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Wissenschaftliche Studien

MEDIAN besitzt eine langjährige Forschungstradition. Das Ziel von Forschung und Wissenschaft liegt in der stetigen Verbesserung der Versorgung unserer Reha-Patienten. Durch die Veröffentlichung der Studien stellen wir unsere Studien- und Forschungsergebnisse sowohl Fachkreisen als auch der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Ergebnisse der abgeschlossenen Projekte können Sie in unserer Publicathek nachlesen.

Beginn und Ende: Auswertungen 10/2019 bis 03/2020

Involvierte Kliniken: 30 Einrichtungen des Fachverbands Sucht für stationäre medizinische Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen – Alkohol

Verantwortliche*r in den Kliniken: Wilma Funke (MEDIAN Kliniken Wied), Rudolf Bachmeier (Johannesbad AG), Ursula Köstler und Volker Weissinger (Fachverband Sucht

Kooperationspartner*innen: Fachverband Sucht und Mitgliedseinrichtungen; Statistikausschuss des Fachverbands Sucht 

Finanzierung: keine Forschungsgelder involviert

Kurze inhaltliche Beschreibung: 

Nichtanreise- und Abbruchquoten können oft nicht zeitnah aufgefangen werden aufgrund der umfänglichen Vorbereitung auf die Maßnahme (z.B. Entgiftung/Entzug). Die Minimierung von Wartezeiten als Qualitätsmerkmal von Reha-Einrichtungen erfordert eine passgenaue Planung von Abreisen/Anreisen oder das patientenorientierte Management von Wartelisten z.B. bzgl. besonderer Erfordernisse. Ein flexibles Angebot von passenden Behandlungselementen erfordert ausreichendes qualifiziertes Personal, auch bzgl. Spezialangeboten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nichtanreisequoten und -gründe hohe Varianz innerhalb der Einrichtungen aufweisen und u.a. von Patientencharakteristika, Regionalisierungsgrad und Hauptbelegern abhängen. Die Anreisesicherheit sollte deshalb erhöht werden, z.B. durch best practice-Modelle, stärkere gemeinsame Verantwortung in der Versorgungskette oder Konzeption eines Ausfallersatzes durch den Leistungsträger in definierten Fällen. Die Belegungssteuerung sollte differenziert werden, z.B. durch optimierte Indikationsstellung und Schnittstellengestaltung, auslastende Zuweisung durch entsprechende Berücksichtigung von Nichtanreise- und Haltequoten in den Algorithmen. Differenzierte Handlungsalternativen sollten weiterentwickelt werden im Hinblick auf Verhinderung von insbesondere Mittel- und Spätabbrechern. 

Beginn und Ende: 01.08.2020 bis 28.02.2021 (Ersterhebung); bis 30.04.2021 (Zweiterhebung); bis 31.07.2021 (Dritterhebung); bis 30.04.2022 bzw. 31.07.2022 (katamnestische Jahreserhebung) 

Involvierte Kliniken und VerantwortlicheMEDIAN Kliniken Wied und MEDIAN Klinik Tönisstein

Verantwortliche*r in den Kliniken: Prof. Dr. Wilma Funke, Oliver Kreh

Kooperationspartner*innen: MEDIAN Kliniken Wied und Tönisstein; interne Arbeitsgruppe; Medical Board Sucht 

Finanzierung: keine Forschungsgelder involviert

Kurze inhaltliche Beschreibung

Zur Erfassung des Behandlungserfolgs aus Sicht der Rehabilitand*innen wurde ein Design mit einer Zwei- bzw. Dreizeitpunktmessung (Kurzzeit bzw. Langzeit) konzipiert, mit deren Hilfe Veränderungen der psychischen Belastung (als Einschränkung der Abstinenzfähigkeit; Mini-SCL: Depression, Angst, Somatisierung, psychische Gesamtbelastung) sowie die Bedeutung und der Erreichungsgrad ausgewählter Reha-und Behandlungsziele erfasst werden. Diese Ergebnisse von Status- und Veränderungsmessung können in Beziehung zu katamnestischen Erfolgsquoten und anderen Reha-relevanten Daten gesetzt werden. Bis zum 31.12.2020 wurden ca. 450 Daten der Erstmessung erhoben sowie ca. 180 Daten der Zweitmessung. Hierüber werden Veränderungsanalysen bereits Anhalt über die Behandlungsentwicklung und den subjektiv perzipierten Behandlungserfolg der Patient*innen geben. Auch können hierzu Daten des Behandlungsverlaufs, wie etwa erneuter Suchtmittelkonsum während der Behandlung oder Behandlungsabbruch, in Bezug gesetzt werden.

Beginn und Ende der Studie: 03/21-03/22 

Involvierte Klinik: MEDIAN Klinik Wilhelmsheim

Verantwortlicher in der Klinik: Prof. Dr. med. Tillmann Weber 

Kooperationspartner*innen:  Prof. Dr. Vollstädt-Klein, Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim, Arbeitsgruppe Neuroimaging abhängigen Verhaltens 

Finanzierung: Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Kurze inhaltliche Beschreibung:

Eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Studie von Prof. Dr. Vollstädt-Klein vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim (Arbeitsgruppe Neuroimaging abhängigen Verhaltens) untersucht in Zusammenarbeit mit der MEDIAN Klinik Wilhelmsheim den Effekt eines schachbasierten neurokognitiven Trainings in der Therapie der Alkoholabhängigkeit.  

