Die Qualität unserer Leistungen und das wissenschaftliche Engagement unserer zahlreichen Experten spiegelt sich auch in der Vielzahl der Veröffentlichungen in unterschiedlichen Journals und Fachzeitschriften wieder. Verschaffen Sie sich einen Überblick und stöbern Sie in unserer Publikathek.
Nutzen Sie die Suche, um sich direkt Publikationen bestimmter Autoren oder Themen anzeigen zu lassen.
Comparison of cryoballoon and radiofrequency ablation of pulmonary veins in 40 patients with paroxysmal atrial fibrillation – a case-control study
Erscheinung:
/ Journal of Cardiovascular Electrophysiology
Diese Fall-Kontroll-Studie verglich bei 40 Patient*innen mit paroxysmalem Vorhofflimmern die Effektivität und Sicherheit der Pulmonalvenenisolation mittels Kryoballon-Technik gegenüber der konventionellen Radiofrequenzablation. Beide Verfahren zeigten vergleichbare Erfolgsraten (55 % bei Kryoballon- vs. 45 % bei RF-Ablation) sowie ähnliche Prozedur- und Fluoroskopiezeiten. Nach Kryoballon-Ablation traten drei Phrenikusparese-Fälle auf, die sich vollständig zurückbildeten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kryoballon-Ablation eine sichere und gleichwertige Alternative zur Radiofrequenzablation darstellt.
Mirror Therapy Promotes Recovery from Severe Hemiparesis: A Randomized Controlled Trial
Erscheinung:
/ Neurorehabilitation and Neural Repair
Background. Rehabilitation of the severely affected paretic arm after stroke represents a major challenge, especially in the presence of sensory impairment.
Objective. To evaluate the effect of a therapy that includes use of a mirror to simulate the affected upper extremity with the unaffected upper extremity early after stroke.
Methods. Thirty-six patients with severe hemiparesis because of a first-ever ischemic stroke in the territory of the middle cerebral artery were enrolled, no more than 8 weeks after the stroke. They completed a protocol of 6 weeks of additional therapy (30 minutes a day, 5 days a week), with random assignment to either mirror therapy (MT) or an equivalent control therapy (CT). The main outcome measures were the Fugl-Meyer subscores for the upper extremity, evaluated by independent raters through videotape. Patients also underwent functional and neuropsychological testing.
Results. In the subgroup of 25 patients with distal plegia at the beginning of the therapy, MT patients regained more distal function than CT patients. Furthermore, across all patients, MT improved recovery of surface sensibility. Neither of these effects depended on the side of the lesioned hemisphere. MT stimulated recovery from hemineglect.
Conclusions. MT early after stroke is a promising method to improve sensory and attentional deficits and to support motor recovery in a distal plegic limb.
Evaluation eines Modells der Integrierten Versorgung zur Behandlung von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen
Erscheinung:
/ Psychische Erkrankungen in der Lebensspanne
Autoren:
Borgart E.-J.
Malinowski V.
Meermann R.
Bone Mineral Density and Vitamin D Status in Female and Male Patients with Osteoarthritis of the Knee or Hip
Erscheinung:
/ European Surgical Research
Osteoporosis (OP), osteoarthritis (OA) and vitamin D deficiency are age-related disorders. We investigated the association between bone mineral density (BMD), vitamin D and OA in patients undergoing total hip or knee replacements. In total, 82 women and 35 men with mean ages of 70 and 68 years, respectively, were recruited for the study. The BMD of the lumbar spine and the proximal femur were measured by dual-energy X-ray absorptiometry. The vitamin D status was assessed by 25(OH)D levels, with a cut-off of <or=30 ng x ml(-1). In total, 84.7% of the patients had a vitamin D deficiency; 20% of the men had a T-score below -2.5; 23.2% of the women were affected by OP. Furthermore, 37.1 and 42.7% of the male and female patients, respectively, had osteopenia. We concluded that OP and osteopenia were not due to immobility. The average age, rather than the frequency of OP, in cases with OA of the hip or knee differed from the general population. The incidence of low BMD in the male cohort was notably higher than expected. We detected a high prevalence of vitamin D deficiency, independent of the BMD.
Tinnitus als ein nur für den Betroffenen subjektiv wahrnehmbares Geräusch kommt nicht nur in der Normalbevölkerung häufig vor, sondern auch bei schizophren erkrankten Patienten. Solche Patienten suchen in Verkennung ihrer schizophrenen Erkrankung bevorzugt einen Hausarzt oder HNO-Arzt auf, wenn sie ihre Symptomatik mit akustischen Halluzinationen als Tinnitus fehldeuten. Umgekehrt kann es bei bereits schizophren Erkrankten dazu kommen, dass ein neu aufgetretener Tinnitus als akustische Halluzination verkannt wird und eher neuroleptisch statt symptomorientiert behandelt wird. Ziel der Arbeit ist es, Behandlungsansätze und Kriterien zur Unterscheidung zwischen den bei Schizophrenien häufig vorkommenden akustischen Halluzinationen und den davon abgrenzbaren Konstellationen bei Tinnitus aufzuzeigen.
Patienten/Methoden
Zwischen 10/1999 und 10/2004 wurden 31 [17 m. (55%), 14 w. (45%)] schizophren vorerkrankte Patienten von 29–60 Jahren (Durchschnitt: 44 Jahre) mit Tinnitus psychiatrisch und neurootologisch untersucht. Davon wurden 11 primär wegen Tinnitus in einer neurootologisch-psychotherapeutischen Klinik behandelt, 11 stationär psychiatrisch und 9 in einer psychiatrischen Tagesklinik.
Ergebisse
Tinnitus lässt sich audiometrisch und anamnestisch von akustischen Halluzinationen unterscheiden. Anders als bei akustischen Halluzinationen kann die Tinnitusfrequenz reproduzierbar meist dem größten Hörverlust, zumeist im Hochtonbereich, zugeordnet werden. Die mittlere Tinnitusverdeckbarkeit betrug 9,3 dB, maximal aber 15 dB über der Hörschwelle. Sechs Patienten (19%) waren normalhörend, bei 10 (32%) lag eine unilaterale und bei 15 ein bilaterale Hörminderung vor. Ein Hörgerät war bei 14 Patienten indiziert und wurde in 5 Fällen dauerhaft akzeptiert.
Fazit
Bei prinzipiell gleicher Therapie wie bei nicht psychotisch erkrankten Tinnituspatienten sollten die oft notwendige medikamentöse Behandlung ebenso wie die psychoedukativen Elemente hinsichtlich der Schizophrenie durch psychiatrische Fachkollegen geleistet werden.
Der Konsum von Methamphetamin (Crystal) ist in Deutschland regional sehr unterschiedlich verbreitet. Als Schwerpunkte gelten Gebiete nahe der tschechischen Grenze. Aber auch in diesen Regionen dürften sich Betroffene nur selten primär wegen ihres Methamphetaminkonsums an niedergelassene Nervenärzte oder Psychiater wenden. Kollegen dieser Fachrichtungen werden dennoch verstärkt mit der Thematik konfrontiert, da der Konsum von Crystal andere psychiatrische Krankheitsbilder auslöst oder in deren Verlauf komplizierend auftritt. Der aktuelle medizinische Kenntnisstand zu methamphetaminbezogenen Störungen ist in der 2016 erschienenen S3-Leitlinie zusammengefasst.