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Das Leben leben

Wege zu innerer Balance

Reha bei emotionalen Störungen und Verhaltensstörungen von Kindern und Jugendlichen

Sie suchen Unterstützung, weil Ihr Kind unter einer emotionalen Störung, Verhaltensstörung, einer Impulssteuerungsstörung oder einer sozial emotionalen Störung leidet? Vielleicht wurde auch eine Emotionsstörung bei Ihrem Kind festgestellt oder Sie sind auf der Suche nach einer Kur für verhaltensauffällige Kinder, gemeint ist in diesem Fall eine medizinisch fundierte Reha. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zur Rehabilitation bei psychischen und psychosomatischen Beschwerden im Kindes- und Jugendalter.

Hier erfahren Sie, wie eine Reha bei Verhaltensauffälligkeiten abläuft, welche Ziele verfolgt werden und wie Ihre Familie dabei unterstützt wird, neue Wege im Umgang mit belastenden Situationen zu finden. Häufig ist in diesem Zusammenhang von einer Mutter-Kind-Kur bei verhaltensauffälligem Kind oder einer Mutter-Kind-Kur bei sozial emotionaler Störung die Rede, fachlich korrekt handelt es sich jedoch um eine individuell abgestimmte Rehabilitation für Ihr Kind und Ihre Familiensituation. 

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Ihr Kind mit der Reha bei emotionalen und Verhaltensstörungen erreichen kann

Diese Fortschritte machen sich im Alltag bemerkbar: Ihr Kind geht wieder gern zur Schule, Konflikte nehmen ab, das Familienleben wird ruhiger. So gewinnen alle Beteiligten Lebensqualität zurück.

In der Reha stärken wir die Alltagskompetenz Ihres Kindes und fördern:

  • mehr Sicherheit im Umgang mit starken Gefühlen
  • weniger impulsives Verhalten in der Schule und zuhause
  • bessere soziale Beziehungen und Konfliktlösungsstrategien
  • mehr Struktur und Tagesrhythmus im Familienalltag
  • Entlastung und neue Perspektiven für Sie als Eltern

 

Was Sie in der Kinder-und Jugendreha erwartet

Therapien bei Emotionalen und Verhaltensstörungen

Die Reha dauert in der Regel vier Wochen und kann bei Bedarf verlängert werden. Kinder unter 12 Jahren können mit einer Begleitperson aufgenommen werden. Jugendliche ab 12 Jahren nehmen meist ohne Begleitung teil.

Der Alltag in der Reha folgt einer klaren Struktur und ist altersgerecht gestaltet. Jugendliche profitieren besonders von Gruppenerfahrungen und dem sozialen Lernen in einem geschützten Rahmen.

Therapiebausteine

Das Therapieangebot in der Kinder- und Jugendreha bei MEDIAN ist ganzheitlich ausgerichtet und wird individuell auf die Bedürfnisse Ihres Kindes abgestimmt. Unsere Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten eng zusammen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Behandlungen umfassen unter anderem:

Einzel- und Gruppentherapien

In den psychotherapeutischen Einzelsitzungen kann Ihr Kind in einem geschützten Rahmen über Sorgen, Ängste und belastende Erlebnisse sprechen. Gruppentherapien ermöglichen den Austausch mit Gleichaltrigen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Methoden wie Verhaltenstherapie, systemische Beratung oder kreative Therapieformen (z. B. Malen, Musik oder Theater) helfen, Gefühle zu verstehen und neue Lösungswege zu finden.

Training sozialer Kompetenzen und Emotionsregulation

In kleinen Gruppen lernen Kinder und Jugendliche, ihre Gefühle besser wahrzunehmen, zu benennen und angemessen auszudrücken. Durch praktische Übungen trainieren sie Konfliktlösung, Teamfähigkeit und Selbstbehauptung, die im Alltag, in der Schule und in Freundschaften wichtig sind.

Ergotherapie, Kunst- und Musiktherapie

Diese kreativen Therapieformen fördern motorische Fähigkeiten, Konzentration und Selbstbewusstsein. In der Ergotherapie wird z. B. mit handwerklichen Projekten gearbeitet, um Ausdauer und Feinmotorik zu stärken. Kunsttherapie ermöglicht, Gefühle durch Farben und Formen auszudrücken. In der Musiktherapie wird gesungen, musiziert oder Musik gehört, um Spannungen zu lösen und Emotionen zu verarbeiten.

Sport- und Bewegungstherapie

Spielerische Sportangebote, Fitness- und Koordinationsübungen oder Outdoor-Aktivitäten steigern die körperliche Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen. Auch gezielte Übungen gegen Haltungsschwächen oder zur Kräftigung werden integriert. Bewegung fördert zudem den Stressabbau und sorgt für positive Erlebnisse in der Gruppe.

Entspannungsverfahren

Unter Anleitung lernen die Kinder Autogenes Training, Achtsamkeitsübungen oder Progressive Muskelentspannung. So entwickeln sie Strategien, um bei Stress oder Angst innerlich zur Ruhe zu kommen. Diese Techniken werden im Alltagstraining immer wieder praktisch eingeübt oder auch draußen in der Natur oder in Bewegungsräumen.

Schulische Förderung

Der Unterricht findet in kleinen Klassen mit maximal acht bis zehn Schülerinnen und Schülern statt. Er wird individuell an den Lernstand angepasst, um Lernerfolge zu sichern. Durch den engen Austausch zwischen Lehrkräften, Therapeutinnen und Therapeuten wird das schulische Lernen mit den Therapieinhalten verbunden, z. B. durch Konzentrationsübungen oder soziale Lernprojekte.
 

