIAN Klinik Wilhelmshaven ist man auf die Behandlung von MS-Patienten spezialisiert – und will das Therapieangebot weiter ausbauen. „Wir freuen uns, dass wir hierfür Dr. Cordula Haltenhof als ausgewiesene MS-Spezialistin gewinnen konnten“, sagt Dr. Hans-Peter Schlake, Chefarzt Neurologie und Neurochirurgie der MEDIAN Klinik Wilhelmshaven. Zum 1. Mai startete die 42-Jährige als leitende Oberärztin bei Deutschlands größtem privatem Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen. Zuvor leitete sie mehrere Jahre die MS-Ambulanz der Ammerland Klinik in Westerstede.

 

Vor allem die „1000 Gesichter“ der Multiplen Sklerose sind für Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte eine Herausforderung bei der Behandlung ihrer Patienten. „Die Beschwerden reichen von Muskelschwäche über Seh-, Sprach- und Koordinationsstörungen bis zur sogenannten Fatique, einer gesteigerten körperlichen und psychischen Ermüdung“, sagt Dr. Haltenhof. Entsprechend maßgeschneidert sind die Therapieangebote der MEDIAN Klinik Wilhelmshaven, deren neurologische Abteilung seit 2008 als „Anerkanntes MS-Zentrum“ der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft zertifiziert ist. Neben der ärztlichen Betreuung umfasst es je nach Bedarf Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie neuropsychologische und medikamentöse Behandlung. Speziell geschulte „MS-Schwestern“ verfügen über umfangreiche Kenntnisse des Krankheitsbildes, informieren, beraten und regen die Rehabilitanden zum Austausch darüber an, wie das Leben mit MS besser gelingen kann.

 

„Studien haben gezeigt, dass eine mehrwöchige stationäre Rehabilitation Verlauf und Symptomatik der Erkrankung besonders wirkungsvoll verbessert“, berichtet Dr. Schlake. Doch nicht nur die intensive Behandlung zeigt im Laufe der drei Wochen ihre Wirkung. „Wir merken immer wieder, dass es unter MS-Patienten ein enorm großes Informationsbedürfnis gibt“, so der Chefarzt. „Es ist fast schon erschreckend, wie wenig manche über die eigene Erkrankung wissen. In der Reha ist Zeit und Raum, hierüber zu sprechen.“

 

Doch auch Mediziner, Therapeuten und Pflegende lernen permanent hinzu; die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit mehreren Hochschulen bringt ständig neue Erkenntnisse für die Behandlung. „Kaum eine Erkrankung wird so intensiv erforscht wie Multiple Sklerose, immerfort werden neue Medikamente getestet und Therapieansätze verfolgt“, sagt Dr. Hans-Peter Schlake. Das Ziel sei dabei heute, nicht mehr nur die Symptome der Krankheit „herunterzufahren“, sondern die geschädigten Nervenzellen eines Tages „reparieren“ zu können, etwa mit Hilfe einer Antikörper-Therapie. „Das sind spannende Ansätze, die Betroffene durchaus optimistisch stimmen können.“

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