Training sozialer Kompetenzen
Die Gruppe wird einmal wöchentlich über einen Zeitraum von drei Monaten angeboten. Es können bis zu zehn KlientInnen teilnehmen.
Das Leben leben
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Zum KarriereportalWiederherstellung der Fähigkeit zur Teilhabe am sozialen Leben
Das Leistungsangebot im MEDIAN Therapiezentrum Ravensruh zielt darauf ab, sowohl das problematische Suchtmittelkonsumverhalten und die damit verbundenen negativen Konsequenzen als auch weitere mit der Abhängigkeit verbundene komorbide oder davon unabhängige psychische Störungen und körperliche Erkrankungen zu modifizieren und durch ressourcen- und kompetenzorientiertes Verhalten zu ersetzen. Hierdurch soll die Lebensfähigkeit und die soziale Reintegration der Betroffenen gesichert und gegebenenfalls die Erwerbsfähigkeit der Patienten wiederhergestellt werden. Der Rahmen der Maßnahme zielt auf Suchtmittelabstinenz, die Förderung eigenverantwortlicher und selbständiger Lebensführung ab.
Die soziale Rehabilitation und Reintegration wird als Behandlungsmaßnahme mit dem primären Ziel verstanden, die Folgen einer chronischen Erkrankung zu bessern, um den Betroffenen einen ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Platz im sozialen Leben zu sichern.
Die Entscheidungsfindung und Entscheidungsabsicherung (Ziel-Abklärungs-Prozess) sehen wir als wesentlichen Bestandteil des Leistungsangebotes für Suchtmittelabhängige, da selbsterarbeitete Ziele in hohem Maß verhaltenswirksam sind.
Wir arbeiten im Rahmen des SGB XII §§ 53, 54 in Verbindung mit dem SGB IX und XII §§ 55, 56.
(im Rahmen des Antragsverfahrens)
für Leistungen und die Zusage der Grundsicherung für die Kosten der Unterbringung (KDU)
Für die pflegerische Betreuung stehen während der Dienstzeiten Mitarbeiter der Krankenpflege zur Verfügung. Diese arbeiten eng mit den niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern der Region zusammen. Alle Bewohner unterziehen sich während der Anfangsphase der Behandlung einer umfassenden ärztlichen Untersuchung. Die Bewohner werden partiell bei den Arztbesuchen begleitet. Die Koordination der Termine, die Absprache mit kooperierenden Ärzten und medizinischen Einrichtungen (u. a. auch physiotherapeutischen Praxen, Sprachtherapie) sowie die Überprüfung der Termineinhaltung wird durch das Krankenpflegepersonal gewährleistet. Auch die Sicherstellung der Medikamenteneinnahme, die Durchführung der ärztlichen Verordnungen und der basisdiagnostischen Maßnahmen (Gewichtskontrolle, Kontrolle des Blutdrucks und des Blutzuckers) erfolgt durch die Krankenpflege. Durch die Anwesenheit von geschulten Mitarbeitern rund um die Uhr ist die erste Hilfe sowie die Krisenintervention gesichert.
Zu den suchtspezifischen Behandlungselementen im engeren Sinn gehört die Einzel- und gruppentherapeutische Betreuung durch Psychologen und Sozialtherapeuten. Alle suchtspezifischen Therapieelemente sind darauf ausgerichtet. Die psychiatrische Behandlung ist durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Sana Hanseklinikum Wismar gewährleistet. Visiten von den Fachärzten werden 2x wöchentlich vor Ort vorgehalten. Unserer examinierten Krankenschwestern sind zusätzlich in der Akupunktur ausgebildet und wenden diese Methode bei Bedarf an.
Ziel ist die Erhaltung oder Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens:
Ein weiteres wichtiges Leitprinzip ist das handlungs- und lösungsorientierte Vorgehen auf der Basis verhaltenstherapeutischer Überlegungen. Inhalte der Gruppengespräche sind:
Wöchentlich findet die so genannte Indikativgruppe („Warnsignalgruppe“) zum Thema Psychosen unter ärztlicher und psychologischer Anleitung statt.
Der Ausdruck „Psychoedukation“ bedeutet, dass es um eine Wissensvermittlung im Bereich psychischer Themen geht. Dementsprechend ist das grundlegende Ziel der Psychoedukation zum Thema Psychosen, dass Betroffene sich unter fachlicher Anleitung thematisch vertieft mit ihrer psychischen Erkrankung, also mit ihren Psychosen, auseinandersetzen. Ein wichtiger Schwerpunkt dieser Gruppe besteht für die Betroffenen auch in dem Erkennen persönlicher Frühwarnsymptome, um entsprechend dieser Warnsignale persönliche Gegenstrategien entwickeln zu lernen und dadurch möglicherweise eine drohende akute Psychose zu vermeiden bzw. abzuschwächen.
In zwölf thematisch aufeinander aufbauenden Gruppensitzungen werden insbesondere folgende Themenschwerpunkte gemeinsam besprochen und mit Hilfe von Literatur auch nachbereitet:
Um mit Belastungen, die gehäuft vor Psychosen auftreten, besser umgehen zu können, wird neben der Vermittlung von Methoden zur Stressbewältigung auch auf die Möglichkeiten professioneller Hilfeleistungen und ambulanten Hilfsangeboten hingewiesen. Diese angeführten Themen verstehen sich zunächst einmal nur als ein Auszug der vielfältigen Frage- und Problemstellungen, die um den Bereich Psychose entstehen können. Sofern sich auf Wunsch der Betroffenen noch zusätzliche, zum Themenbereich zugehörige Themen ergeben, wird im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten versucht, auch diese zu berücksichtigen.