Mit der Anwendung des Trainings während der Rehabilitationsbehandlung werden eine Stärkung kognitiver Fähigkeiten und ein damit einhergehendes, verbessertes Ergebnis der Suchttherapie erwartet. In der geplanten Studie wird wissenschaftlich geprüft werden, ob das schachbasierte neurokognitive Training einen generalisierten positiven Effekt auf den Therapieverlauf zeigt. Weiter sollen die potentiellen Wirkmechanismen auf neurobiologischer und neuropsychologischer Ebene untersucht werden. Sollte die aktuelle Studie positive Effekte nachweisen, könnte das neurokognitive Training perspektivisch als reguläres Modul allen Rehabilitand*innen zur Verfügung gestellt werden, um den Therapieerfolg zu verbessern.

Details folgen in Kürze

Titel der Studie: Alkoholkonsumstörungen, Resilienz, Selbstwirksamkeit, allgemeine Lebenszufriedenheit und Stressbewältigung im Kontext von Akkulturationsprozessen bei polnischstämmigen Migranten der ersten Generation in Deutschland 

 Beginn und Ende der Studie: 02/2019 bis 07/2019 

Involvierte Klinik: MEDIAN Rhein-Haardt-Klinik 

Verantwortliche*r in der Klinik: Psychologin Kornelia Laudan 

Kooperationspartner*innen:  Dr. Kamilla Bargiel-Matusiewicz, Universität Warschau, Fachrichtung: Psychologie 

Finanzierung:  –  

Kurze inhaltliche Beschreibung: 

In dieser Studie wurde das Akkulturationsphänomens und dessen Zusammenhänge mit anderen psychologischen Merkmalen in der ersten Generation in Deutschland lebenden polnischstämmigen Migranten exploriert. Korrelationen wurden gefunden zwischen der subjektiv erfolgreichen Akkulturation mit der Aufenthaltsdauer in Deutschland, Alkoholkonsumstörungen, und Ressourcen (Resilienz, Selbstwirksamkeit, Lebenszufriedenheit, adaptive Stressbewältigungsstrategien). Es wurde eine valide und reliable Akkulturations-Skala in polnischer Sprache entwickelt.  

Beginn und Ende der Studie:  01.01.2019 bis 31.12.2022

Involvierte Kliniken:  MEDIAN Klinik NRZ Magdeburg, MEDIAN Klinik Flechtingen, MediClin Klinikum Soltau

Verantwortliche*r in den KlinikenDr. Juliane Lamprecht

Kooperationspartner*innen: keine

Finanzierung: Deutsche Rentenversicherung Bund

Kurze inhaltliche Beschreibung: 
Beruflich orientierte Leistungen während und nach der medizinischen Rehabilitation sind ein fester Bestandteil der Regelversorgung. Ziel des Projektes ist die Überprüfung der Wirksamkeit sowie die Analyse des Leistungsspektrums beruflich-orientierter Konzepte (MBOR und MbR) in der Rehabilitation neurologischer Patient*innen. Im Projekt werden MBOR Teilnehmende, die MbR Bedarf hätten, aber keine MbR bekommen (Kontrollgruppe), rekrutiert und mit MBOR Teilnehmenden, die MbR Leistungen in ihrer Klinik erhalten (Interventionsgruppe), verglichen. Die Rekrutierung erfolgt über einen Zeitraum von zwei Jahren. Der Wirksamkeitsnachweis erfolgt über die Methode des Propensity Score Matching. Die Rehabilitanden erhalten jeweils zu Reha-Beginn, Reha-Ende, 6 Monate nach Reha-Ende und 12 Monate nach Reha-Ende einen Fragebogen. Des Weiteren werden die direkten und indirekten Krankheitskosten mit einem Kostenwochenbuch nach Ende der Rehabilitation erhoben und ausgewertet. Hauptzielgröße ist die Return to Work Quote 12 Monate nach Abschluss der Rehabilitation. Auf der Grundlage der Studienergebnisse ist es möglich, ein differenziertes Bild der Leistungserbringung und Wirksamkeit beruflich orientierter Konzepte in der neurologischen Rehabilitation aufzuzeigen. Daraus lassen sich für die Zukunft passgenaue(re) beruflich-orientierte Konzepte etablieren.

