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Das Leben leben

Stabilität und Perspektiven bei Schizophrenie

Schizophrene Störungen: Stationäre Behandlung bei MEDIAN

Schizophrene Störungen betreffen in Deutschland rund 250.000 Menschen, meist junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 30 Jahren. Sie äußern sich sehr unterschiedlich, gemeinsam ist ihnen jedoch der Verlust des Realitätsbezugs sowie Störungen in Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Verhalten. Dank moderner medikamentöser und verhaltenstherapeutischer Behandlungskonzepte haben sich die Krankheitsverläufe in den letzten Jahren deutlich verbessert. Ein Großteil der Betroffenen bleibt trotz wiederholter Episoden sozial und beruflich integriert. Unbehandelt oder unzureichend behandelt, führen Schizophrene Störungen oft zu Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Wohnungslosigkeit. Auch gesellschaftliche Stigmatisierung belastet die Betroffenen und kann den Krankheitsverlauf zusätzlich verschlechtern.

Auf dieser Seite

Was wir in der stationären Behandlung bei schizophrenen Störungen erreichen können

Ziel der stationären Therapie bei schizophrenen Störungen ist es, Sie dabei zu unterstützen, Ihre Erkrankung besser zu verstehen und langfristig damit umzugehen. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Behandlung akuter Symptome, sondern vor allem die Entwicklung nachhaltiger Strategien zur Rückfallprävention. Wir arbeiten individuell und lebensnah, mit dem Ziel, Ihre Selbstständigkeit zu fördern. Sie lernen, Ihre Erkrankung aktiv zu bewältigen, eigenverantwortlich mit Herausforderungen umzugehen und als Expertin bzw. Experte für Ihre eigene Gesundheit zu handeln.

Was Sie in der Klinik erwartet

Behandlungskonzept 

Die Behandlung von Menschen mit schizophrenen Störungen bei MEDIAN basiert auf einem integrativ-verhaltenstherapeutischen Konzept, das die medikamentöse Behandlung mit einer sozialpsychiatrischen Perspektive verbindet. Im Fokus stehen nicht nur die Symptomlinderung, sondern auch die Förderung von Aktivitäten und gesellschaftlicher Teilhabe, um Ihre Rückkehr in ein eigenständiges berufliches und soziales Leben zu ermöglichen. Dabei werden biologische, psychische und soziale Einflussfaktoren berücksichtigt.

Ergänzend zu psychotherapeutischen Angeboten umfasst das Programm lebenspraktische Trainings wie Kochen, Hygiene und Haushaltsführung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der individuellen Auseinandersetzung mit Ihrer Erkrankung in Einzel- und Gruppentherapien. Auf Basis einer umfassenden Verhaltens- und Bedingungsanalyse werden persönliche Therapieziele definiert und konsequent verfolgt, stets mit dem Ziel einer ausgewogenen Balance zwischen Förderung und Schutz vor Überforderung.

Unsere Therapiebausteine im Überblick

Im Rahmen des stationären Aufenthaltes bieten wir für Patientinnen und Patienten mit schizophrenen Störungen folgende Therapiebausteine an.

Psychotherapeutische Angebote

In Einzel- und Gruppensitzungen kommen tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische und interpersonelle Ansätze zum Einsatz – individuell abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse.

Sport- und Bewegungstherapie

Förderung von Fitness, Körperwahrnehmung und Wohlbefinden.

Aktivierende und kreative Therapien

Ergotherapie und kreative Angebote stärken Körpergefühl, Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit.

Entspannung und Achtsamkeit

Methoden wie Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeitstraining oder Qigong helfen, Stress abzubauen und innere Ruhe zu fördern.
 

Psychoedukation und Selbstmanagement

Vermittlung von Wissen über schizophrene Störungen und Unterstützung beim Aufbau individueller Bewältigungsstrategien.
 

Sozialberatung und berufliche Orientierung

Begleitung bei sozialen und beruflichen Fragestellungen für eine nachhaltige gesellschaftliche und berufliche Teilhabe.

Medikamentöse Behandlung

Sie erhalten ärztlich begleitet eine medikamentöse Unterstützung zur Stabilisierung der psychischen Gesundheit.

