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Das Leben leben

Neue Perspektiven nach dem Schlaganfall

Rehabilitation nach einem Schlaganfall mit MEDIAN

Ein Schlaganfall ist eine akute Erkrankung, bei der die Blutversorgung eines Teils des Gehirns gestört wird, was erhebliche Auswirkungen auf die körperliche, geistige und emotionale Gesundheit haben kann. Bei MEDIAN bieten wir eine maßgeschneiderte Rehabilitation, die Ihre Genesung nach dem Schlaganfall fördert. Unsere Reha-Maßnahmen helfen Ihnen, Ihre Selbstständigkeit zurückzugewinnen, Ihre Aktivität zu steigern und wieder voll am Leben teilzuhaben.

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Sie mit der Reha nach einem Schlaganfall erreichen können

Das Ziel der Rehabilitation nach einem Schlaganfall ist es, Ihre Lebensqualität zu verbessern und Sie aktiv dabei zu unterstützen, Ihren Alltag wieder selbstständig zu gestalten. Wir konzentrieren uns dabei auf Ihre individuellen Zielen und helfen Ihnen, alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Kochen oder Treppensteigen wieder eigenständig zu bewältigen. Während der Reha lernen Sie, mit körperlichen und geistigen Einschränkungen umzugehen und Ihre Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen zurückzugewinnen. 

Qualität im Fokus

Darum neurologische Reha bei MEDIAN

31 %

Steigerung der Gehfähigkeit zeigten Patientinnen und Patienten während ihres Aufenthalts in Phase C, gemessen von der Aufnahme bis zur Entlassung.
 

Quelle

96

von 100 Qualitätspunkten erreichte der Therapiestandard „Schlaganfall“  in der Phase D im Jahr 2024.

Quelle

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha nach Schlaganfall

Die Rehabilitation nach einem Schlaganfall bei MEDIAN wird individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt. Unser Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre körperlichen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten zurückzugewinnen und Ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern. Besonders wichtig ist uns, dass Sie Vertrauen in sich selbst aufbauen und so viel Selbstständigkeit wie möglich in Ihrem Alltag wiedererlangen.

Wiedererlangung der Alltagskompetenz

Therapiebausteine

Die Auswirkungen eines Schlaganfalls auf den Alltag hängen nicht nur von der Schwere der Beeinträchtigung ab. Durch den gezielten Einsatz von Hilfsmitteln (z. B. Haltegriffen) und Techniken (z. B. Lagewechselmethoden) lässt sich eine weitgehende Unabhängigkeit bei alltäglichen Aufgaben erreichen. Dieses Training beginnt frühzeitig und wird kontinuierlich fortgesetzt, um auch nach weiteren Fortschritten eine ständige Verbesserung sicherzustellen. Zudem bieten wir Schulungen zu Ernährung und Bewegung an, um Ihre Genesung nachhaltig zu fördern. Unser Team aus therapeutischem Fachpersonal, Pflegekräften sowie Ärztinnen und Ärzten arbeitet zusammen, um die bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten.

Physiotherapie

Diese Therapie ist besonders wichtig, um die Beweglichkeit zu verbessern und körperliche Einschränkungen, wie Lähmungen oder Koordinationsstörungen, zu verringern. Die Physiotherapie hilft Ihnen, gezielt Muskeln zu stärken, die nach dem Schlaganfall geschwächt sind, und Ihre Bewegungsfähigkeiten schrittweise zu verbessern. Sie werden Übungen zur Wiederherstellung von Gleichgewicht und Gangkoordination durchführen.

Ergotherapie

In der Ergotherapie arbeiten wir mit Ihnen an der Wiedererlangung der Fähigkeit, alltägliche Aufgaben wie Ankleiden, Kochen oder Einkaufen zu bewältigen. Dabei werden sowohl feinmotorische Fähigkeiten als auch die Koordination zwischen Hand und Auge trainiert. Der Fokus liegt auf der Verbesserung Ihrer Selbstständigkeit im täglichen Leben.

Logopädie

Bei Sprach- und Schluckstörungen, die nach einem Schlaganfall häufig auftreten, hilft die Logopädie, sowohl die Sprachfähigkeit als auch die Fähigkeit, sicher zu schlucken, zu verbessern. Sie lernen, Sprechen, Lesen und Schreiben wieder gezielt einzusetzen und Übungen zur Stärkung der Muskulatur im Mund- und Rachenraum.

Neuropsychologische Therapie

Schlaganfallpatientinnen und Schlaganfallpatienten erleben oft kognitive Beeinträchtigungen wie Gedächtnisprobleme, Konzentrationsstörungen oder Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung. Die neuropsychologische Therapie zielt darauf ab, diese Funktionen zu verbessern, durch gezielte Gedächtnisübungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationstrainings sowie die Wiederherstellung von Problemlösungsfähigkeiten.

