Direkt zum Hauptinhalt

Das Leben leben

Herzgesundheit für ein aktives Leben

Reha bei Herzrhythmusstörungen

Von Herzrhythmusstörungen spricht man, wenn der Pulsschlag des Herzens aus dem normalen regelmäßigen Takt gerät. Der Pulsschlag eines erwachsenen Menschen liegt in Ruhe etwa bei 60–100/min. Bei Säuglingen und Kindern liegt der Puls je nach Alter deutlich darüber (bis 160/min).

Es gibt normale, physiologische Abweichungen der Pulsfrequenz, z.B. durch die Atmung, Körpertemperatur, Bewegung oder tageszeitlich durch den Schlaf-Wach-Rhythmus bedingt, die harmlos sind. Krankhafte Herzrhythmusstörungen können hingegen das Risiko einer Herzinsuffizienz oder eines Schlaganfalls bergen. 

Oft beeinträchtigen sie nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität. Eine kardiologische Reha bei Herzrhythmusstörungen ist dann sinnvoll, wenn eine Herzerkrankung zu Grunde liegt oder eine invasive Behandlung voraus gegangen ist

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Sie erwartet

Unser Behandlungskonzept für Ihre Reha bei Herzrhythmusstörungen

Um eine Stabilisierung der Herzfunktion zu erreichen, ist unsere Behandlung darauf ausgerichtet die Risikofaktoren zu minimieren und eine nachhaltige Lebensstiländerung einzuleiten, damit sie in Zukunft fit bleiben.

Was wir in der Rehabilitation erreichen können

In der Rehabilitation bei Herzrhythmusstörungen ist es unser Ziel, Ihre Herzfunktion nachhaltig zu stabilisieren und Risiken für weitere Komplikationen zu minimieren. Durch ein gezieltes Trainings- und Therapieprogramm verbessern wir Ihre körperliche Leistungsfähigkeit, sodass Sie sicher und aktiv am Leben teilnehmen können. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, Ihre Ängste und Unsicherheiten zu reduzieren, indem wir Sie dazu befähigen, Ihre Erkrankung besser zu verstehen und mit ihr umzugehen. Ein wichtiger Bestandteil ist die nachhaltige Veränderung Ihres Lebensstils: Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und der bewusste Umgang mit Stress bilden die Grundlage für Ihre langfristige Gesundheit. So können Sie nicht nur Ihre aktuelle Situation verbessern, sondern auch eigenverantwortlich für Ihr Wohlbefinden sorgen.

Unsere therapeutischen Angebote bei Herzrhyrhmusstörungen

Während Ihrer Reha erwartet Sie ein ganzheitliches Programm, das auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Dazu gehören:

Physiotherapie

Gezieltes Bewegungstraining zur Steigerung der Ausdauer und Verbesserung der Venenfunktion bei meist begleitender Thrombose.

Sport- und Bewegungstherapie

Ernährungstherapie

Unterstützung bei der Umstellung auf eine herz- und gefäßfreundliche Ernährung.

Entspannungstherapie

Maßnahmen zur Stressreduktion, wie progressive Muskelentspannung oder Atemübungen.

Sozialberatung

Hilfe bei der Bewältigung von Ängsten und der Entwicklung eines positiven Umgangs mit der Erkrankung.

Nichtrauchertraining

Selbstmanagement und Schulungen

Wissensvermittlung zu Ursachen, Symptomen und Prävention.

Medikamentenmanagement

Ablauf der kardiologischen Rehabilitation bei MEDIAN

Die kardiologische Reha dauert in der Regel etwa drei Wochen, kann jedoch bei Bedarf und in Abstimmung mit Ihrem Kostenträger verlängert werden. Die kardiologische Reha ist der Beginn einer nachhaltige Lebensstilveränderung, die Sie zuhause fortführen, um Ihre Herz-Gesundheit langfristig zu erhalten.

Ärztliche Aufnahme und individuelle Zielsetzung

In der ärztlichen Aufnahmeuntersuchung wird Ihre Krankengeschichte besprochen sowie Ihre Erwartungen an die Rehabilitation geklärt, sodass wir gemeinsam Ihre realistischen Rehabilitationsziele definieren können. Darauf aufbauend wird der individuelle Behandlungsplan erstellt.