Neben der reinen Wissensvermittlung ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Gruppe auch die subjektive Perspektive der Betroffenen, indem es ausdrücklich erwünscht ist, dass die Betroffenen, angeregt durch die thematisch-fachliche Vermittlung in gemeinsamen Austausch über ihr Psychoseerleben und die Bewältigung dessen gelangen.
Zusammengefasst versteht sich die Psychoedukativgruppe zum Thema „Psychose“ bei den Doppeldiagnosebewohnern also als eine Gruppe, die zum Ziel hat, Betroffene als Fachleute für ihre eigene Erkrankung herauszubilden und gleichzeitig einen Austausch mit anderen Betroffenen zu ermöglichen.
Indikative Gruppen bieten spezielle Förderung und Unterstützung für Bewohner mit entsprechendem Bedarf oder Defiziten. Die Entscheidung für die Teilnahme an einem indikativen Angebot wird vom Bewohner und dem Bezugstherapeuten gemeinsam getroffen.
Ziel dieser Angebote ist es, Betroffenen ein gezieltes und auf ihre Schwierigkeiten zugeschnittenes Betreuungsangebot anzubieten. Die indikativen Angebote werden meist als geschlossene Gruppen geführt, da ihre Inhalte einem bestimmten Aufbau folgen. Einige Angebote werden als kontinuierliche Betreuungsmaßnahmen angeboten. Die Gruppen finden meist wöchentlich statt, einzelne Gruppen tagen in kürzeren oder längeren Abständen.
Die Leitung erfolgt durch die Sozialtherapeuten oder durch andere qualifizierte Mitarbeiter.
Die Entwicklung von Änderungskompetenz, wie sie sich in den Teilzielen ausdrückt, ist in hohem Maße mit einem vorausgehenden Entscheidungsprozess verbunden, damit ist eine ausreichende Änderungsbereitschaft Grundlage für die Realisierung selbstentwickelter und von Leistungsträgern vorgegebener Ziele. Aus heutiger Sicht ist die Aufrechterhaltung von Abstinenz bei Suchtmittelabhängigen eine wichtige Grundlage zur dauerhaften körperlichen und psychischen Gesundheit sowie zur sozialen Stabilität.
Substitution hat sich seit über viele Jahren in Deutschland zunehmend etabliert und erfolgt auf gesetzlicher Grundlage der BtmVV. Mittlerweile liegen eigene 30jährige positive Erfahrungen mit diesem Angebot vor.
Seit dem 01.05.18 substituieren wir ausschließlich mit Obergrenzen 6ml Polamidon / 16mg Subutex/ Buprenorphin
Ziel ist es dabei zunächst eine Wiederteilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen, und in einem zweiten Schritt eine (Re)-Integration in die Arbeitswelt zu erreichen.
Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach dem individuellen Hilfebedarf der Bewohner. Abhängig von der individuellen Situation der Bewohner können kürzere oder längere Aufenthaltszeiten sinnvoll sein bzw. werden vom Kostenträger vorgegeben. Die Festlegung der konkreten Entlassung wird in den regelmäßigen Visiten und Fallsupervisionen gemeinsam mit dem Bewohnern, dem Bezugstherapeuten und dem Sozialarbeiter unter Bewertung der Erreichung der Ziele des Hilfeplans erarbeitet und festgelegt.
Die Aufenthaltsdauer ist individuell und richtet sich nach den Bedürfnissen unserer Bewohner. Diese können sein, entweder Vorsorge im Sinne einer Übergangseinrichtung, bis zum Beginn einer klassischen Entwöhnungsbehandlung oder Nachsorge, d.h. auf eine in einer anderen Einrichtung erfolgte Behandlung folgend. Im Rahmen der Vorsorge dauert der Aufenthalt in der Regel 1-6 Monate. Ist der Schwerpunkt die Nachsorge, so ist der Rahmen nach den individuellen Erfordernissen mit dem Leistungsträger abzustimmen, die Aufenthaltsdauer kann dabei 3-24 Monate oder länger betragen.
Jeder Bewohner hat einen individuellen Entwicklungsstand und individuelle Ziele für seine Zukunft. Das Modell der Entwicklungsphasen dient den Bewohnern wie den Bezugstherapeuten zur Klärung des Entwicklungstandes und dessen Vermittlung. So wird es mit diesem Modell einfacher einzuschätzen, wo sich jemand befindet und wo er hin will. Zudem wird auch transparent, was in welcher Phase hilfreich ist und was nicht. Zuerst soll der Bewohner sich selbst bezüglich der Phasen einschätzen, um dann therapeutische Rückmeldung zu bekommen. Bei sich überschätzenden Bewohnern kann anhand des Phasen-Modells die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit veranschaulicht und daraus resultierende Entwicklungsblockaden identifiziert und bearbeitet werden. Zum Erreichen einer Phase muss jede vorgeordnete Phase durchlaufen sein. Wird eine Phase übersprungen, ohne dass die Lern-Anforderungen erreicht wurden, werden Probleme in der weiteren Entwicklung auftreten.
Prüfung der Eingangsvoraussetzungen, u.a. Clean-Status, Aufnahmetag
Prüfung der Eingangsvoraussetzungen, u.a. Clean-Status, Aufnahmetag
08:00 - 16:30 Uhr
MEDIAN Therapiezentrum Ravensruh
Ravensruh 5
23992 Neukloster OT Ravensruh