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Schlaganfallversorgung in der Covid-19 Pandemie

Am 10. Mai findet der bundesweite Tag gegen den Schlaganfall statt.

Neben dem erhöhten Risiko im Zuge eines schweren Krankheitsverlaufs durch Covid-19 einen Schlaganfall zu erleiden, weisen aktuelle Forschungsergebnisse darauf hin, dass durch die pandemisch bedingte Einsamkeit zusätzlich das Risiko für einen Schlaganfall erhöht sein kann. Bedingt durch Ängste, sich mit Covid-19 zu infizieren, haben viele Betroffene das Krankenhaus gemieden und wollten auch keine Rehabilitationsmaßnahme durchführen lassen. So haben sich im vergangenen Jahr in Westfalen-Lippe knapp neun Prozent weniger Menschen aufgrund eines Schlaganfalls als Notfall in eine Klinik begeben. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest.
Dadurch, dass im Rahmen der Covid-19 Pandemie auch zeitweise keine ambulante Therapie möglich war, kam die Versorgung zum Erliegen.

Doch wie ist die Lage für Schlaganfallpatienten wirklich?

Dazu gibt es neueste Studienergebnisse, die hoffnungsvoll stimmen. Gerade schwere Krankheitsverläufe brauchen in der Regel eine Anschlussrehabilitation. Oftmals verzögerte sich der Beginn der Reha, weil diese zunächst das Antragsverfahren bei dem zuständigen Kostenträger durchlaufen muss.
Um während der Covid-19 Pandemie nicht zwingend erforderliche Belegungen von Krankenhausbetten zu vermeiden, hatte das Bundesministerium für Gesundheit das Antragsverfahren für eine Anschlussrehabilitation zeitlich befristet bis zum 31.05.2020 ausgesetzt.

Wie hat sich das befristet geänderte Bewilligungsverfahren auf die Gesamtbehandlungsdauer und -ergebnisse ausgewirkt?

Die Studienverfasser fanden heraus, dass der Verzicht auf ein Rehaantragsverfahren die stationäre Gesamtverweildauer sogar verkürzte. Dabei verringerte sich der Krankenhausaufenthalt um 7 bis 10 Tage, während die Verweildauer in der Rehabilitationsklinik in beiden untersuchten Zeiträumen etwa gleich blieb. Die Komplikationsrate während der Reha war nicht erhöht, vielmehr wurde bei den schwer betroffenen Patienten eine bessere Funktionserholung beobachtet. Einen Grund dafür sehen die Autoren in der früher einsetzenden Mobilisation der Patienten.

Fazit: Sowohl im Krankenhaus als auch in der Rehaklinik funktionieren die Covid-19 Schutzmaßnahmen und je früher die Behandlung beginnt, umso besser das Ergebnis nach Schlaganfall.

Quelle:

COVID-19 zeigt Möglichkeiten für bessere Schlaganfallversorgung. Studer, B.; Roukens, R.; Happe, S.; Schmidt S.B.; Knecht, S. Dtsch Arztebl Int 2021; 118:346-7.

 

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