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Soziotherapie bei Abhängigkeitserkrankungen

Jeder, der unsere Hilfe in Anspruch nimmt, kommt mit seiner ganz individuellen Lebensgeschichte zu uns. Bei den meisten hat die langjährige Abhängigkeit deutliche Spuren hinterlassen. Alle haben im Laufe ihrer Suchterkrankung Einbußen in den verschiedenen Lebensbereichen erfahren. Viele haben die Fähigkeit zu einer selbstständigen Lebensführung verloren, und der Suchtmittelkonsum hat zu erheblichen Schädigungen im körperlichen, seelischen und sozialen Bereich geführt.

Unser ganzheitliches Behandlungskonzept beinhaltet die Unterstützung in all diesen Lebensbereichen. Dabei können die Intensität und der Inhalt der Unterstützung sehr unterschiedlich sein. Menschen, die in einer eigenen Wohnung leben und dies mit einer Unterstützung von wenigen Stunden in der Woche können, brauchen andere Hilfen als Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen nicht mehr alleine in einer Wohnung leben können.

Grundlage für unsere Arbeit ist ein individueller Hilfeplan. Dieser wird gemeinsam mit den von uns Betreuten entwickelt. Er geht von den individuellen Stärken und Schwächen aus und zielt auf eine größtmögliche Verselbstständigung und Lebenszufriedenheit für den Einzelnen ab.

Im Miteinander Sicherheit und Vertrauen gewinnen

In der Hausgemeinschaft, im Kontakt mit Mitarbeitern erfahren die durch uns betreuten Menschen Wertschätzung, Anerkennung mit ihren Beeinträchtigungen und Besonderheiten. Sie erfahren Gemeinschaft und lernen, was es bedeutet, mit anderen zusammenzuleben. Sie erfahren Sicherheit in gemeinsamen Ritualen und Regeln, lernen, dass jeder einen Beitrag zum gemeinsamen Leben erbringen muss und kann.

Sie lernen Erfahrungen zu teilen und bekommen Unterstützung bei häufig schwierigen Veränderungsprozessen.

Leben lernen ohne Suchtmittel

Wir schaffen in unserem Therapiezentrum ein Milieu, in dem es normal ist, dass der Alltag, der Jahreszyklus, das Gemeinschaftsleben ohne Alkohol und Drogen gestaltet wird. Eine Erfahrung, die viele seit Jahren nicht mehr kennen. Nun lernen sie, immer mehr Situationen und Probleme ohne Suchtmittel zu bewältigen.

Fördern ohne zu überfordern

Über einen individuellen Hilfeplan werden für jeden einzelnen Betreuten die unterstützenden Maßnahmen festgelegt. Dabei wird darauf geachtet, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten gefordert und gefördert wird. Eine Überforderung wird vermieden. Lernfelder sind hierbei die Bewältigung des Alltags und ein breit gefächertes Therapieangebot.

Soziotherapeutisches Wohnen

Haus Dondert bietet ein differenziertes therapeutisches Angebot. Im stationären Bereich gibt es Wohngruppen mit unterschiedlichen Betreuungsschwerpunkten.

  •  Heimgruppe

Die Heimgruppe ist die Grundform unseres Betreuungskonzeptes. Hier erfahren unsere Bewohner eine Gemeinschaft, in der sie eine stützende, fordernde und fördernde Umgebung vorfinden, die ihnen beste Entwicklungsmöglichkeit bieten soll. In unseren Heimgruppen werden Bewohner betreut, die eine langfristige Perspektive in unserer Einrichtung haben, bis hin zu einem dauerhaften Zuhause.

  •  Eingangsgruppe

In der Eingangsgruppe werden alle neuen Bewohner aufgenommen. Sie werden mit all ihren Stärken und Schwächen angenommen und behutsam beim Eingewöhnen in unsere Einrichtung unterstützt.

Sie werden mit dem suchtmittelfreien Rahmen und den Regeln der Einrichtung vertraut gemacht.

Wir versuchen die Bewohner in dieser Zeit so gut wie möglich kennenzulernen, um eine fundierte Basis für die Erstellung des individuellen Hilfeplans zu haben.

In den Hilfeplan gehen die Vorstellungen des Bewohners, die Ergebnisse unserer diagnostischen Verfahren sowie die Informationen und Beobachtungen der Mitarbeiter unseres interdisziplinären Teams ein.

Eingeschätzt werden die körperliche, psychische, soziale und sozialrechtliche Situation sowie die kognitiven und lebenspraktischen Fähigkeiten und die Interessen des Bewohners.

Der Hilfeplan ist die Grundlage für die Verlegung in eine unserer Schwerpunktgruppen.

  • Wohnbereich für Senioren

Im Seniorenbereich werden ältere Abhängige betreut. In der Arbeit mit unseren Senioren werden neben der Abhängigkeit auch altersspezifische Anforderungen berücksichtigt. Hierzu gehören die eingeschränkte Mobilität, der langsamere Rhythmus und die erhöhte körperliche Anfälligkeit für Erkrankungen. Ziel ist es, den Bewohnern einen ruhigen und abstinenten Lebensabend zu ermöglichen, insbesondere die körperliche Gesundheit und Mobilität so lange wie möglich zu erhalten.

