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Das Leben leben

Stabilität zurückgewinnen bei bipolarer Erkrankung

Bipolare Störungen: 
Behandlung bei MEDIAN

Bipolare Störungen, auch als manisch-depressive Erkrankungen bekannt, zeichnen sich durch wechselnde Phasen von extremen Stimmungsschwankungen aus. Diese reichen von depressiven Episoden, in denen die Betroffenen Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit erleben, bis zu manischen Phasen, in denen sie sich übermäßig energiegeladen, euphorisch und unaufhörlich aktiv fühlen. Solche Schwankungen können das tägliche Leben stark beeinträchtigen und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken.

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Was Sie erwartet

Was wir in der stationären Behandlung bei bipolaren Störungen erreichen können

Ziel der akut-stationären Behandlung bei bipolaren Störungen ist es, Patientinnen und Patienten zunächst medikamentös zu stabilisieren und sie dabei zu unterstützen, ihre Erkrankung besser zu verstehen und den Umgang damit nachhaltig zu verbessern. Dabei steht neben der Behandlung akuter Symptome und der Einstellung auf ein Phasenprophylaktikum (Mood Stabilizer) vor allem die Entwicklung langfristiger Strategien zur Rückfallprävention im Vordergrund.

Im Rahmen einer spezialisierten Therapie erhalten Menschen mit bipolaren Störungen gezielte Hilfe, um ihre Symptome zu lindern, ihre Selbstwahrnehmung zu stärken und eine stabile Lebensführung zu fördern. Wir begleiten unsere Patientinnen und Patienten darin, ihre Selbstregulation zu verbessern, um frühzeitig auf mögliche manische oder depressive Episoden reagieren zu können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau emotionaler Resilienz. Ziel ist es, den Herausforderungen des Alltags besser begegnen zu können und dadurch die Lebensqualität nachhaltig zu erhöhen.

Multimodale Therapie

In der Behandlung bipolarer Störungen erwartet Sie eine individuelle, multimodale Therapie, die auf Ihre spezifischen Bedürfnisse abgestimmt wird. Die Behandlung kombiniert verschiedene therapeutische Ansätze und eine Kombination dieser Maßnahmen in einer geschützten, stationären Umgebung hilft, eine langfristige Stabilität zu erreichen und Rückfälle zu vermeiden.
 

Psychotherapie

In der Verhaltenstherapie und tiefenpsychologischen Therapie lernen Sie, die Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten zu verstehen und zu verändern. Ziel ist es, den Umgang mit Stimmungsschwankungen zu verbessern und Strategien zur Emotionsregulation zu entwickeln.

Medikamentöse Behandlung

In vielen Fällen wird die Therapie durch Medikamente ergänzt, die dazu beitragen, die Symptome der bipolaren Störung zu stabilisieren und zukünftigen Episoden vorzubeugen. Dabei werden sowohl Stimmungsstabilisatoren als auch gegebenenfalls Antidepressiva oder Antipsychotika eingesetzt.

Sozialberatung und Psychoedukation

Sie erhalten Unterstützung, um den Umgang mit den Auswirkungen der Krankheit auf das soziale Umfeld zu verbessern und ein stabiles soziales Netz aufzubauen. Außerdem werden Sie in Kursen und Gruppensitzungen über die Erkrankung und deren Behandlung aufgeklärt.

Ablauf der psychiatrischen Akutbehandlung

Der Behandlungsprozess bei MEDIAN beginnt mit einer gründlichen Diagnostik, auf deren Basis ein individueller Therapieplan erstellt wird. Dieser Plan kombiniert moderne Psychotherapie, medikamentöse Behandlung sowie kreative und körperorientierte Ansätze.

Zu Beginn erfolgt eine ausführliche ärztliche Untersuchung, die etwa 1 bis 2 Stunden dauert. Dabei werden Ihre persönlichen Therapieziele festgelegt.

