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"Auch 2019 wird eine der größten Herausforderung sein, den Ärzten ein guter und aufmerksamer Arbeitgeber zu sein"

Dr. Thiel, Dr. Malinowski, das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu, wie lautet ihr gemeinsames Fazit des vergangenen Jahres und was ist Ihr Ausblick auf 2019?

Dr. Thiel: Das Jahr 2018 war immer noch geprägt durch zahlreiche Neuerungen, die der Betreiberwechsel mit sich brachte. Mittlerweile sind hier aber alle damit zusammenhängenden Arbeiten abgeschlossen, die Arbeiten zur neuen Corporate-Identity wurde umgesetzt.

Dr. Malinowski: Wesentlicher Arbeitsschwerpunkt im MEDIAN Zentrum für Verhaltensmedizin – Klinik für Psychosomatik war die Erstzertifizierung in einem neuen Qualitätssystem. Hier haben wir ohne Abweichungen ein hervorragendes Ergebnis hingelegt. Gleichzeitig ist die Klinik für Psychosomatik wieder im FOCUS als eine der besten Kliniken für Psychosomatische Behandlung eingeschätzt worden, was unsere gute Verbindung zu Zuweisern und Kostenträgern beweist.

Und was sind die Herausforderungen für 2019?

Dr. Thiel: Wie überall im medizinischen Bereich ist natürlich auch bei uns die größte Herausforderung, gutes ärztliches, psychologisches und medizinisches Personal zu gewinnen und zu halten. Auch die Ärztinnen und Ärzte legen zunehmend Wert auf Dinge wie eine ausgewogene Work-Life-Balance, insbesondere die Mitarbeiterinnen legen Wert auf Familienfreundlichkeit und eine gewisse Flexibilität in der Arbeitsorganisation, um Familie, Kindererziehung und Arbeit unter einen Hut zu bringen.

Dr. Malinowski: Ähnliches findet sich übrigens auch bei den männlichen Kollegen, die ebenfalls Wert auf Familienfreundlichkeit legen, die zunehmend Vaterrolle ernst nehmen und selbstverständlich ihren Erziehungsurlaub nehmen. Und ganz wichtig: Der Trend geht eindeutig zur Teilzeitarbeit, da sich viele Kolleginnen und Kollegen auch anderweitig, z.B. sozial engagieren und hier Freiräume wollen.

Wie gehen sie mit diesen Herausforderungen um?

Dr. Malinowski: Einer unserer Pluspunkte ist natürlich, dass wir über ein reichhaltiges ärztliches Weiterbildungsangebot verfügen. Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Innere Medizin sind die drei Fachgebiete, in denen wir Weiterbildungszeiten anbieten können. Dazu kommt unsere gute Angebotsstruktur in Verbindung mit dem Fortbildungsinstitut für Klinische Verhaltenstherapie, hier insbesondere mit dem Weiterbildungsbeauftragten, Dipl.-Psych. Eberhard Okon, der regelmäßig für die angehenden Psych-Fachärzte die notwendigen Bausteine für den Facharzt wie Selbsterfahrung, Interaktionsbezogene Fallarbeit (IFA) oder Progressive Muskelentspannung organisiert.

Dr. Thiel: Wir sind auf unser Angebot der Weiterbildung ausgesprochen stolz, gerade angesichts der Tatsache, dass die angehenden Fachärzte auch Zeit für andere Dinge brauchen, ist ein wichtiges Argument für unser Angebot, dass alle Bausteine sozusagen am Ort absolviert werden können und durch die Kooperation mit den psychologischen Kolleginnen und Kollegen auch regelmäßig solche Angebote stattfinden.

Bewerben sich nur junge Ärztinnen und Ärzte bei Ihnen?

Dr. Malinowski: Nein, neben dem oben beschriebenen Trend gibt es durchaus auch andere Bewerber. So bewerben sich bei uns zunehmend auch Um- und Wiedereinsteiger, auch hier übrigens durchaus wieder Kolleginnen und Kollegen, die hier eine neue berufliche Herausforderung suchen.

Dr. Thiel: Unsere große Stärke ist, dass wir mit flachen Hierarchien arbeiten, eine gute kollegiale Zusammenarbeit haben, und dies sowohl zwischen den einzelnen Berufsgruppen, als auch zwischen den unterschiedlichen Mitarbeiter- und Führungsebenen. Wir haben die Klinik so organisiert, dass wir einerseits eine umfassende und gute Patientenversorgung haben, aber in der Arbeitsplatzgestaltung so flexibel sind, dass wir auch Bedürfnisse von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Dienstplangestaltung berücksichtigen können. Dies erfordert natürlich einen größeren Organisations- und Kommunikationsaufwand als eine Ansammlung von Vollzeittätigkeiten von Montag bis Freitag, aber auch wenn wir den Aufwand vor einigen Jahren für eine solche Arbeitszeitorganisation etwas befürchtet hatten, müssen wir heute feststellen, dass die Arbeitszufriedenheit zugenommen und damit auch die Stimmung in der gesamten Klinik stark gewonnen hat. Und als modern aufgestelltes Unternehmen wissen wir natürlich, dass wir mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unser wichtiges Kapital besitzen, ohne dass wir als Einrichtung nicht überleben können.

Was benennen ihre Ärztinnen und Ärzte denn neben der guten Arbeitsorganisation und dem Angebot, auch in Teilzeit zu arbeiten, als weitere wichtige Argumente für eine Mitarbeit im MEDIAN Zentrum für Verhaltensmedizin?

Dr. Malinowski: Einen Punkt haben wir schon angesprochen, die flachen Hierarchien. Die Türen der Chefärzte und der Oberärzte und Leitenden Psychologen stehen jederzeit für Fragen oder Problemlösungen offen, eine ebenfalls regelmäßig rückgemeldete gute Erfahrung ist auch die gelebte Interdisziplinarität der einzelnen Berufsgruppen untereinander, die auch ein ständiges gegenseitiges Geben und Nehmen, auch in fachlicher Hinsicht, ermöglicht.

Dr. Thiel: Fachlich haben unsere Ärztinnen und Ärzte natürlich im Bereich Psychosomatik aufgrund unserer seit Jahren erfolgreich praktizieren Diversifizierung die Möglichkeit, sehr viele unterschiedliche Behandlungssettings kennenzulernen. So verfügt das MEDIAN Zentrum für Verhaltensmedizin sowohl über ein Fachkrankenhaus (Akutklinik), als auch eine Reha-Klinik. So haben die Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit, sowohl den akutmedizinischen psychosomatischen Teil der Arbeit kennenzulernen als auch gute Einblicke in die Sozialmedizin zu bekommen. Darüber hinaus hat sich das MEDIAN Zentrum für Verhaltensmedizin ja auf ganz unterschiedliche Störungsbilder und Patientengruppen spezialisiert, ein langjähriger Behandlungsschwerpunkt ist die Behandlung von Magersucht, Bulimie und Binge-Eating-Disorder, andererseits die Behandlung von Traumafolgestörungen, insbesondere bei Soldaten und Polizisten.

Wir denken, dass wir mit diesem Angebot tatsächlich eine sehr breite Ausbildung für angehende Fachärzte anbieten können, die für ein späteres Berufsleben, egal ob in Klinik oder in eigener Niederlassung, vielfältige Grundlagen und Kenntnisse vermittelt.

Dr. Thiel, Dr. Malinowski, vielen Dank für das Gespräch!

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