Ablauf der psychiatrischen Akutbehandlung

Der Behandlungsprozess bei MEDIAN beginnt mit einer gründlichen Diagnostik, auf deren Basis ein individueller Therapieplan erstellt wird. Dieser Plan kombiniert moderne Psychotherapie, medikamentöse Behandlung sowie kreative und körperorientierte Ansätze.

Zu Beginn erfolgt eine ausführliche ärztliche Untersuchung, die etwa 1 bis 2 Stunden dauert. Dabei werden Ihre persönlichen Therapieziele festgelegt.

  • Zu Beginn erfolgt eine ausführliche ärztliche Untersuchung, die etwa 1 bis 2 Stunden dauert. Dabei werden Ihre persönlichen Therapieziele festgelegt.

Ursachen und Risikofaktoren von schizophrenen Störungen

Die Entstehung schizophrenen Störungen beruht auf einem Zusammenspiel biologischer und psychischer Faktoren. Genetische Veranlagungen sind belegt, ebenso biochemische Veränderungen wie eine Dysbalance in der Aktivität des Botenstoffs Dopamin und Funktionsstörungen in frontalen Hirnregionen. Der Verlauf einer Schizophrenie hängt stark von Stressbelastungen und individuellen Bewältigungsfähigkeiten ab. Das anerkannte Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungs-Modell beschreibt, 

 

wie kritische Lebensereignisse und emotionale Belastungen bei vorbestehender Anfälligkeit eine Erkrankung auslösen können. Betroffene haben oft Schwierigkeiten, Sinneseindrücke zu filtern und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Die daraus resultierende Reizüberflutung kann Symptome wie Wahn, sozialer Rückzug oder stereotype Verhaltensmuster hervorrufen – oft als unbewusste Versuche, innere Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen.

Symptome & Diagnose von schizophrenen Störungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterteilt schizophrene Störungen in ihrer Klassifikation ICD-10 in verschiedene Subtypen und benennt klare Diagnosekriterien. Voraussetzung für die Diagnose ist, dass andere Ursachen – insbesondere organisch bedingte Psychosen – durch umfassende körperliche, laborchemische und apparative Untersuchungen ausgeschlossen wurden. Auch eine Abgrenzung zu affektiven und schizoaffektiven Störungen sowie zu Persönlichkeitsstörungen ist notwendig.

Nach ICD-10 müssen bestimmte Symptome mindestens vier Wochen bestehen, um die Diagnose Schizophrenie stellen zu können. Zu den Leitsymptomen gehören:

  • Wahnphänomene (z. B. Kontroll- oder Beeinflussungswahn)
  • Halluzinationen, insbesondere kommentierende oder dialogische Stimmen
  • Gedankenstörungen (Gedankenlautwerden, -eingebung, -entzug)
  • Katatone Symptome (psychomotorische Auffälligkeiten)
  • Negative Symptome (Apathie, Sprachverarmung, Affektverflachung)
  • Ausschluss organischer Ursachen
     
  • Nach ICD-10 müssen bestimmte Symptome mindestens vier Wochen bestehen, um die Diagnose Schizophrenie stellen zu können. Zu den Leitsymptomen gehören:

    • Wahnphänomene (z. B. Kontroll- oder Beeinflussungswahn)
    • Halluzinationen, insbesondere kommentierende oder dialogische Stimmen
    • Gedankenstörungen (Gedankenlautwerden, -eingebung, -entzug)
    • Katatone Symptome (psychomotorische Auffälligkeiten)
    • Negative Symptome (Apathie, Sprachverarmung, Affektverflachung)
    • Ausschluss organischer Ursachen
       

Unsere Kliniken für schizophrene Störungen

Unsere spezialisierten Kliniken bieten eine umfassende, individuelle Behandlung für Menschen mit schizophrenen Störungen. Mit erfahrenem Fachpersonal, einer integrierten Behandlung und einem ganzheitlichen Ansatz unterstützen wir Sie dabei, die akuten Symptome zu lindern und im weiteren Verlauf eine stabile Lebensqualität zu erreichen.