Medizinische Betreuung
Regelmäßige Kontrolle der Herz- und Lungenfunktion, Einstellung der Medikation, insbesondere Antikoagulation.
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Jetzt bewerbenEine Lungenembolie tritt auf, wenn ein Blutgerinnsel, meist aus den tiefen Bein- oder Beckenvenen, über das Herz in die Lungengefäße gelangt und diese ganz oder teilweise verstopft. Die Folge ist eine eingeschränkte Sauerstoffversorgung des Körpers, die Herz und Lunge stark belasten kann. Die Rehabilitation nach einer Lungenembolie ist entscheidend,
um die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen, erneuten Thrombosen vorzubeugen und Betroffene bei der Anpassung ihres Lebensstils zu unterstützen. Durch eine strukturierte Nachsorge können langfristige Komplikationen, wie die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH), vermieden werden.
21 Kardiologische Kliniken
18981 Patient*innen pro Jahr
Was Sie erwartet
Das Ziel der Rehabilitation ist es, die körperliche Belastbarkeit zu steigern, die Lungenfunktion zu verbessern und die Herz-Kreislauf-Gesundheit wiederherzustellen. Außerdem werden Betroffene darin geschult, Risikofaktoren für erneute Embolien zu erkennen und zu minimieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der emotionalen und psychischen Stabilisierung, da viele Patienten nach einer Lungenembolie Ängste und Unsicherheiten erleben. Langfristig sollen Betroffene ein gesundes, selbstbestimmtes Leben führen können.
Während der Reha werden verschiedene Therapiemodule angeboten:
Verschiedene Blutwerte sind hinweisend auf eine Thrombose oder Lungenembolie. Sie helfen dem Arzt, eine erste Einschätzung über das Vorliegen und die Schwere der Erkrankung zu treffen.
Verschiedene Blutwerte sind hinweisend auf eine Thrombose oder Lungenembolie. Sie helfen dem Arzt, eine erste Einschätzung über das Vorliegen und die Schwere der Erkrankung zu treffen.
Die kardiologische Reha dauert in der Regel etwa drei Wochen, kann jedoch bei Bedarf und in Abstimmung mit Ihrem Kostenträger verlängert werden. Die kardiologische Reha ist der Beginn einer nachhaltige Lebensstilveränderung, die Sie zuhause fortführen, um Ihre Herz-Gesundheit langfristig zu erhalten.
Verstehen, erkennen, behandeln
Zu den häufigsten Ursachen zählen Thrombosen, die sich nach längerer Immobilisation, wie etwa nach Operationen, langen Reisen oder Bettlägerigkeit, bilden. Seltener sind angeborene oder erworbene Gerinnungsstörungen.
Risikofaktoren umfassen Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen, Schwangerschaft und die Einnahme bestimmter Medikamente, wie etwa hormoneller Verhütungsmittel.
Die Schwere der Lungenembolie wird anhand des Ausmaßes der Verstopfung in den Lungenarterien eingeteilt:
Von einer Lungenembolie spricht man, wenn sich im Körper ein Blutgerinnsel löst, welches dann über das Herz in die Lungengefäße gelangt und diese ganz oder teilweise verstopft. Die Ursache dafür ist in über 90 % der Fälle eine Thrombose in den Beinvenen, eine spezielle Art der Gefäßerkrankung.
Eine Lungenembolie entsteht, wenn sich im Körper ein Blutgerinnsel löst und die Lungengefäße verstopft. Auslöser ist meistens eine Thrombose in Beinvenen, die sich nach längerer Immobilisation, z.B. nach langen Auto- und Flugreisen oder Bettlägerigkeit, bilden kann. Seltener führen angeborene oder erworbene Störungen in der Blutgerinnung zu einer Lungenembolie.
Die Beschwerden bei einer Lungenembolie reichen von leichter Luftnot und etwas Husten bis hin zu plötzlich einsetzenden Schmerzen im Brustkorb, Angst- und Beklemmungsgefühlen sowie schwerer Atemnot. Grund dafür sind die verstopften Lungenarterien, die verhindern, dass ausreichend Blut in die Lunge gelangt. Eine schwere Lungenembolie kann aufgrund der Belastung des Herzens sogar zum Tod führen – meist in den ersten zwei Stunden.