Psychologische Unterstützung

Der Schlaganfall kann auch starke emotionale Belastungen mit sich bringen. Angst, Depression und Frustration sind häufige Begleiterscheinungen. Unsere Psychologinnen und Psychologen unterstützen Sie dabei, mit den emotionalen Herausforderungen umzugehen und helfen Ihnen, Ihre neue Lebenssituation anzunehmen und positive Perspektiven zu entwickeln.

Ernährungsberatung

Eine ausgewogene Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Schlaganfallrehabilitation. Wir beraten Sie, wie Sie Ihre Ernährung anpassen können, um Ihre Gesundheit zu fördern und Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes zu kontrollieren. Eine gesunde Ernährung unterstützt den Heilungsprozess und verbessert Ihre körperliche Leistungsfähigkeit.

Stressmanagement und Entspannungstechniken

Stress kann den Heilungsprozess nach einem Schlaganfall negativ beeinflussen. Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen oder progressive Muskelrelaxation können helfen, den Stress zu reduzieren und Ihre emotionale Stabilität zu fördern.

Psychosoziale Unterstützung

Psychologische und pädagogische Angebote fördern die seelische Stabilität, soziale Kompetenz und den Umgang mit Krisensituationen. Dazu gehören:

  • Training sozialer und kommunikativer Fähigkeiten sowie lebenspraktischer Fertigkeiten
  • Unterstützung bei der Verarbeitung von Krankheit und Behinderung
  • Aktivierung von Selbsthilfepotenzialen und Beratung von Angehörigen
  • Vermittlung zu Selbsthilfegruppen und örtlichen Beratungsstellen

Sozialdienst Beratung

Unser Sozialdienst-Team steht Ihnen mit individueller Beratung zur Seite und arbeitet eng mit dem interdisziplinären Team zusammen. Durch frühzeitige, gezielte Unterstützung für Patientinnen, Patienten und deren Angehörige sichern wir den langfristigen Erfolg Ihrer Rehabilitation.

Ablauf der neurologischen Rehabilitation bei MEDIAN

Der Ablauf Ihrer neurologischen Rehabilitation bei MEDIAN ist strukturiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Ärztliche Aufnahme und individuelle Zielsetzung

Zu Beginn steht eine umfassende ärztliche Aufnahmeuntersuchung. Dabei werden Ihre persönlichen Therapieziele festgelegt und ein individueller Behandlungsplan erstellt. Ergänzend untersuchen die Therapeutinnen und Therapeuten Ihre spezifischen Bedarfe.

Therapieablauf und Klinikalltag

Tagsüber nehmen Sie an 3 bis 5 Therapieeinheiten pro Tag teil (30–60 Minuten je Einheit). Ausreichende Pausen sorgen für Erholung. Alle Therapien werden regelmäßig überprüft und an Ihre Fortschritte angepasst. Auch Freizeit und Entspannung kommen nicht zu kurz: Sie können die vielfältigen Angebote der MEDIAN Einrichtungen nutzen.

Abschluss und Nachsorge

Regelmäßige ärztliche Visiten und wöchentliche interdisziplinäre Teamsitzungen sichern Ihre bestmögliche Behandlung. Am Ende der Reha erfolgt eine Abschlussuntersuchung mit Empfehlungen für den Alltag sowie Hinweisen zu möglichen Anschlussmaßnahmen.

Verstehen, erkennen, behandeln

Schlaganfall verstehen: Ursachen, Risiken, Symptome und Folgen

Ursachen

Ein Schlaganfall tritt auf, wenn die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird, was zu einem Sauerstoffmangel und Schäden an den Nervenzellen führt. Die Ursachen lassen sich in zwei Hauptarten unterteilen:

  • Blutgerinnsel (ischämischer Schlaganfall)

    In etwa 80 % der Fälle wird ein Schlaganfall durch ein Blutgerinnsel verursacht, das ein Blutgefäß im Gehirn verstopft. Dies kann entweder durch ein Gerinnsel entstehen, das sich direkt im Gehirn bildet (Thrombose), oder durch ein Gerinnsel, das aus anderen Körperregionen, z. B. dem Herzen, ins Gehirn wandert (Embolie).

  • Hirnblutung (hämorrhagischer Schlaganfall)

    Bei etwa 20 % der Schlaganfälle reißt ein Blutgefäß im Gehirn, was zu einer Hirnblutung führt. Dies kann durch hohen Blutdruck oder Gefäßmissbildungen begünstigt werden.

Risikofaktoren

Viele dieser Risikofaktoren lassen sich durch einen gesunden Lebensstil positiv beeinflussen. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Nikotin und die Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker tragen dazu bei, das Risiko für einen Schlaganfall deutlich zu senken. Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall erheblich:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)

    Der wichtigste Risikofaktor, da er die Gefäßwände langfristig schädigt und das Risiko für Gefäßverschlüsse oder Blutungen erhöht.

  • Diabetes mellitus

    Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel führt zu Schäden an den Blutgefäßen, wodurch sich leichter Ablagerungen (Plaques) bilden können.

  • Hoher Cholesterinspiegel

    Erhöhte Blutfettwerte begünstigen die Entstehung von Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), die wiederum zu Verengungen oder Verschlüssen der Blutgefäße führen kann.

