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Das Leben leben

Sicherheit gewinnen, Alltag stabil gestalten

Rehabilitation bei Epilepsie mit MEDIAN

In Deutschland sind rund 600.000 Menschen an Epilepsie erkrankt. Diese Erkrankung wirkt sich auf das zentrale Nervensystem aus. Je nachdem, welches Areal des Gehirns betroffen ist, äußert sich ein epileptischer Anfall unterschiedlich. Dabei können einzelne Muskeln, jedoch auch der gesamte Körper von Zuckungen bzw. Krämpfen betroffen sein. Einige Betroffene berichten ebenfalls von kurzzeitiger Bewusstlosigkeit. Epilepsie kann Menschen jeden Alters betreffen. Eine medizinische Reha unterstützt Betroffene gemäß ihren Möglichkeiten, ihr eigenes Leben zu gestalten.

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Sie in der Reha bei Epilepsie erreichen können

  • Bessere Anfallskontrolle durch medikamentöse Anpassung und individuelle Therapiepläne
  • Förderung der körperlichen und kognitiven Leistungsfähigkeit, um sicher und aktiv am Leben teilzunehmen
  • Erlernen von Strategien im Umgang mit Anfällen, um Risiken zu minimieren und Sicherheit zu gewinnen
  • Psychosoziale Unterstützung, um Selbstbewusstsein zu stärken und Ängste zu reduzieren
  • Berufliche und soziale Wiedereingliederung, um den Alltag trotz Epilepsie selbstbestimmt zu gestalten

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha bei Epilepsie

Während Ihrer Reha in einer neurologischen Klinik erwartet Sie ein interdisziplinäres Behandlungskonzept, das auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist:

Unsere Therapieangebote im Überblick

Unsere erfahrenen Therapeuten und Ärzte arbeiten gemeinsam daran, Ihre Mobilität und Lebensqualität zu verbessern. Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung der angebotenen Behandlungsbausteine:

Physiotherapie

Spezifische Bewegungsübungen verbessern Koordination, Gleichgewicht und Muskelkraft, um die Mobilität im Alltag zu fördern.

Ergotherapie

Individuelles Training für den Alltag, darunter Übungen zur Feinmotorik, Gedächtnistraining und Hilfsmittel­beratung zur Förderung der Selbstständigkeit.

Sozialberatung

Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen, beruflicher Wiedereingliederung und Hilfsmittelversorgung, um Ihnen eine sichere und selbstständige Zukunft zu ermöglichen.

Ärztliche Betreuung

Regelmäßige ärztliche Kontakte und diagnostische Verfahren gewährleisten eine optimale Anpassung der Therapie an Ihre individuellen Bedürfnisse und fördern den Heilungsprozess.

Pflegerische Versorgung

Unser Pflegepersonal steht Ihnen mit fachlicher Kompetenz und Empathie zur Seite, hilft bei der Medikamenten­einnahme, fördert Ihre Selbstständigkeit, damit Sie nach dem Reha-Aufenthalt selbstbestimmt weiterleben können.

Psychotherapie und Beratung

Unterstützung beim Umgang mit Ängsten, Stress und psychischen Belastungen. Themen wie Selbstbewusstsein, soziale Teilhabe und Stigmatisierung stehen dabei im Fokus.

Ernährungsberatung

Individuelle Anpassungen der Ernährung, insbesondere für Patientinnen und Patienten, bei denen eine kohlenhydratarme, aber dafür fettreiche Ernährungsweise unterstützend wirken kann.

Medizinische Betreuung

Optimierung der medikamentösen Therapie und Anfallskontrolle. Im Rahmen der ärztlichen Visiten werden verschiedene krankheitsbedingte Probleme wie Stigmatisierung, Medikamenten-Compliance und ein gesunder Lebensstil gezielt thematisiert.

Neuropsychologie

Gezielte Tests und kognitive Trainings helfen, Gedächtnis-, Konzentrations- und Wahrnehmungsprobleme zu verbessern.

Schulungen und Aufklärung

Vermittlung von Wissen zur Erkrankung, Anfallserkennung, Medikamenten­einnahme und einem gesunden Lebensstil.

