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Erste psychologische Hilfe: Zuhören, Mut machen, begleiten

Manchmal ändert sich das Leben abrupt. Ausgelöst durch einen Unfall, eine schwere Krankheit, ein Verlusterlebnis, einen Übergriff oder anhaltende Krisensituationen wie Krieg, Vertreibung, Naturkatastrophen ist nichts mehr wie es war. Das verursacht große Not bei den Betroffenen aber auch bei den Angehörigen. Deren Hilfslosigkeit widmet sich der „Welttag für seelische Gesundheit“, der jährlich am 10. Oktober begangen wird und dieses Jahr unter dem Thema „Erste Hilfe in psychischen Krisen“ steht.Unter dem Begriff „Erste Hilfe“ können sich die meisten Menschen etwas vorstellen, spätestens, wenn sie den Führerschein machen. Da geht es um medizinische Abläufe wie die stabile Seitenlage oder Wiederbelebung. Wie sieht es aber mit psychologischer erster Hilfe aus? Wenn beispielsweise ein Freund überfallen wurde, sich dadurch verändert, depressiv wird und nicht mehr aus dem Haus geht? Auch da gibt es Möglichkeiten, erste Hilfe zu leisten. Zu den wichtigsten Grundsätzen gehört, dass die „erste psychologische Hilfe“, auch PFA also „Psychological first aid“ genannt, vor allem unterstützend, praktisch und nicht fordernd sein sollte. Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe.Was Angehörige oder Bekannte immer tun können ist Zuhören, sowie Mitgefühl und Verständnis aufbringen. Mut zu machen bringt zudem mehr als den Betroffenen mit wohlgemeinten Ratschlägen zu belasten. Manchmal reicht es, die Primärbedürfnisse zu sichern, Wasser und Nahrung anzubieten und zu fragen, was derjenige benötigt. Psychologische Ersthelfer müssen somit nicht immer ausgebildete Psychologen oder Ärzte sein, manchmal reicht es, wahrzunehmen, was gebraucht wird, also körperlich, psychisch und sozial, um dann Verbindungen zu weiteren professionellen Anlaufstellen herzustellen.Wichtige Ansprechpartner sind dann Ärzte und Psychologen. Eine stationäre Behandlung könnte weiter helfen, zum Beispiel in der Median Klinik St. Georg in Bad Dürrheim. Dort werden Menschen behandelt, die an psychischen Störungen wie Angsterkrankungen, Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Während und nach Krisen ist die professionelle Form der Unterstützung nämlich besonders wichtig. Die Patienten nehmen im stationären Setting an einzel- und gruppenpsychotherapeutischen Angeboten teil mit dem Ziel, die Alltagsfähigkeit wieder herzustellen. „Die Menschen sollen ihr Leben wieder selbst leben und ihren persönlichen Weg finden. Nach Analyse der aktuellen Problematik des Patienten fokussieren wir gemeinsam Lösungsansätze und erstellen einen individuellen Therapieplan“, fasst Chefärztin Dr. med. Andrea Fetzner zusammen.Wer sich näher informieren möchte, hat am 23. Oktober beim Forum „Gesund und Vital im Haus des Bürgers und im Haus des Gastes Bad Dürrheim die Möglichkeit dazu. Chefärztin Dr. med. Andrea Fetzner, um 15.30 Uhr im Haus des Gastes einen Vortrag zum Thema „Timeout statt Burnout“. Im Anschluss steht sie für Fragen zur Verfügung.Info: Ausgehend vom Bundesland Baden-Württemberg wurde der Welttag für seelische Gesundheit in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1994 eingeführt. Es war eine Initiative des Landesverbandes Gemeindepsychiatrie Baden-Württemberg. Mehr und mehr kamen auch Anfragen aus anderen Bundesländern hinzu. Viele Informationen zur ersten psychologischen Hilfe gibt es auch beim Landesverband Gemeindepsychiatrie Baden-Württemberg unter

www.gemeindepsychiatrie-bw.de. Mehr Informationen zur Median Klinik St. Georg in Bad Dürrheim gibt es unter

www.median-kliniken.de.

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