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Fitter ohne Alkohol: „Trockener Januar“ tut Körper und Seele gut

Der Rotwein zum Gänsebraten, der Punsch auf dem Weihnachtsmarkt, das Bier mit alten Freunden und schließlich der Sekt am Silvesterabend: Die Gelegenheiten, in geselliger Runde Alkohol zu trinken, sind zum Jahresende zahlreich. Reumütig verordnen sich viele Menschen daher erst einmal einen „trockenen Januar“. Doch beruhigen wir damit nur unser Gewissen oder bewirkt der kurzzeitige Verzicht tatsächlich etwas?

Auf jeden Fall, sagt Dr. Hubert C. Buschmann, Chefarzt der MEDIAN Klinik Tönisstein in Bad Neuenahr, eine von bundesweit mehr als 20 Kliniken und Einrichtungen der MEDIAN-Gruppe, die sich der Behandlung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen widmen. „Wer zuvor relativ regelmäßig Alkohol getrunken hat, wird schon nach zwei bis drei Wochen positive Effekte bemerken. Die Leber und der Leberstoffwechsel regenerieren sich spür- und messbar; der Körper wird besser entgiftet. Wer zu Bluthochdruck neigt, kann seine Werte deutlich senken. Zusätzlich sinken die Werte für Cholesterin, Blutfette und Harnsäure. Reizungen und Entzündungen der Magenschleimhaut gehen zurück; Beschwerden wie Sodbrennen, Magendruck oder Völlegefühl nehmen ab.“

Auch der Geschmackssinn wird wieder intensiver, da Alkohol die Geschmacksknospen auf der Zunge betäubt. Hinzu kommt: Wer abstinent bleibt, schläft besser, erklärt der Mediziner. „Der beliebte Schlummertrunk vor dem Zubettgehen macht zwar erst einmal müde. Doch wenn die Wirkung nachlässt, folgt mitten in der Nacht der Kater und man ist hellwach. Wer nicht trinkt, hat wieder einen deutlich gesünderen Schlaf-Wach-Rhythmus.“ Zwischen Alkoholkonsum und Blutzuckererkrankungen besteht ebenfalls ein Zusammenhang. „Diabetiker werden schnell merken, dass sich der Blutzucker bei Abstinenz deutlich besser einstellen lässt“, sagt Dr. Buschmann. Angenehmer Nebeneffekt für alle, die außerdem ein paar Weihnachtspfunde loswerden wollen: Auch diese schmelzen ohne kalorienreiche alkoholische Getränke schneller.

Doch nicht nur der Körper wird leistungsfähiger, auch die Seele erholt sich, weiß der Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, der zum Jahresanfang selbst bewusst auf Alkohol verzichtet. „Wer zu Stimmungsschwankungen neigt oder sich häufig depressiv oder antriebslos fühlt, sollte eine Verbesserung bemerken.“ Unsere Haltung zum Alkohol kann ein „trockener Januar“ in jedem Fall verändern - denn wer einmal bewusst verzichtet hat, wird danach vielleicht auch bewusster konsumieren.

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