Um eine Lungenembolie zu erkennen, werden verschiedene Untersuchungen des Blutes, mit EKG, Echokardiographie, CT und MRT durchgeführt. Mittels der Ergebnisse können Indikatoren für eine Lungenembolie, wie beispielswiese eine verstärkte Belastung des Herzens, Herzrhythmusstörungen oder Vorhofflimmern festgestellt werden. Darüber hinaus werden mögliche Blutgerinnsel nachgewiesen, welche ebenfalls ein Hinweis auf eine Lungenembolie sein können. Mittels weiterer Messverfahren wird außerdem die Herzschädigung sowie der Druck im Lungenkreislauf bestimmt. Um die Ursache der Lungenembolie zu identifizieren, werden mittels einer Ultraschalluntersuchung die Beinvenen nach Thrombosen abgesucht.
Folge der Lungenembolie kann eine Entzündung der betroffenen Lungenabschnitte (Pneumonie) sein, die mit Antibiotika behandelt werden muss. Eine andere Folge ist die CTEPH (chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie). Hierbei lösen sich die Blutgerinnsel in den Lungenarterien nicht vollständig auf, und die Lungengefäße werden durch Bindegewebe verschlossen. Im Lungenkreislauf herrscht dann anhaltend ein hoher Druck (pulmonale Hypertonie), und das Herz wird dadurch weiter belastet. Die Patienten leiden an einer andauernden Luftnot. Wenn dadurch selbst leichte Tätigkeiten im Alltag nicht mehr ausgeführt werden können, versucht man eine operative Entfernung der Blutgerinnsel und des Narbengewebes. Dies ist keine einfache Operation und wird deshalb nur in wenigen Zentren in Deutschland durchgeführt. In der Regel heilt die Lungenembolie bei den Betroffenen, insbesondere in leichten bis mittelschweren Fällen, aber folgenlos ab.
Anhand der Untersuchungsergebnisse werden der Schweregrad der Lungenembolie und danach die Behandlung festgelegt. Oft benötigen die Patienten die Gabe von Sauerstoff, Schmerzmedikamente und evtl. Medikamente, die den Kreislauf stärken. Zum anderen müssen die Blutgerinnsel aufgelöst werden. Hierfür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Bei leichteren Lungenembolien genügt die Gabe von Heparin, welches das weitere Wachstum von Blutgerinnseln verhindert (Antikoagulation). Unser Körper bildet selbst Stoffe, die die Blutgerinnsel auflösen, sodass innerhalb von Tagen bis Wochen die Gefäße in den meisten Fällen wieder eröffnet werden. Bei einer lebensbedrohlichen Lungenembolie werden durch einen Zugang über die Vene kontinuierlich auflösende Medikamente (Fibrinolytika) gegeben. Dies nennt man auch Lysetherapie. Dabei kann es aber zu teils schweren Blutungen kommen, da die Medikamente deutlich in die Blutgerinnung eingreifen.
Im Anschluss muss das erneute Auftreten einer Thrombose und Lungenembolie durch die bereits o.g. Antikoagulationstherapie verhindert werden. Bei Patienten mit einem Krebsleiden nutzt man hierfür weiterhin meist Heparin. Alle anderen Patienten werden auf Tabletten umgestellt. Dabei stehen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Seit vielen Jahren gibt es die Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon (z.B. Falithrom und Marcumar) und das Warfarin (Coumadin). Hierbei muss die Dosis für jeden Tag nach einer Bestimmung des INR-Wertes im Blut (i.d. Regel alle vier Wochen) festgelegt werden. Patienten, die nach einer zweiten Thrombose oder Lungenembolie lebenslang diese Medikamente einnehmen müssen, lernen in einer Gerinnungsschulung, wie sie diesen Wert selbst bestimmen und danach die Dosis festlegen können (ähnlich der Blutzuckermessung). Seit einigen Jahren gibt es auch die sogenannten DOAKs (direkte orale Antikoagulantien). Manche sagen auch noch NOAKs (neue orale Antikoagulantien). Hierbei entfällt die Bestimmung des INR-Wertes. Die Behandlung mit den Medikamenten wird abhängig von der Ursache und den Risikofaktoren der Lungenembolie über drei bis sechs Monate durchgeführt. Ist dies nicht das erste Ereignis, müssen die Medikamente ein Leben lang eingenommen werden.