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Das Leben leben

Somatoforme Störungen verstehen

Die Behandlung somatoformer Störungen in der 
MEDIAN Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim

Als somatoforme Störungen bezeichnet man hartnäckige, oft beunruhigende oder quälende Körpersymptome, für die Ärzte trotz intensiver Diagnostik keine ausreichend erklärende körperliche Ursache finden können. Oft stehen die Beschwerden und Symptome einer Somatisierungsstörung in Verbindung mit Lebensschwierigkeiten, Konflikten oder emotionalen Belastungen, die nicht auf Anhieb durchschaubar sind.

Die Symptome der somatoformen Schmerzstörung  können alle Körperteile und Körperfunktionen betreffen. Es kann sich dabei um Schmerzen handeln, Schwindel, Magen-, Darmprobleme, herzbezogene Symptome, Hautmissempfindungen, Harndrang usw. Häufig besteht dabei die Angst vor einer ernsthaften organischen Erkrankung, es stellen sich zudem Depressionen und/oder Erschöpfungsgefühle ein.

Bei einigen Patienten stehen chronische Schmerzen ganz im Vordergrund der Symptomatik. Diese können über den ganzen Körper verteilt sein und ebenfalls in Verbindung mit früheren oder aktuellen leidvollen Lebenserfahrungen stehen (z.B. bei der sogenannten Fibromyalgie). Umschriebene anhaltende Schmerzen können z.B. Rücken, Kopf, Gesicht oder einzelne Gelenke betreffen. Manchmal findet sich hier auch eine medizinische Ursache (alte Verletzungen, Medikamentenmissbrauch, chronische Muskelverspannungen, Gelenkverschleiß u.a.).

Chronische Schmerzen, die medikamentös nicht ausreichend zu behandeln sind, stellen eine große Herausforderung für betroffene Patienten dar, die oft hin- und hergerissen sind zwischen „Zusammenreißen“ und Durchhalten auf der einen Seite und Schonungsbedürfnis und Unverständnis der Umwelt auf der anderen Seite.

Therapieziele in der Behandlung von somatoformen Störungen

  • Entwicklung eines tragfähigen Krankheitsmodells, das Ursachenzusammenhänge und Lösungsmöglichkeiten plausibel macht
  • Bearbeitung von Belastungen im Hintergrund wie familiären oder beruflichen Problemen und Konflikten
  • Gelassener Umgang mit Körpermissempfindungen und Symptomen dort, wo keine absolute Kontrolle möglich ist
  • Herabsetzung der seelischen und körperlichen Grundanspannung
  • Gespür entwickeln für ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Belastung und Ruhe
  • Möglichst weitgehende Linderung der Beschwerden und Schmerzen
  • Förderung von Aktivität und Bewegung
  • Ggf. Klärung einer beruflichen Perspektive
  • Rückfallprophylaxe

Unser Behandlungskonzept

Im Vordergrund der Behandlung in unserer Psychosomatischen Reha-Klinik Bad Dürkheim steht die Ausarbeitung eines individuellen Behandlungskonzeptes, das die persönliche Lebenssituation und den besonderen Krankheitsverlauf im Einzelfall berücksichtigt. Es kommen zur Anwendung:

Fachärztliche Betreuung

ggf. medikamentös

Einzelpsychotherapie

durch versierte Ärzte und Psychologen

Psychoeduktive und übungsorientierte Psychosomatikgruppe

Gruppentherapien

zur Bearbeitung der Hintergrundproblematik oder Begleitsymptomatik (z.B. Bezugsgruppe, Depressionsgruppe)

Sport- und Bewegungstherapie

Entspannungstraining

Achtsamkeitstraining

Körperorientierte Maßnahmen

wie Atemtherapie oder Körpererfahrung

Physikalische Therapie und Krankengymnastik

Sozialberatung

Planung der Weiterbehandlung bzw. Nachsorge (z.B. ambulante Nachsorge, Selbsthilfegruppen, Rehabilitationsnachsorge)

Zum Aufbau arbeitsbezogener Fertigkeiten, zur Planung der Weiterbehandlung und ggf. einer beruflichen Reintegration bietet wir:

  • Belastungserprobungen in ergotherapeutischen Werkstätten
  • Unterstützung bei der Planung der Weiterbehandlung bzw. Nachsorge (z.B. ambulante Nachsorge, Selbsthilfegruppen, Rehabilitationsnachsorge)
  • Unterstützung bei der Planung einer beruflichen Wiedereingliederung durch unsere Sozialberatung/Soziotherapie

MEDIAN Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.