Direkt zum Hauptinhalt

Das Leben leben

Gut eingestellt ins Leben. 

Reha bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus 

Eine Reha unterstützt betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Familien dabei, den Alltag mit der Erkrankung sicher und selbstständig zu bewältigen. Ziel ist es, den Blutzucker gut einzustellen, gesundheitliche Risiken zu verringern und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, damit Kinder trotz Diabetes aktiv am Leben teilnehmen können.

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Ihr Kind in der Rehabilitation bei Diabetes erreichen können

Eine Reha unterstützt Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus dabei, den Alltag leichter zu meistern und ein aktives Leben zu führen. Ziele sind:

  • Stabile Stoffwechseleinstellung

    um Blutzuckerschwankungen zu reduzieren

  • Mehr Selbstständigkeit

    bei Stoffwechselkontrolle und Insulinabgabe

  • Sicherheit im Alltag

    z. B. beim Sport, in der Schule oder bei Ausflügen

  • Regulierung der Energiebilanz

    zur Erhaltung bzw. Erzielung von Normalgewichtigkeit.

  • Lebensfreude

    durch altersgerechte Freizeitangebote und Bewegung.

  • Unterstützung der Eltern

    durch Beratung, Schulung und Austausch

  • Förderung der Krankheitsakzeptanz

     ggf. Lösung von psychosozialen Problemen, Entspannungstraining

  • Förderung des Selbstbewusstseins und der sozialen Kompetenz

  • Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungskonzept bei Kindern mit Diabetes

Das Therapieangebot in der Kinder- und Jugendreha bei MEDIAN ist ganzheitlich ausgerichtet und wird individuell auf die Bedürfnisse Ihres Kindes abgestimmt. Unsere Ärzt/-innen und Psycholog/-innen und Therapeut/-innen und arbeiten eng zusammen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Behandlungen umfassen unter anderem:

Therapiebausteine

Unsere Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten eng zusammen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Behandlungen umfassen unter anderem:

Indikationsspezifische Schulungen

Ausgerichtet, auf das Krankheitsbild, die damit einhergehenden Belastungen und Komplikationen sowie die Folgeerkrankungen erfolgen strukturierte Schulungen zur Verbesserung der Krankheit, Wahrnehmung, Bewältigung und Integration im Alltag.

Physiotherapie

Verbesserung von Beweglichkeit, Muskelkraft und Koordination durch Einzel- und Gruppentraining.

Ergotherapie

Diese kreativen Therapieformen fördern motorische Fähigkeiten, Konzentration und Selbstbewusstsein. In der Ergotherapie wird z. B. mit handwerklichen Projekten gearbeitet, um Ausdauer und Feinmotorik zu stärken. 

Sport- und Bewegungstherapie

Spielerische Sportangebote, Fitness- und Koordinationsübungen oder Outdoor-Aktivitäten steigern die körperliche Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen. Auch gezielte Übungen gegen Haltungsschwächen oder zur Kräftigung werden integriert. Bewegung fördert zudem den Stressabbau und sorgt für positive Erlebnisse in der Gruppe.
 

Entspannungsverfahren

Unter Anleitung lernen die Kinder Autogenes Training, Achtsamkeitsübungen oder Progressive Muskelentspannung. So entwickeln sie Strategien, um bei Stress oder Angst innerlich zur Ruhe zu kommen. Diese Techniken werden im Alltagstraining immer wieder praktisch eingeübt oder auch draußen in der Natur oder in Bewegungsräumen.
 

Schulische Förderung

Der Unterricht findet in kleinen Klassen mit maximal acht bis zehn Schülerinnen und Schülern statt. Er wird individuell an den Lernstand angepasst, um Lernerfolge zu sichern. Durch den engen Austausch zwischen Lehrkräften, Therapeutinnen und Therapeuten wird das schulische Lernen mit den Therapieinhalten verbunden, z. B. durch Konzentrationsübungen oder soziale Lernprojekte.
 

