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Das Leben leben

Herzgesundheit für ein aktives Leben

Reha nach einer Lungenembolie

Eine Lungenembolie tritt auf, wenn ein Blutgerinnsel, meist aus den tiefen Bein- oder Beckenvenen, über das Herz in die Lungengefäße gelangt und diese ganz oder teilweise verstopft. Die Folge ist eine eingeschränkte Sauerstoffversorgung des Körpers, die Herz und Lunge stark belasten kann. Die Rehabilitation nach einer Lungenembolie ist entscheidend, 

um die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen, erneuten Thrombosen vorzubeugen und Betroffene bei der Anpassung ihres Lebensstils zu unterstützen. Durch eine strukturierte Nachsorge können langfristige Komplikationen, wie die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH), vermieden werden.

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Was Sie erwartet

Unser Behandlungskonzept für Ihre Reha bei Lungenembolie

Was wir in der Rehabilitation bei Lungenembolie erreichen können

Das Ziel der Rehabilitation ist es, die körperliche Belastbarkeit zu steigern, die Lungenfunktion zu verbessern und die Herz-Kreislauf-Gesundheit wiederherzustellen. Außerdem werden Betroffene darin geschult, Risikofaktoren für erneute Embolien zu erkennen und zu minimieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der emotionalen und psychischen Stabilisierung, da viele Patienten nach einer Lungenembolie Ängste und Unsicherheiten erleben. Langfristig sollen Betroffene ein gesundes, selbstbestimmtes Leben führen können.

Unsere therapeutischen Angebote

Während der Reha werden verschiedene Therapiemodule angeboten:

Medizinische Betreuung

Regelmäßige Kontrolle der Herz- und Lungenfunktion, Einstellung der Medikation, insbesondere Antikoagulation.

Physiotherapie

Gezieltes Bewegungstraining zur Steigerung der Ausdauer und Verbesserung der Venenfunktion bei meist begleitender Thrombose.

Ernährungsberatung

Unterstützung bei der Umstellung auf eine herz- und gefäßfreundliche Ernährung.

Entspannungstechniken

Maßnahmen zur Stressreduktion, wie progressive Muskelentspannung oder Atemübungen.

Psychologische Betreuung

Hilfe bei der Bewältigung von Ängsten und der Entwicklung eines positiven Umgangs mit der Erkrankung.

Atmentherapie

Übungen zur Förderung der Sauerstoffaufnahme und Stärkung der Atemmuskulatur.

Nichtrauchertraining

Selbstmanagement und Schulungen

Wissensvermittlung zu Ursachen, Symptomen und Prävention von Lungenembolien sowie zu Antikoagulationstherapien.

Diagnose von Thrombose und Lungenembolie

Verschiedene Blutwerte sind hinweisend auf eine Thrombose oder Lungenembolie. Sie helfen dem Arzt, eine erste Einschätzung über das Vorliegen und die Schwere der Erkrankung zu treffen.

  • Verschiedene Blutwerte sind hinweisend auf eine Thrombose oder Lungenembolie. Sie helfen dem Arzt, eine erste Einschätzung über das Vorliegen und die Schwere der Erkrankung zu treffen.

Ablauf der kardiologischen Rehabilitation bei MEDIAN

Die kardiologische Reha dauert in der Regel etwa drei Wochen, kann jedoch bei Bedarf und in Abstimmung mit Ihrem Kostenträger verlängert werden. Die kardiologische Reha ist der Beginn einer nachhaltige Lebensstilveränderung, die Sie zuhause fortführen, um Ihre Herz-Gesundheit langfristig zu erhalten.

Ärztliche Aufnahme und individuelle Zielsetzung

In der ärztlichen Aufnahmeuntersuchung wird Ihre Krankengeschichte besprochen sowie Ihre Erwartungen an die Rehabilitation geklärt, sodass wir gemeinsam Ihre realistischen Rehabilitationsziele definieren können. Darauf aufbauend wird der individuelle Behandlungsplan erstellt.

Therapieablauf und ärztliche Betreuung

Die Therapien finden normalerweise wochentags zwischen 8.00 und 17 Uhr statt. Mindestens einmal pro Woche finden Visiten und/ oder Untersuchungen durch unsere Fachärztinnen und Fachärzte zur Überwachung Ihres Fortschritts und gegebenenfalls Anpassung Ihres Behandlungsplans statt. Gesonderte Arztsprechstunden können vereinbart werden.

Nachsorge und nachhaltige Unterstützung

Damit Sie Ihre Reha-Erfolge zuhause weiter ausbauen und verstetigen können, besprechen wir zum Ende der Rehabilitation geeignete Nachsorgeangebote wie unser Nachsorgeangebot MyMEDIAN@Home.

Verstehen, erkennen, behandeln

Lungenembolie verstehen: Ursachen, Symptome und Folgen

Ursachen und Risikofaktoren von Lungenembolien

Zu den häufigsten Ursachen zählen Thrombosen, die sich nach längerer Immobilisation, wie etwa nach Operationen, langen Reisen oder Bettlägerigkeit, bilden. Seltener sind angeborene oder erworbene Gerinnungsstörungen. 

Risikofaktoren umfassen Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen, Schwangerschaft und die Einnahme bestimmter Medikamente, wie etwa hormoneller Verhütungsmittel.

Symptome und Folgen einer Lungenembolie

Eine Lungenembolie kann sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Manche Betroffene spüren kaum etwas oder leiden nur unter leichter Atemnot und Husten. Andere entwickeln plötzlich starke Brustschmerzen, Beklemmungsgefühle, Angst und schwere Luftnot. Ursache ist der Verschluss von Lungenarterien, wodurch weniger Blut in die Lunge gelangt und die Sauerstoffaufnahme eingeschränkt ist. Gleichzeitig steigt der Druck in den Lungengefäßen (pulmonale Hypertonie), was das Herz stark belastet (Rechtsherzbelastung). Durch den hohen Druck und Sauerstoffmangel wird der Herzmuskel schlechter durchblutet und verliert an Pumpkraft. Eine schwere Lungenembolie kann so das Herz versagen lassen und innerhalb der ersten Stunden tödlich verlaufen.

Formen von Gefäßerkrankungen

Die Schwere der Lungenembolie wird anhand des Ausmaßes der Verstopfung in den Lungenarterien eingeteilt:

  • Leichte Lungenembolie: Geringfügige Symptome, meist gute Prognose.

  • Mittelschwere Lungenembolie: Moderate Beschwerden, oft mit sichtbarer Einschränkung der Herzfunktion.

  • Schwere Lungenembolie: Lebensbedrohliche Zustände mit Kreislauf- und Atemversagen, die sofortige intensivmedizinische Maßnahmen erfordern.

Unsere Kliniken für die Rehabilitation nach einer Lungenembolie