  • Zu Beginn erfolgt eine ausführliche ärztliche Untersuchung, die etwa 1 bis 2 Stunden dauert. Dabei werden Ihre persönlichen Therapieziele festgelegt.

Ursachen und Risikofaktoren von bipolaren Störungen

Bipolare Störungen entstehen durch ein Zusammenspiel genetischer, biologischer und psychischer Faktoren. Zu den wichtigsten Ursachen zählen:

  • Genetische Veranlagung
    Eine familiäre Häufung von bipolaren Störungen deutet auf eine erbliche Prädisposition hin. Menschen, deren Verwandte ebenfalls betroffen sind, haben ein höheres Risiko, selbst zu erkranken.
  • Neurobiologische Faktoren
    Störungen im Gleichgewicht bestimmter Neurotransmitter im Gehirn, insbesondere von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin, spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung von bipolaren Störungen.
  • Psychische Belastungen
    Traumatische Erlebnisse, chronischer Stress, emotionale Vernachlässigung oder Verlust von Bezugspersonen können das Risiko für die Entwicklung einer bipolaren Störung erhöhen. Lebenskrisen und Umbrüche (z.B. Trennung oder berufliche Veränderung) können die Erkrankung auslösen oder verstärken.
  • Hormonelle Veränderungen
    Hormonschwankungen, etwa im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder den Wechseljahren, können ebenfalls bipolare Episoden begünstigen.

Symptome & Diagnose von bipolaren Störungen

Die Symptome einer bipolaren Störung variieren je nach Phase. Die Diagnose erfolgt durch eine umfassende psychiatrische Untersuchung. Dabei werden die Symptome analysiert, um zwischen einer bipolaren Störung und anderen psychischen Erkrankungen zu unterscheiden. Es kommen standardisierte Diagnosetests, strukturierten Interviews und Fragebögen zum Einsatz.

In der manischen Phase erleben die Betroffenen Symptome wie:

  • Übermäßige Euphorie oder Reizbarkeit
  • Übersteigerter Aktivitätsdrang
  • Gesteigerte Geselligkeit und Gesprächigkeit
  • Weniger Schlafbedarf
  • Leichtsinniges Verhalten
  • Gesteigerte Libido
     

In der depressiven Phase hingegen treten Symptome auf wie:

  • Antriebslosigkeit und tiefe Traurigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Verlust an Lebensfreude und Interesse an Aktivitäten
  • Schlafstörungen
  • Gedanken an Tod oder Suizid
     

Folgen von bipolaren Störungen

Bipolare Störungen können unbehandelt schwerwiegende Folgen haben. Die stationäre Behandlung zielt darauf ab, diese negativen Folgen zu minimieren und eine langfristige Stabilität zu erreichen. Zu den Folgen gehören:

  • Beeinträchtigung der Lebensqualität

    Die extreme Schwankung zwischen manischen und depressiven Phasen kann zu chronischer Erschöpfung, sozialem Rückzug und Schwierigkeiten im Berufsleben führen.

  • Beziehungen und soziale Isolation

    Die Symptome der Erkrankung belasten zwischenmenschliche Beziehungen und können zu sozialer Isolation führen. In den manischen Phasen können impulsive Entscheidungen und riskantes Verhalten Konflikte mit anderen verursachen.

  • Erhöhtes Risiko für Suchtverhalten und Selbstverletzungen

    In der manischen Phase neigen Betroffene zu riskantem Verhalten, wie Drogenmissbrauch oder Spielsucht. In der depressiven Phase können Gedanken an Suizid oder Selbstverletzungen auftreten.

Unsere Kliniken für bipolare Störungen

Unsere spezialisierten Kliniken bieten eine umfassende, individuelle Rehabilitation für Menschen mit bipolaren Störungen. Mit erfahrenen Therapeuten, einer integrierten Behandlung und einem ganzheitlichen Ansatz unterstützen wir Sie dabei, Ihre Stimmungsschwankungen besser zu kontrollieren und eine stabile Lebensqualität zu erreichen.