Medizinische Versorgung

Die ärztliche Betreuung umfasst regelmäßige Visiten, Diagnostik (z. B. körperliche Untersuchungen, Bluttests, Lungenfunktionsmessungen) sowie eine medikamentöse Therapie, falls es notwendig ist. Ärztinnen und Ärzte arbeiten eng mit Psychologinnen, Physiotherapeutinnen und anderen Fachbereichen zusammen, um die Behandlung ganzheitlich abzustimmen.

Anleitung zum Selbstmanagement

Kinder und Jugendliche lernen, ihre Symptome und Erkrankungen im Alltag selbst besser zu steuern, zum Beispiel durch ein Schmerztagebuch, Atemübungen bei Atemnot oder den sicheren Umgang mit Medikamenten. Eltern erhalten praxisnahe Tipps, wie sie ihr Kind auch nach der Reha optimal unterstützen können.

Angehörigenarbeit

In Familiengesprächen sprechen wir offen über Belastungen und erarbeiten gemeinsam Strategien für den Alltag. Spezielle Elternseminare vermitteln Wissen zu Themen wie Erziehung in Belastungssituationen, Kommunikation oder Stressprävention.

Abwechslungsreiche Freizeitgestaltung

Freizeitangebote wie Sportturniere, Bastel- und Kreativnachmittage, Ausflüge in die Umgebung oder gemeinsame Filmabende fördern Gemeinschaft und Spaß. Bei schönem Wetter finden viele Aktivitäten draußen im Park oder am nahegelegenen Wald statt.
 

Familiäre Umgebung

Die Zimmer sind freundlich eingerichtet, teils rollstuhlgerecht und allergikerfreundlich. Für jüngere Kinder gibt es Spielbereiche, für Jugendliche Gemeinschaftsräume mit Kickertisch oder Sofaecke, an denen man schnell Kontakte knüpft.

Verstehen, erkennen, behandeln

Diabetes mellitus verstehen: Ursachen und Behandlung bei Kindern und Jugendlichen

Was ist Diabetes mellitus Typ 1 ?

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung bei der es letztlich zum vollständigen Verlust der Insulinproduktion des Körpers kommt. Da Insulin ein lebenswichtiges Hormon ist, muss es, der Lebensweise der Kinder und Jugendlichen angepasst, dem Körper von außen zugeführt werden. Dies erfolgt in diesem Alter überwiegend durch eine Insulinpumpe. Durch die Einführung von Geräten zur kontinuierlichen Glukosemessung kann die passende Insulinabgabe teilweise automatisiert erfolgen. Dabei sind gute Kenntnisse zum Zuckerstoffwechsel und zur Handhabung der Technik erforderlich. 

Da der Blutzuckerspiegel normalerweise sehr eng geregelt ist, bestehen die Risiken der Behandlung vor allem in akut zu niedrigen Blutzuckerwerten (Unterzuckerung mit der Gefahr der Bewusstlosigkeit) oder chronisch zu hohen Blutzuckerwerten (Spätfolgen an den Blutgefäßen und Nervenschädigungen). Trotz moderner Möglichkeiten der Behandlung mit deutlicher Verbesserung der Stoffwechselregulation führt die Diagnose Typ 1- Diabetes zu einer hohen psychischen Belastung der Betroffenen und des familiären Umfeldes.

Was ist Diabetes mellitus Typ 2 ?

Diabetes Typ 2 ist im Kindes- und Jugendalter dagegen vergleichsweise selten, geht häufig mit Übergewicht und Adipositas einher und wird deshalb in unserer Klinik im Rahmen eines Adipositaskonzeptes gesondert behandelt. Die Risiken sind hier die Folgen der Adipositas (metabolisches Syndrom) und der chronischen Hyperglykämie (Gefäß- und Nervenschäden).

Wodurch entsteht Diabetes mellitus ?

  • Typ 1

    Diabetes mellitus Typ 1 entsteht durch eine fehlgeleitete Immunreaktion, die insulinproduzierende Zellen zerstört.

  • Typ 2

    Diabetes mellitus Typ 2 kann durch Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigt werden, auch bei Kindern und Jugendlichen.

Häufige Fragen zur Kinder- und Jugendreha bei Diabetes

Kinder- und Jugendreha

Unsere Kliniken zur Behandlung von Diabetes Typ 1