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Das Leben leben

Wir helfen Ihrem Kind, wieder Vertrauen zu gewinnen

Reha bei Einnässen/Enuresis mit MEDIAN

Einnässen am Tage und/oder in der Nacht stellt ein schwerwiegendes Symptom dar, das über eine soziale Stigmatisierung zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen und zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls führen kann. 

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Ihr Kind mit der Reha bei Enuresis erreichen kann

In der Reha haben Sie gemeinsam mit ihrem Kind Gelegenheit, abseits des Alltags eine Strategie zur Überwindung der Symptomatik zu entwickeln. Wir legen dabei großen Wert darauf, ein Bündnis zwischen Elternteil und Kind zu schaffen, um die familiären Ressourcen zu stärken und zu nutzen. Ziel ist dabei, dass das Kind zunehmend selbst Verantwortung für die Körperfunktion des Wasserlassens übernimmt und über kleine und größere Erfolge Selbstwirksamkeit erfährt. Die Eltern agieren dabei als Unterstützer und Begleiter.

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha bei Enuresis

Therapiebausteine

Unsere Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten eng zusammen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Behandlungen umfassen unter anderem:

Indikationsspezifische Schulungen

Ausgerichtet, auf das Krankheitsbild, die damit einhergehenden Belastungen und Komplikationen sowie die Folgeerkrankungen erfolgen strukturierte Schulungen zur Verbesserung der Krankheit, Wahrnehmung, Bewältigung und Integration im Alltag.

Physiotherapie

Verbesserung von Beweglichkeit, Muskelkraft und Koordination durch Einzel- und Gruppentraining.

Ergotherapie

Diese kreativen Therapieformen fördern motorische Fähigkeiten, Konzentration und Selbstbewusstsein. In der Ergotherapie wird z. B. mit handwerklichen Projekten gearbeitet, um Ausdauer und Feinmotorik zu stärken. 

Sport- und Bewegungstherapie

Spielerische Sportangebote, Fitness- und Koordinationsübungen oder Outdoor-Aktivitäten steigern die körperliche Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen. Auch gezielte Übungen gegen Haltungsschwächen oder zur Kräftigung werden integriert. Bewegung fördert zudem den Stressabbau und sorgt für positive Erlebnisse in der Gruppe.
 

Entspannungsverfahren

Unter Anleitung lernen die Kinder Autogenes Training, Achtsamkeitsübungen oder Progressive Muskelentspannung. So entwickeln sie Strategien, um bei Stress oder Angst innerlich zur Ruhe zu kommen. Diese Techniken werden im Alltagstraining immer wieder praktisch eingeübt oder auch draußen in der Natur oder in Bewegungsräumen.
 

Schulische Förderung

Der Unterricht findet in kleinen Klassen mit maximal acht bis zehn Schülerinnen und Schülern statt. Er wird individuell an den Lernstand angepasst, um Lernerfolge zu sichern. Durch den engen Austausch zwischen Lehrkräften, Therapeutinnen und Therapeuten wird das schulische Lernen mit den Therapieinhalten verbunden, z. B. durch Konzentrationsübungen oder soziale Lernprojekte.
 

Medizinische Versorgung

Die ärztliche Betreuung umfasst regelmäßige Visiten, Diagnostik (z. B. körperliche Untersuchungen, Bluttests, Lungenfunktionsmessungen) sowie eine medikamentöse Therapie, falls es notwendig ist. Ärztinnen und Ärzte arbeiten eng mit Psychologinnen, Physiotherapeutinnen und anderen Fachbereichen zusammen, um die Behandlung ganzheitlich abzustimmen.

Anleitung zum Selbstmanagement

Kinder und Jugendliche lernen, ihre Symptome und Erkrankungen im Alltag selbst besser zu steuern, zum Beispiel durch ein Schmerztagebuch, Atemübungen bei Atemnot oder den sicheren Umgang mit Medikamenten. Eltern erhalten praxisnahe Tipps, wie sie ihr Kind auch nach der Reha optimal unterstützen können.

Angehörigenarbeit

In Familiengesprächen sprechen wir offen über Belastungen und erarbeiten gemeinsam Strategien für den Alltag. Spezielle Elternseminare vermitteln Wissen zu Themen wie Erziehung in Belastungssituationen, Kommunikation oder Stressprävention.

Abwechslungsreiche Freizeitgestaltung

Freizeitangebote wie Sportturniere, Bastel- und Kreativnachmittage, Ausflüge in die Umgebung oder gemeinsame Filmabende fördern Gemeinschaft und Spaß. Bei schönem Wetter finden viele Aktivitäten draußen im Park oder am nahegelegenen Wald statt.
 

Familiäre Umgebung

Die Zimmer sind freundlich eingerichtet, teils rollstuhlgerecht und allergikerfreundlich. Für jüngere Kinder gibt es Spielbereiche, für Jugendliche Gemeinschaftsräume mit Kickertisch oder Sofaecke, an denen man schnell Kontakte knüpft.

Verstehen, erkennen, behandeln

Einnässen verstehen: Ursachen, Risiken, Symptome und Folgen

Ursachen und Risikofaktoren der Enuresis (Einnässen)

Einnässen (medizinisch: Enuresis) bezeichnet unwillkürliches nächtliches Einnässen ab dem 5. Lebensjahr ohne organische Ursache. Häufige Gründe sind:

  • Reifungsverzögerungen

    z. B. im Wach-Schlaf-Mechanismus der Blase – das Kind wacht bei voller Blase nicht auf.

  • Familiäre oder psychosoziale Belastungen

    wie Trennung, Geburt eines Geschwisters, Stress in der Schule

  • ADHS oder andere neurobiologische Entwicklungen

    können das Risiko erhöhen

Symptome, Diagnostik und Folgen der Enuresis

Symptome und Diagnostik der Enuresis (Einnässen)

  • Das Kind nässt nachts ein (Enuresis nocturna)
  • Das Kind nässt tagsüber ein (Enuresis diurna)
  • Das Kind nässt tags- und nachts ein Enuresis diurna et nocturna)
  • In der Reha erfolgt eine umfassende Diagnostik: Anamnese, körperliche Untersuchung, ggf. 24-Stunden-Entleerungsverhaltens.

Folgen einer unbehandelten Enuresis

Das nächtliche Einnässen kann für Kinder und Jugendliche belastend sein. Folgen können sein:

  • Schamgefühl, verunsicherte Stimmung, Rückzug.
  • Soziale Ausgrenzung
  • Familienstress, weil Eltern Sorgen haben und das Kind geschützt wird.
  • Einschränkungen in der Teilhabe, etwa bei Übernachtungen bei Freund*innen oder Klassenfahrten.

Häufige Fragen zur Reha bei Einnässen

Kinder- und Jugendreha

Unsere Kliniken zur Behandlung von Einnässen