Ist der Verbleib in der Einrichtung nicht mehr möglich, da ein erhöhter pflegerischer Aufwand erforderlich ist, der im Haus Dondert auch mit der Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes nicht mehr erreicht werden kann, erfolgt eine Verlegung in eine geeignetere Einrichtung, die diese pflegerische Versorgung sicherstellt.

Hier erfolgt eine Zusammenarbeit mit umliegenden Pflegeheimen und dem Hospiz.

Es ist uns wichtig, dass auch nach der Verlegung weiter Kontakt gehalten wird.

  • Trainingsbereich

In diesem Bereich leben Menschen, die schwerwiegende Störungen im psychischen, kognitiven und sozialen Bereich aufweisen und infolgedessen erhebliche Integrationsprobleme und Schwierigkeiten mit der Bewältigung des täglichen Heimlebens haben. Ziel dieser langfristigen Betreuung ist die Sicherung des möglichst gesunden Überlebens und der Grundbedürfnisse der Bewohner sowie die Schaffung eines menschenwürdigen, wohnlichen und akzeptierenden Lebensumfeldes. Sie brauchen ein intensives Training, um die Anforderungen des Heimalltages bewältigen zu können und ihre noch vorhandenen Fähigkeiten auszubauen oder zu erhalten. Entwicklungen gehen hier nur langsam und in kleinen Schritten vor sich.

  •  Wohnbereich für Menschen mit Komorbidität

Diese Angebot richtet sich an Suchtkranke, die neben der Abhängigkeitserkrankung noch an einer Psychose erkrankt sind.

Ziel dieser Gruppe ist es, beide Erkrankungen zu akzeptieren und in den jeweiligen Lebensplan einzubeziehen.

Unter- und Überforderungen sollen vermieden werden. Die Bewohner sollen lernen, ihre persönlichen Belastungssituationen zu  erkennen, Frühwarnzeichen zu identifizieren und alternative Verhalten für Krisensituationen zu erarbeiten.

Die Bewohner lernen den Umgang mit Psychopharmaka und werden über Nebenwirkungen informiert.

  •  Stationäres Einzelwohnen

Das stationäre Einzelwohnen richtet sich an Bewohner, die nicht in der Lage sind, außerhalb eines stationären Rahmens abstinent zu leben, die aber nur schwer in einen Gruppenverband zu integrieren sind.

Es handelt sich um Frauen und Männer mit einer relativ guten körperlichen Konstitution. Sie verfügen über nur geringe kognitive Einschränkungen, haben jedoch große Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion.

Das Betreuungsangebot zielt somit darauf ab, den Gruppenverband weitgehend aufzulösen und stattdessen alternative, auf den einzelnen Bewohner abgestimmte und teils auch mit ihm alleine durchgeführte Betreuungsangebote zu schaffen. 

Die Zielsetzung kann hierbei unterschiedlich sein. Einige Bewohner nutzen dieses Betreuungsangebot dazu, sich in einem geschützten Rahmen auf ein selbstständiges Leben außerhalb der Einrichtung vorzubereiten, andere finden in dieser Betreuungsform ihr neues Zuhause.

  • Außenwohngruppen

Insgesamt gehören zu Haus Dondert drei Außenwohngruppen. Hierzu sind zwei Häuser und eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus angemietet worden.

Genau wie im Haupthaus sind auch die Außenwohngruppen unterschiedlich in ihren Anforderungen an die Bewohner.

Es gibt Außenwohngruppen, die in großer Eigenständigkeit ihre alltäglichen Dinge bewältigen und andere, die wesentlich mehr Unterstützung in allen Bereichen erhalten.

Allen gemeinsam ist, dass sie in der Nacht und am Wochenende allein bleiben können und sich telefonisch im Haupthaus bei den Diensthabenden melden, wenn Probleme oder Notfälle auftreten.

Je nach Bedarf bekommen sie Unterstützung bei der Essensversorgung und bei der Zimmerpflege.

  • Orientierungsbereich

In dieser Gruppe sind Menschen, die mittelfristig in der Lage sind, eine Perspektive außerhalb der Einrichtung anzustreben. Die Übernahme von Verantwortung erstreckt sich auf mehrere Bereiche.

Sie versorgen sich selbst, dies umfasst Einkaufen, Kochen, Speiseplangestaltung und Geldverwaltung.

Der Anteil an Arbeitstherapie und Beschäftigung ist umfangreicher als bei den anderen Gruppen, auch Arbeiten außerhalb der Einrichtung sind möglich.

Alle Einrichtungen für Eingliederungshilfen und Soziotherapie

Hier finden Sie weitere Infos zu Eingliederungshilfen und Soziotherapie sowie alle MEDIAN Einrichtungen in diesem Bereich