Beginn und Ende des Projekts: 12/2020 bis 11/2023

Involvierte Kliniken: An-Institut Magdeburg

Verantwortliche*r in den Kliniken: Dr. Juliane Lamprecht

Kooperationspartner*innenMS Register der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft

Finanzierung: Deutsche Rentenversicherung Bund

Kurze inhaltliche Beschreibung
Trotz der zahlreichen Einschränkungen und dem frühen Erkrankungsalter nehmen entsprechend der Statistik der Deutschen Rentenversicherung nur wenige Betroffene bei Multipler Sklerose eine medizinische Rehabilitation zum Erhalt der Teilhabe am Arbeitsleben in Anspruch, obwohl die meisten Symptome gut behandelt werden können. Bisher wurden vor allem krankheitsbezogene und soziodemografische Einflussfaktoren der Teilhabe am Arbeitsleben bei MS-Patienten untersucht. Umweltfaktoren blieben bislang unberücksichtigt. Zur Ausgestaltung geeigneter und frühzeitig ansetzender Interventionsansätze ist die Kenntnis relevanter Einflussfaktoren von großer Bedeutung und bedarf verschiedener Datenquellen. Einen besonderen Zugang zu objektiven krankheits- und versorgungsassoziierten Parametern ermöglicht das vom Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft e.V. (DMSG) gegründete Multiple-Sklerose Register (MS-Register). Aufbauend auf den bisher gewonnenen Ergebnissen aus dem MS-Register (Studienteil I), wird im Rahmen der im An-Institut geplanten quantitativen Befragung von MS Betroffenen mittels Fragebogen zusätzlich folgende Fragestellung adressiert (Studienteil II): Welche arbeitsplatz- und personbezogenenen Parameter beeinflussen die Teilhabe von MS-Patient*innen am Arbeitsleben in einem Beobachtungszeitraum von 12 Monaten?

Beginn und Ende der Studie: laufend (2020)

Verantwortliche*rInstitut für Sportwissenschaft, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg Prof. L. Schega, Dr. D. Hamacher, K.-C. Broscheid

Kooperationspartner: MEDIAN NRZ Magdeburg (Dr. Juliane Lamprecht)

Kurze inhaltliche Beschreibung: 
Die funktionelle Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) ist ein relativ neues, nicht invasives bildgebendes Verfahren zur Bestimmung der hämodynamischen Aktivität im Kortex. Aufgrund fehlender einheitlicher Protokolle für die Messung mit der fNIRS ist die Vergleichbarkeit zwischen bisherigen Studien eingeschränkt. Kernstück der hier durchzuführenden Studie ist der Vergleich unterschiedlicher Messprotokolle an Apoplex Patient*innen sowie einer gesunden Kontrollgruppe bei Verwendung eines Test-Retest Designs mit einem Intervall von mindestens 24 Stunden. Mithilfe der fNIRS wird dabei die Aktivität des präfrontalen Kortex untersucht. Dadurch können Kompensationsmechanismen bei Gangunsicherheiten erfasst werden. Diese sind bei Schlaganfallpatient*innen bei motorischen Aufgaben, besonders während komplexer Aufgaben wie Dual-Task Gehen, im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen signifikant erhöht. Die fNIRS könnte somit in Zukunft für die Überwachung des Therapieerfolges und der kortikalen Umstrukturierung bei Rehabilitationsmaßnahmen von Patient*innen mit Apoplex genutzt werden.

Beginn und Ende der Studie: laufend (2020)

Verantwortliche*r: UKE Hamburg-Eppendorf, Institut für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose, Prof. Heesen

Kooperationspartner: MEDIAN NRZ Magdeburg (Dr. Juliane Lamprecht)

Kurze inhaltliche Beschreibung:
 MS verläuft zu Beginn in etwa 85% der Fälle in Schüben. Die Schubtherapie umfasst in Deutschland meist eine stationäre, intravenöse (i.v.) Stoßtherapie mit hochdosiertem Kortison. Therapiestandard ist primär die hochdosierte GKS-Behandlung. Die Entscheidung zur ambulanten oder stationären Durchführung sollte in Abhängigkeit von der Schubschwere, den Komorbiditäten und der Verträglichkeit früherer Therapien erfolgen. Eine i.v. Applikation von GKS zur Schubtherapie ist der derzeit klinisch etablierte Standard. Das hier vorgestellte Projekt will untersuchen, ob ein webbasiertes Programm zum Schubmanagment den Umgang mit Schüben verändert. In der Studie werden in zwei Gruppen unterschiedliche Informationsstrategien zum Umgang mit Schüben verglichen. Die Zuordnung zu einer der Gruppen erfolgt zufällig (randomisiert). Die Patient*innen erhalten einen Zugangscode (Login) für eine Internetseite mit den Informationen und Schulungsmaterialien. Die Nutzung der Internetseite mit den Materialien ist für circa 5 Wochen angelegt. Zu Beginn der Studie und nach 12 Monaten erfolgen eine kurze ärztliche Untersuchung im MS-Zentrum, sowie eine umfangreichere Erhebung mit Fragebögen. Im Verlauf der Studie (maximal 2 Jahre) werden des Weiteren Fragebögen von den Patient*innen bearbeitet.

Beginn und Ende der Studie: Fortlaufend

Verantwortlich in der Klinik:
OÄ Dr.S. Friedenberger

Kooperationspartner/Studienleiter:
BSA, AG Kerndatensatz Rehabilitation, Dr.Ch. Dohle

Inhalt in Stichworten:
Datenerhebung zum klinischen Verlauf von Schlaganfallspatienten/innen

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