Kontakt

Wir freuen uns auf Ihren Anruf in der Zentrale unter:

+49 (0)30 530055-0


FIRE

Frühzeitige Intervention für den direkten Zugang zur Rehabilitation bei Entgiftung in der Akutversorgung

Immer mehr Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit sollen künftig leichter und schneller den Weg in die Entwöhnungsbehandlung einer Rehaklinik finden. Das ist das Ziel des wissenschaftlichen Forschungsprojektes FIRE „Frühzeitige Intervention für den direkten Zugang zur Rehabilitation bei Entgiftung in der Akutversorgung“.

Im Rahmen des Bundesprogramms „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und unter Federführung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See sind insgesamt vier regionale Rentenversicherungsträger, die DRV Rheinland, die DRV Saarland, die DRV Westfalen und die DRV Berlin-Brandenburg am Projekt beteiligt. Seitens der medizinischen Rehabilitation sind die MEDIAN Kliniken Daun und die MEDIAN Klinik Tönisstein an zentraler Stelle eingebunden sowie insgesamt sieben Akutkrankenhäuser. Die wissenschaftliche Begleitung des Modellvorhabens übernimmt die Charité-Universitätsmedizin Berlin mit dem Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Abteilung Rehabilitationsforschung, unter Leitung von Prof. Dr. phil. Karla Spyra.

Ziel des Modellprojekts ist es, bei Betroffenen die Inanspruchnahme der langfristig wirksamen Entwöhnungsbehandlung in einer spezialisierten ambulanten oder stationären Rehaklinik zu verbessern. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen findet nur ein Bruchteil der geschätzten 1,8 Millionen in Deutschland überhaupt den Weg zum Entzug in ein Krankenhaus. Und nur eine verschwindend geringe Minderheit von rund fünf Prozent dieses Drittels tritt nach mehr als drei Entzugs-bzw. Entgiftungsbehandlungen tatsächlich die anschließend vorgesehene bis zu 90-tägige Entwöhnungsbehandlung an. Im Modellprojekt FIRE soll nun an drei Stellen mit Verbesserungen in den Behandlungsablauf eingegriffen werden: Die Betroffenen sollen früher vom Behandlungsangebot erfahren, das Antragsverfahren soll erleichtert und die Trennung der beiden Sektoren „Entgiftung“ und „Entwöhnung“ modellhaft aufgehoben werden.

+49 (0)30 530055-0Kontakt