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Sudanese kann 32 Jahre nach Unfall wieder laufen

Ahmed Tarek hatte in seinem Leben kein Glück. Im Alter von vier Jahren wurde der Sudanese von einem Lastwagen überfahren und erlitt schwerste Beckenverletzungen. Sein rechtes Bein war seitdem gelähmt und wuchs nur noch stark verlangsamt. Sein Fuß entzündete sich regelmäßig, schwoll in der Hitze des afrikanischen Landes immer wieder an. Für den heute 36-Jährigen begann ein qualvolles Leben ohne Aussicht auf medizinische Versorgung.

Kontakt über das Internet

In ihrer Not machte sich die Familie des Mannes aus Omdurman, einem Vorort der Hauptstadt Karthum, auf die Suche nach Hilfe im Ausland – und fand über das Internet den Weg zu Dr. med. Johannes Schröter, dem Chefarzt der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden. Die Fachklinik für Konservative Orthopädie und Physikalische Therapie gehört zu den ersten Adressen in der medizinischen Rehabilitation von Patienten mit Amputationen und hilft seit 2014 gemeinsam mit weiteren Partnern Menschen wie Ahmed Tarek. „Wir brauchten jemanden, der den Fuß amputierte, und wir brauchten eine speziell angepasste Prothese”, erinnert sich der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Während er Kontakt zu Kollegen und dem Wiesbadener Sanitätshaus Achim Kunze aufnahm, den Aufenthalt und ein Visum organisierte, sammelte die Familie von Ahmed Tarek im Nordsudan Geld für den Flug nach Deutschland. Rund drei Monate dauerten die Vorbereitungen.

Hilfsbereitschaft von vielen Seiten

Der Plan ging auf. Spontan fand sich Dolmetscherin Saina Mendel bereit, Ahmed Tarek während seines Aufenthalts in Deutschland zu begleiten. Prof. Dr. med. Sebastian Wutzler, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden, amputierte Mitte Oktober den Fuß. In der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden passten Dr. Johannes Schröter und der Orthopädiemechanikermeister Andreas Weingart vom Sanitätshaus Achim Kunze dem jungen Mann eine Prothese an. „Es war keine leichte Aufgabe, denn die Orthoprothese aus Carbon, die Herr Tarek brauchte, musste die Beinlänge ausgleichen und das gelähmte Bein in einen festen Rahmen einbinden”, erläutert der Mediziner. „Gleichzeitig brauchten wir einen teuren Prothesenfuß, der uns vom Marktführer in Sachen Prothetik, der Össur Deutschland GmbH, gespendet wurde. Letztendlich haben wir es in einer gemeinsamen Anstrengung geschafft, Herrn Tarek wieder auf die Beine zu bringen.” 

In Wiesbaden wieder laufen gelernt

In den folgenden Wochen lernte Ahmed Tarek in der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal mit seiner Prothese nach 32 Jahren das erste Mal wieder auf zwei Beinen zu laufen. Vor seiner Heimreise am 22. November freute er sich darüber, nur mit einem Stock als Hilfe schmerzfrei rund einen Kilometer zu gehen. „Wir sind froh, dass wir helfen konnten“, sagt Dr. Schröter. „Alle ärztlichen Leistungen wurden im Rahmen der Hilfsaktion kostenlos erbracht, Unterkunft und Krankenhausaufenthalte so günstig wie möglich realisiert. Vielen Dank an alle Beteiligten!“ Im Frühjahr wird Ahmed Tarek zur Nachuntersuchung erwartet. Dr. Johannes Schröter, Andreas Weingart und das Therapeuten-Team freuen sich auf das Wiedersehen.

Bildzeile: Freuen sich über die gelungene Hilfsaktion: (v.l.) Dr. med. Johannes Schröter, Chefarzt der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden, Patient Ahmed Tarek und Andreas Weingart, Inhaber des Sanitätshaus Achim Kunze.

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