  • Rauchen

    Schadstoffe im Tabak beschleunigen Gefäßverkalkung und erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Blutgerinnsel.

  • Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung

    Diese Faktoren tragen zur Entstehung von Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes bei, was das Schlaganfallrisiko weiter steigert.

Symptome eines Schlaganfalls

Ein Schlaganfall tritt meist plötzlich auf und äußert sich durch deutliche neurologische Ausfälle. Diese Symptome sind oft plötzlich und sehr ausgeprägt. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich oder einer anderen Person bemerken, ist es wichtig, sofort ärztliche Hilfe zu suchen, da schnelle Behandlung entscheidend ist, um die Folgen eines Schlaganfalls zu minimieren.

  • Lähmungen oder Schwäche: häufig kommt es zu plötzlichen Lähmungen oder einer Schwächung auf einer Körperseite, meist im Gesicht, Arm oder Bein. Dies kann die Bewegungsfähigkeit erheblich einschränken.
  • Koordinationsstörungen: Unsicherheit beim Gehen oder bei alltäglichen Aufgaben, Schwierigkeiten bei gezielten Bewegungen oder ein starkes Schwindelgefühl können auftreten.
  • Sprachstörungen Schwierigkeiten beim Sprechen, undeutliche Aussprache oder Probleme, Gesprochenes zu verstehen.
  • Sehstörungen: Ein Schlaganfall kann zu Sehstörungen wie plötzlichem Verlust des Sehvermögens auf einem Auge oder in einem Teil des Gesichtsfeldes führen. Doppelbilder sind ebenfalls möglich.
  • Starker Schwindel und Gleichgewichtsstörungen: Betroffene können das Gleichgewicht verlieren oder sich orientierungslos fühlen, was das Sturzrisiko erhöht.

Diagnose

Eine schnelle Diagnose ist entscheidend, da die Art des Schlaganfalls die Wahl der Therapie bestimmt. Um den Schlaganfalltyp und das betroffene Hirnareal genau zu bestimmen, werden bildgebende Verfahren eingesetzt:

  • Magnetresonanztomografie (MRT)

    liefert detaillierte Bilder des Gehirns und hilft, auch kleinere Schlaganfälle zu erkennen.

  • Computertomografie (CT)

    zeigt schnell, ob eine Hirnblutung vorliegt

Folgen

Ein Schlaganfall kann vielfältige Auswirkungen haben, die sowohl körperliche als auch kognitive Funktionen betreffen. Die Rehabilitation spielt eine entscheidende Rolle dabei, diese Folgen zu lindern und die Selbstständigkeit der Betroffenen wiederherzustellen.

Lähmungen (Paresen)

Schädigungen des Gehirns oder Rückenmarks führen oft zu motorischen Einschränkungen. Lähmungen der Arme und Hände erschweren das Greifen und Manipulieren von Gegenständen, während Beeinträchtigungen der Beine häufig die Geh- und Standfähigkeit einschränken. Die Rehabilitation zielt darauf ab, durch wiederholtes, aufgabenorientiertes Üben die motorischen Fähigkeiten bestmöglich wiederherzustellen. Dabei kommt die Erfahrung eines interdisziplinären Teams aus Physiotherapie, Ergotherapie und Pflege zum Einsatz.

Störungen des Muskeltonus (Spastik)

Auch ohne Lähmungen kann eine überhöhte Muskelspannung (Spastik) Bewegungen erschweren oder Fehlstellungen hervorrufen. Hier helfen physiotherapeutische Maßnahmen und medikamentöse Therapien wie Botulinumtoxin-Injektionen oder die Implantation einer Medikamentenpumpe.

Sprach- und Sprechstörungen

Schwierigkeiten beim Verstehen oder Produzieren von Sprache werden durch gezielte Sprachtherapie behandelt, die auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt ist.

Schluckstörungen

Störungen beim Schlucken können zu Komplikationen wie Lungenentzündungen führen. Die Therapie umfasst Schlucktraining, Ernährungsanpassungen oder – falls nötig – die vorübergehende Anlage einer Ernährungssonde.

Störungen der Stimmung und des Antriebs

Nach einem Schlaganfall treten häufig depressive Verstimmungen oder Antriebslosigkeit auf. Diese werden durch interdisziplinäre Betreuung sowie moderne medikamentöse und psychologische Ansätze behandelt, was den Rehabilitationserfolg maßgeblich steigern kann.

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen

Kognitive Defizite können die Verarbeitung und Speicherung von Informationen erschweren. In der Neuropsychologie wird durch individuelles Training gezielt an der Wiederherstellung dieser Fähigkeiten gearbeitet.

Unsere Kliniken für Schlaganfall-Reha

Unsere Kliniken für neurologische Rehabilitation sind bestens ausgestattet, um Menschen nach einem Schlaganfall eine umfassende Behandlung mit individuell zugeschnittenen Therapien zu bieten. Mit unserer langjährigen Erfahrung in den spezialisierten Teams unterstützen wir Sie auf Ihrem Weg der Genesung.