Ablauf der neurologischen Rehabilitation bei MEDIAN

Der Ablauf Ihrer neurologischen Rehabilitation bei MEDIAN ist strukturiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Ärztliche Aufnahme und individuelle Zielsetzung

Zu Beginn steht eine umfassende ärztliche Aufnahmeuntersuchung. Dabei werden Ihre persönlichen Therapieziele festgelegt und ein individueller Behandlungsplan erstellt. Ergänzend untersuchen die Therapeutinnen und Therapeuten Ihre spezifischen Bedarfe.

Therapieablauf und Klinikalltag

Tagsüber nehmen Sie an 3 bis 5 Therapieeinheiten pro Tag teil (30–60 Minuten je Einheit). Ausreichende Pausen sorgen für Erholung. Alle Therapien werden regelmäßig überprüft und an Ihre Fortschritte angepasst. Auch Freizeit und Entspannung kommen nicht zu kurz: Sie können die vielfältigen Angebote der MEDIAN Einrichtungen nutzen.

Abschluss und Nachsorge

Regelmäßige ärztliche Visiten und wöchentliche interdisziplinäre Teamsitzungen sichern Ihre bestmögliche Behandlung. Am Ende der Reha erfolgt eine Abschlussuntersuchung mit Empfehlungen für den Alltag sowie Hinweisen zu möglichen Anschlussmaßnahmen.

Verstehen, erkennen, behandeln

Epilepsie verstehen: Ursachen, Risiken, Symptome und Folgen

Ursachen und Auslöser

Bestimmte Faktoren und Situationen können das Risiko für einen epileptischen Anfall erhöhen. Dazu gehören:

  • Schlafmangel

  • geringe Sauerstoffzufuhr

  • übermäßige körperliche Anstrengung

  • plötzlicher Wechsel zwischen hell und dunkel

  • Hyperventilation

Symptome

Wie erkenne ich einen epileptischen Anfall

Epilepsie äußert sich durch unterschiedliche Anfallsformen. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • plötzlicher Bewusstseinsverlust oder Verwirrtheit
  • Muskelzuckungen oder Krampfanfälle
  • unkontrollierte Bewegungen oder Zuckungen einzelner Körperbereiche
  • Sinnesstörungen oder ungewöhnliche Empfindungen
  • veränderte Wahrnehmung oder automatisierte Bewegungen

Diagnose

  • Anamnese

    Erfassen der Krankheitsgeschichte und Anfallsbeschreibung

  • EEG (Elektroenzephalographie):

    misst die Hirnaktivität zur Identifikation epileptischer Muster

  • Bildgebende Verfahren

    MRT (Magnetresonanztomographie) und CT (Computertomographie) können strukturelle Veränderungen im Gehirn aufzeigen

Folgen und Prävention

Bei Epilepsie entstehen nicht nur körperliche bzw. gesundheitliche Probleme, sondern auch psychische und soziale Herausforderungen, die nicht nur von der Anfallsfrequenz abhängig sind.

Folgen

  • unmittelbare Anfallsfolgen (abhängig von der Anfallssemiologie)
  • Medikamentennebenwirkungen
  • Epilepsieassoziierte psychische Störungen (z. B. unzureichende Krankheitsverarbeitung, Antriebsstörung, Angstzustände usw.)
  • gesellschaftliche Vorurteile bzw. Desinformation
  • rechtliche Einschränkungen
  • zusätzliche körperliche oder neurologische Beeinträchtigungen
  • mangelndes Wissen von Betroffenen und Angehörigen sowie Schwierigkeiten bei einer angepassten Lebensführung oder ein adäquates Krankheitsmanagement einzuhalten

Prävention

Ein strukturierter Lebensstil ist besonders wirksam, um erneuten epileptischen Anfällen vorzubeugen. Wichtige Maßnahmen sind:

  • Ein gesunder Schlaf-Wach-Rhythmus, insbesondere die Vermeidung von Schlafentzug
  • Regelmäßige und konsequente Einnahme der Medikamente
  • Verzicht auf Alkohol
  • Effektive Stressbewältigung

Unsere neurologischen Rehabilitationskliniken bei Epilepsie

Erfahren Sie mehr über unsere spezialisierten Kliniken für die Rehabilitation bei Epilepsie und finden Sie den passenden Standort in Ihrer Nähe.