Therapieablauf und ärztliche Betreuung

Die Therapien finden normalerweise wochentags zwischen 8.00 und 17 Uhr statt. Mindestens einmal pro Woche finden Visiten und/ oder Untersuchungen durch unsere Fachärztinnen und Fachärzte zur Überwachung Ihres Fortschritts und gegebenenfalls Anpassung Ihres Behandlungsplans statt. Gesonderte Arztsprechstunden können vereinbart werden.

Nachsorge und nachhaltige Unterstützung

Damit Sie Ihre Reha-Erfolge zuhause weiter ausbauen und verstetigen können, besprechen wir zum Ende der Rehabilitation geeignete Nachsorgeangebote wie unser Nachsorgeangebot MyMEDIAN@Home.

Diagnostik von Herzrhythmusstörungen 

  • EKG und Langzeit-EKG

  • ggf. ein implantierbarer oder tragbarer Event Recorder

  • Belastungs-EKG

  • Echokardiografie

  • Laboruntersuchungen

Verstehen, erkennen, behandeln

Herzrhythmusstörungen verstehen: Ursachen, Symptome und Folgen

Ursachen und Risikofaktoren von Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen sind vielfältig und haben entsprechend unterschiedliche Ursachen. So gibt es angeborene Herzrhythmusstörungen wie z.B. das Brugada-Syndrom oder das Long-QT-Syndrom, und erworbene Herzrhythmusstörungen. Diese können entweder durch Vorerkrankungen wie z.B. koronarer Herzkrankheit, nach Herzinfarkt, nach Operationen oder bei erworbenen Herzklappenerkrankungen auftreten, oder im allgemeinen Lebensstil begründet sein. Auch steigt das Risiko für eine Herzrhythmusstörung mit dem Alter.

Gesundheitliche Faktoren, die Herzrhythmusstörungen verursachen können:

  • Strukturelle Herzmuskelveränderungen
  • Stoffwechselentgleisungen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Elektrolytentgleisungen
  • Virusinfektionen mit Herzmuskelentzündungen
  • Medikamentenfolge
  • (Strom-)Unfälle
  • Toxine

Lebensstilbedingte Risikofaktoren, die Herzrhythmusstörungen verursachen können:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Übergewicht
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Stress

Symptome von Herzrhythmusstörungen

Viele Patientinnen und Patienten spüren ihren unregelmäßigen Herzschlag, andere bemerken hingegen nichts davon. Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Herzklopfen, Herzstolpern oder Herzrasen
  • Kurzatmigkeit oder Atemnot
  • Schwindel, Schwäche und Erschöpfung
  • Brustschmerzen
  • Angst und Panik

Formen und Folgen von Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen werden nach verschiedenen Merkmalen unterschieden.
Eine grundlegende Einteilung erfolgt nach der Herzfrequenz:

 

  • Tachykarde Rhythmusstörungen: Das Herz schlägt zu schnell (über 100 Schläge pro Minute).
  • Bradykarde Rhythmusstörungen: Das Herz schlägt zu langsam (unter 60 Schläge pro Minute).
  • Normfrequente Rhythmusstörungen: Die Schlagfrequenz liegt im Normalbereich, der Rhythmus ist jedoch unregelmäßig.
  • Herzrhythmusstörungen werden nach verschiedenen Merkmalen unterschieden.
    Eine grundlegende Einteilung erfolgt nach der Herzfrequenz:

     

    • Tachykarde Rhythmusstörungen: Das Herz schlägt zu schnell (über 100 Schläge pro Minute).
    • Bradykarde Rhythmusstörungen: Das Herz schlägt zu langsam (unter 60 Schläge pro Minute).
    • Normfrequente Rhythmusstörungen: Die Schlagfrequenz liegt im Normalbereich, der Rhythmus ist jedoch unregelmäßig.

Rehakliniken bei Herzrhythmusstörungen

In unseren MEDIAN Klinik mit kardiologischem Schwerpunkt führen wir Sie im Rahmen der Rehabilitation bei Herzrhythmusstörungen zurück in ein sicheres und aktives Leben.