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Das Leben leben

Wege zurück zu Mut und Selbstvertrauen

Kinder- und Jugendreha bei Angststörungen mit MEDIAN

Wenn Ihr Kind unter Ängsten leidet, fragen Sie sich als Eltern vielleicht: „Kann eine Reha helfen, wenn die Angst das Leben unseres Kindes bestimmt?“ Die Antwort lautet: Ja, mit gezielter therapeutischer Unterstützung. In einer Reha bei MEDIAN erhalten Sie und Ihr Kind Hilfe, Zeit und Raum, um Ängste zu verstehen, zu bewältigen und wieder mehr Mut im Alltag zu entwickeln.

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Ihr Kind durch die der Reha bei Angststörungen erreichen kann

Während der Kinder- und Jugendreha lernen Sie mit Hilfe der Begleitung der Therapeuten wie Sie Ihr Kind anleiten und begleiten können, um Schritt für Schritt, besser mit Ängsten umzugehen und den Alltag wieder selbstbewusst und eigenständig zu meistern:

  • Strategien im Alltag

    Mit Hilfe der Wochenziele begleiten Sie ihr Kind dabei Fähigkeiten zu entwickeln, um herausfordernde Situationen wie Schulbesuch, Freundschaften oder Aufenthalte an öffentlichen Orten wieder selbstständig zu bewältigen.

  • Mehr Stabilität und Teilhabe

    Während der gemeinsamen  Gruppentherapien werden psychische Belastbarkeit, aktive Teilnahme in altersgleochen Gruppen und am Familienleben sowie an Freizeitaktivitäten wieder möglich.

  • Wachsendes Selbstvertrauen

    Durch Übungen in alltagsnahen Situationen und mit therapeutischer Begleitung erlebt Ihr Kind neue Sicherheit im Umgang mit angstauslösenden Momenten.

     

  • Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung

    In Schulungen, gemeinsamen Gesprächen und im Austausch mit anderen erfahren Sie als Eltern, wie Sie Ihr Kind im Alltag einfühlsam begleiten können. So gelingt ein vertrauensvoller Umgang miteinander und ein Weg mit weniger Sorgen.

Was Sie in der Kinder- und Jugendreha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha bei Angststörungen

Ein erfahrenes Team aus Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Ärztinnen und Ärzten sowie pädagogischen Fachkräften begleitet Ihr Kind während des Reha-Aufenthalts mit dem Ziel, die Ihrem Kind die Ängste besser verständlich zu machen und Wege aufzuzeigen, mit diesen umzugehen. Ein zentraler Bestandteil der Rehabilitation ist daher Gruppentherapie. Dabei lernt Ihr Kind:

  • Angst wahrnehmen
  • Bewältigungsstrategien
  • wie es Schritt für Schritt Fortschritte machen kann
     

Im Fokus steht dabei oft die Konfrontationstherapie: Ihr Kind nähert sich in kleinen Schritten angstauslösenden Situationen, zunächst gemeinsam mit der Begleitperson,in Absprache später auch allein. So entsteht die Erfahrung: „Ich kann das schaffen!“

Die Therapiebausteine der Kinder- und Jugendreha

Die Reha ist ganzheitlich aufgebaut. Neben der Angst selbst berücksichtigen wir auch das soziale Umfeld Ihres Kindes wie Schule, Freizeit, Familie oder Freundschaften. In Einzel- und Gruppengesprächen helfen wir, individuelle Stärken zu entdecken und zu nutzen, um mutiger durchs Leben zu gehen. Ihr Kind erlebt einen klar strukturierten Tagesablauf mit:

  • Tagesaktivierungen mit einem Wechsel aus Ruhe- und Aktivitätsphasen
  • Gruppentherapien auf Basis der integrativen Psychotherapie, dabei finden Techniken aus vielen Therapieschulen Anwendung
  • Entspannungs- und Achtsamkeitseinheiten zur Stress- und Spannungsregulation

Entspannungsverfahren

Unter Anleitung lernen die Kinder Autogenes Training, Achtsamkeitsübungen oder Progressive Muskelentspannung. So entwickeln sie Strategien, um bei Stress oder Angst innerlich zur Ruhe zu kommen. Diese Techniken werden im Alltagstraining immer wieder praktisch eingeübt oder auch draußen in der Natur oder in Bewegungsräumen.
 

Desensibilisierung

durch schrittweises Annähern an angstauslösende Reize

Medikamentöse Unterstützung

falls erforderlich und immer sorgfältig ärztlich geprüft sowie in Kombination mit Psychotherapie

Angehörigenarbeit

Enge Einbindung der Eltern in Gespräche und Schulungen, damit Sie Ihr Kind auch nach der Reha weiter begleiten und stärken können

Kreative und erlebnispädagogische Angebote

z. B. in der Natur, um Mut und Selbstwirksamkeit zu fördern

Verstehen, erkennen, behandeln

Angststörungen bei Kindern verstehen: Ursachen, Risiken, Symptome und Folgen

Ursachen und Risikofaktoren

Eine Angststörung entsteht oft durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zum Beispiel biologische, psychologische oder familiäre Einflüsse. Ein häufiges Merkmal ist das sogenannte Vermeidungsverhalten: Kinder und Jugendliche vermeiden angstauslösende Situationen, was kurzfristig Erleichterung verschafft, die Angst langfristig jedoch verstärkt.