Medizinische Versorgung

Die ärztliche Betreuung umfasst regelmäßige Visiten, Diagnostik (z. B. körperliche Untersuchungen, Bluttests, Lungenfunktionsmessungen) sowie eine medikamentöse Therapie, falls es notwendig ist. Ärztinnen und Ärzte arbeiten eng mit Psychologinnen, Physiotherapeutinnen und anderen Fachbereichen zusammen, um die Behandlung ganzheitlich abzustimmen.

Anleitung zum Selbstmanagement

Kinder und Jugendliche lernen, ihre Symptome und Erkrankungen im Alltag selbst besser zu steuern, zum Beispiel durch ein Schmerztagebuch, Atemübungen bei Atemnot oder den sicheren Umgang mit Medikamenten. Eltern erhalten praxisnahe Tipps, wie sie ihr Kind auch nach der Reha optimal unterstützen können.

Angehörigenarbeit

In Familiengesprächen sprechen wir offen über Belastungen und erarbeiten gemeinsam Strategien für den Alltag. Spezielle Elternseminare vermitteln Wissen zu Themen wie Erziehung in Belastungssituationen, Kommunikation oder Stressprävention.

Abwechslungsreiche Freizeitgestaltung

Freizeitangebote wie Sportturniere, Bastel- und Kreativnachmittage, Ausflüge in die Umgebung oder gemeinsame Filmabende fördern Gemeinschaft und Spaß. Bei schönem Wetter finden viele Aktivitäten draußen im Park oder am nahegelegenen Wald statt.
 

Familiäre Umgebung

Die Zimmer sind freundlich eingerichtet, teils rollstuhlgerecht und allergikerfreundlich. Für jüngere Kinder gibt es Spielbereiche, für Jugendliche Gemeinschaftsräume mit Kickertisch oder Sofaecke, an denen man schnell Kontakte knüpft.

Antrag für Kinder und Jugendliche in 3 Schritten

Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt Ihres Kindes ist der Meinung, dass eine Reha hilfreich wäre? Dann können Sie gemeinsam mit dem ärztlichen Bericht und dem Namen der Wunschklinik einen Reha-Antrag bei der Krankenkasse stellen. Gern unterstützen wir Sie bei diesem Schritt.

  • Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt Ihres Kindes ist der Meinung, dass eine Reha hilfreich wäre? Dann können Sie gemeinsam mit dem ärztlichen Bericht und dem Namen der Wunschklinik einen Reha-Antrag bei der Krankenkasse stellen. Gern unterstützen wir Sie bei diesem Schritt.

Verstehen, erkennen, behandeln

Emotionale und Verhaltensstörungen verstehen

Ursachen und Risikofaktoren

Nicht immer gibt es eine eindeutige Ursache. Eine frühzeitige und umfassende Behandlung kann jedoch verhindern, dass sich die Probleme verfestigen. Emotionale und Verhaltensstörungen entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu gehören:

  • genetische Veranlagungen

  • traumatische Erlebnisse

  • belastende familiäre Situationen

     wie Trennung, Krankheit oder Konflikte

  • neurobiologische Besonderheiten

     z. B. ADHS

  • Überforderung im Schul- oder Sozialkontext

ADHS als begleitende Diagnose in der Reha von Verhaltensstörungen

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine häufige Begleiterkrankung bei emotionalen und Verhaltensstörungen. Kinder mit ADHS zeigen oft ausgeprägte Schwierigkeiten in der Impulskontrolle, Konzentration und Emotionsregulation. In der Reha bieten wir speziell zugeschnittene Therapiekonzepte für Kinder und Jugendliche mit ADHS an, unter anderem Verhaltenstraining, Elternberatung und strukturierende Alltagsstrategien. Unser Ziel ist es, Ihrem Kind dabei zu helfen, seine Stärken besser zu nutzen und Herausforderungen gezielt anzugehen. Weitere Informationen zur Reha bei ADHS finden Sie auf unserer Spezialseite.

Symptome, Diagnose, Formen und Folgen

Symptome der emotionalen und Verhaltensstörungen

  • starke Ängste oder Sorgen
  • Rückzug oder depressive Stimmung
  • aggressives oder oppositionelles Verhalten
  • Konzentrationsprobleme und schulische Schwierigkeiten
  • auffälliges Sozialverhalten, z. B. Ausgrenzung oder Mobbing
  • Impulsives Handeln, ohne nachzudenken

Diagnose bei emotionalen und Verhaltensstörungen

Die Diagnose erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte oder Psychologinnen und Psychologen und umfasst Gespräche, Beobachtungen und standardisierte Testverfahren.

Formen der Angststörungen

Angststörungen sind eine häufige Form emotionaler Störungen bei Kindern. Dazu zählen:

  • Trennungsangst
  • soziale Ängstlichkeit
  • spezifische Phobien (z. B. vor Tieren, Dunkelheit)
  • generalisierte Angststörung

Oft treten Angststörungen gemeinsam mit anderen Störungsbildern wie ADHS oder depressiven Symptomen auf.

Folgen bei emotionalen und Verhaltensstörungen

Unbehandelte emotionale Störungen und Verhaltensstörungen können langfristig die Entwicklung eines Kindes stark beeinträchtigen. Mögliche Folgen sind:

  • Schulvermeidung oder Schulabbruch
  • soziale Isolation
  • reduzierte Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefühl
  • Spätere psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter

Die Reha unterstützt Ihr Kind und Ihre Familie dabei, frühzeitig gegenzusteuern und neue Perspektiven zu entwickeln.

Häufige Fragen zur Reha bei emotionalen und Verhaltensstörungen bei Kindern

Kinder- und Jugendreha

Unsere Kliniken zur Behandlung von Emotionalen und Verhaltensstörungen