Weitere Risikofaktoren können sein:

  • Genetische Veranlagung

    etwa durch psychische Vorerkrankungen in der Familie

  • Psychosoziale Belastungen

    wie Mobbing, Verluste, Trennung der Eltern, Umzüge oder Unfälle

  • Ängstliches oder überbehütendes Umfeld

    Kinder übernehmen oft unbewusst die Reaktionen naher Bezugspersonen

  • Erziehungsstil

    zum Beispiel übermäßige Kontrolle oder wenig Raum für eigene Erfahrungen, was die Entwicklung von Ängsten fördern kann.
     

Symptome & Diagnose

Angst ist grundsätzlich ein normales Gefühl, doch wenn sie den Alltag dauerhaft stark beeinflusst, kann eine behandlungsbedürftige Angststörung vorliegen. Typische Anzeichen bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich auf drei Ebenen:

Körperliche Symptome

Kinder und Jugendliche klagen häufig über Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Bauchschmerzen, Übelkeit oder Kopfschmerzen. Viele wissen selbst nicht, dass ihre Beschwerden mit Ängsten zusammenhängen.

Verhalten

Manche Kinder ziehen sich zurück, schweigen oder meiden bestimmte Situationen. Andere werden plötzlich aggressiv, weinen oft oder laufen weg meist aus Angst, nicht aus Trotz.

Gedanken

Ängste äußern sich auch in belastenden Gedanken, zum Beispiel:

  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Wenn ich etwas nicht mache, passiert etwas Schlimmes.“
  • „Meine Eltern könnten in Gefahr sein.“
  • „Das Flugzeug stürzt ab.“

 

Formen der Angststörungen

Angststörungen können sich bei Kindern und Jugendlichen ganz unterschiedlich zeigen. In der Reha schauen wir genau hin, um gemeinsam herauszufinden, welche Form der Angst vorliegt und was konkret hilft. Hier ein Überblick über die häufigsten Formen:

Wenn Ihr Kind große Angst hat, ohne Sie als Eltern oder eine andere wichtige Bezugsperson zu sein, beispielsweise beim Übernachten außerhalb, auf dem  Schulweg oder auf Klassenfahrt.
 

  • Wenn Ihr Kind große Angst hat, ohne Sie als Eltern oder eine andere wichtige Bezugsperson zu sein, beispielsweise beim Übernachten außerhalb, auf dem  Schulweg oder auf Klassenfahrt.
     

Spezifische Phobien im Detail:

  • Krankheitsphobien

    Intensive Angst davor, selbst schwer krank zu sein oder es zu werden. Oft ist es begleitet von häufigem Kontrollieren des Körpers oder dem Meiden von ärztlichen Untersuchungen.

  • Klaustrophobie

    Die Angst vor engen oder geschlossenen Räumen wie in Fahrstühlen, in kleinen Zimmern oder in vollen Bussen.

  • Sexualphobien

    Starke Angst vor sexuellen Themen, oft begleitet von Scham oder innerem Stress, auch im Kontakt mit Gleichaltrigen.

  • Schulphobie

    Hier steckt oft eine unbewusste Sorge um die Familie dahinter. Kinder spüren, dass sie zu Hause gebraucht werden oder wollen (unbewusst) Eltern in Konfliktsituationen beschützen. Die Schule wird dann vermieden, obwohl dort an sich keine bedrohliche Situation vorliegt. Ursache kann eine familiäre Konfliktsituation sein.

  • Schulangst

    Im Gegensatz zur Schulphobie entsteht diese Angst aus konkreten Situationen in der Schule etwa durch Mobbing, Leistungsdruck, Entwertung durch Lehrkräfte oder Angst vor Gewalt. Beide Formen können dazu führen, dass Kinder und Jugendliche die Schule nicht mehr betreten können.

  • Flugangst

    Die Vorstellung, in ein Flugzeug zu steigen, ruft Panik oder starken Stress hervor, selbst bei der bloßen Planung einer Reise.

Folgen von Angststörungen

Eine Angsterkrankung stellt für Ihr Kind und für die gesamte Familie eine hohe Belastung dar und wirkt sich oft stark auf das alltägliche Leben aus. 

Vermeidungsverhalten

Besonders bei Kindern und Jugendlichen führt eine unbehandelte Angststörung häufig zu erheblichen Einschränkungen.
Situationen, in denen Angst entstehen könnte, werden gemieden:

  • Weigerung, zur Schule zu gehen
  • Nicht allein einschlafen wollen
  • Nicht allein bleiben wollen
  • Starkes Klammern bei Verabschiedungen
  • Rückzug aus Gruppen oder sozialen Aktivitäten
  • Vermeidung von Klassenfahrten, Hobbys oder Freundschaften

Die Angst kann außerdem

  • die schulischen Leistungen belasten z. B. durch Konzentrationsprobleme oder Prüfungsangst
  • die soziale Entwicklung bremsen wie Freundschaften aufzubauen oder sich in Gruppen wohlzufühlen, fällt schwer
  • körperliche Beschwerden auslösen, wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafproblemen

Wenn die Angst den Alltag stark bestimmt, kann das ganze Familienleben darunter leiden. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Hilfe anzunehmen. In der Reha bekommt Ihr Kind angemessene Unterstützung, um wieder mit mehr Vertrauen, Mut und Freude durchs Leben zu gehen.

Häufige Fragen zur Kinder- und Jugendreha bei Angststörungen

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