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Das Leben leben

Wenn die Seele den Körper belastet

Reha bei psychosomatischen Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen bei MEDIAN

Wenn Körper und Seele aus dem Gleichgewicht geraten, kann das bei Kindern und Jugendlichen zu vielfältigen Beschwerden führen, ohne dass eine körperliche Ursache gefunden wird. Dazu gehören zum Beispiel Depression, Angststörung bei, körperliche Schmerzen ohne Befund oder Essstörungen. In unseren MEDIAN Kliniken unterstützen wir Sie und Ihr Kind dabei, psychosomatische Beschwerden besser zu verstehen, zu bewältigen und den Alltag wieder positiv zu gestalten.

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Ihr Kind mit der Reha bei psychosomatischen Beschwerden erreichen kann

Die Reha hilft zum Beispiel dabei, dass Sie Ihr Kind dabei fördern können:

  • wieder regelmäßig zur Schule gehen kann,
  • ohne ständige Bauch- oder Kopfschmerzen durch den Tag kommt,
  • sich mit Gleichaltrigen sicher fühlt,
  • besser schläft und zur Ruhe kommt,
  • neue Bewältigungsstrategien im Umgang mit Ängsten, Sorgen oder Stress entwickelt.

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz bei psychosomatische Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen

Das Therapieangebot in der Kinder- und Jugendreha bei MEDIAN ist ganzheitlich, partnerschaftlich und altersgerecht ausgerichtet. Unsere Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten zusammen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Behandlungen umfassen unter anderem:

Therapiebausteine

Unsere Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten eng zusammen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Behandlungen umfassen unter anderem:

Gruppentherapien

In den psychotherapeutischen Gruppentherapien können Sie mit Ihrem Kind über Sorgen, Ängste und belastende Erlebnisse sprechen. Gruppentherapien ermöglichen den Austausch mit Gleichaltrigen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Methoden wie Verhaltenstherapie, systemische Beratung oder kreative Therapieformen (z. B. Malen, Musik oder Theater) helfen, Gefühle zu verstehen und auszudrücken.

Training sozialer Kompetenzen und Emotionsregulation

In kleinen Gruppen lernen Kinder und Jugendliche, ihre Gefühle besser wahrzunehmen, zu benennen und angemessen auszudrücken. Durch praktische Übungen trainieren sie Konfliktlösung, Teamfähigkeit und Selbstbehauptung, die im Alltag, in der Schule und in Freundschaften wichtig sind.

Ergotherapie, Kunst- und Musiktherapie

Diese kreativen Therapieformen fördern motorische Fähigkeiten, Konzentration und Selbstbewusstsein. In der Ergotherapie wird z. B. mit handwerklichen Projekten gearbeitet, um Ausdauer und Feinmotorik zu stärken. Kunsttherapie ermöglicht, Gefühle durch Farben und Formen auszudrücken. In der Musiktherapie wird gesungen, musiziert oder Musik gehört, um Spannungen zu lösen und Emotionen zu verarbeiten.

Sport- und Bewegungstherapie

Spielerische Sportangebote, Fitness- und Koordinationsübungen oder Outdoor-Aktivitäten steigern die körperliche Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen. Auch gezielte Übungen gegen Haltungsschwächen oder zur Kräftigung werden integriert. Bewegung fördert zudem den Stressabbau und sorgt für positive Erlebnisse in der Gruppe.

Entspannungsverfahren

Unter Anleitung lernen die Kinder Autogenes Training, Achtsamkeitsübungen oder Progressive Muskelentspannung. So entwickeln sie Strategien, um bei Stress oder Angst innerlich zur Ruhe zu kommen. Diese Techniken werden im Alltagstraining immer wieder praktisch eingeübt oder auch draußen in der Natur oder in Bewegungsräumen.

Schulische Förderung

Der Unterricht findet in kleinen Klassen mit maximal acht bis zehn Schülerinnen und Schülern statt. Er wird individuell an den Lernstand angepasst, um Lernerfolge zu sichern. Durch den engen Austausch zwischen Lehrkräften, Therapeutinnen und Therapeuten wird das schulische Lernen mit den Therapieinhalten verbunden, z. B. durch Konzentrationsübungen oder soziale Lernprojekte.
 

Medizinische Versorgung

Die ärztliche Betreuung umfasst regelmäßige Visiten, Diagnostik (z. B. körperliche Untersuchungen, Bluttests, Lungenfunktionsmessungen) sowie eine medikamentöse Therapie, falls es notwendig ist. Ärztinnen und Ärzte arbeiten eng mit Psychologinnen, Physiotherapeutinnen und anderen Fachbereichen zusammen, um die Behandlung ganzheitlich abzustimmen.

Anleitung zum Selbstmanagement

Kinder und Jugendliche lernen, ihre Symptome und Erkrankungen im Alltag selbst besser zu steuern, zum Beispiel durch ein Schmerztagebuch, Atemübungen bei Atemnot oder den sicheren Umgang mit Medikamenten. Eltern erhalten praxisnahe Tipps, wie sie ihr Kind auch nach der Reha optimal unterstützen können.

Angehörigenarbeit

In Familiengesprächen sprechen wir offen über Belastungen und erarbeiten gemeinsam Strategien für den Alltag. Spezielle Elternseminare vermitteln Wissen zu Themen wie Erziehung in Belastungssituationen, Kommunikation oder Stressprävention.

Abwechslungsreiche Freizeitgestaltung

Freizeitangebote wie Sportturniere, Bastel- und Kreativnachmittage, Ausflüge in die Umgebung oder gemeinsame Filmabende fördern Gemeinschaft und Spaß. Bei schönem Wetter finden viele Aktivitäten draußen im Park oder am nahegelegenen Wald statt.
 

Familiäre Umgebung

Die Zimmer sind freundlich eingerichtet, teils rollstuhlgerecht und allergikerfreundlich. Für jüngere Kinder gibt es Spielbereiche, für Jugendliche Gemeinschaftsräume mit Kickertisch oder Sofaecke, an denen man schnell Kontakte knüpft.

Verstehen, erkennen, behandeln

Psychosomatischen Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen: Ursachen, Risiken, Formen, Symptome und Folgen

Ursachen und Risikofaktoren

Vererbte Veranlagungen, wie ein empfindsames Nervensystem, können das Risiko für Depression bei Kindern oder Essstörungen bei Jugendlichen erhöhen. Psychosomatische Beschwerden wie zum Beispiel Depression oder Angststörungen bei Jugendlichen entstehen, wenn seelische Belastungen sich auf den Körper auswirken. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen. Mögliche Auslöser sind:

  • Schulstress, Mobbing oder Leistungsdruck

  • Familiäre Belastungen

    wie Trennung oder Krankheit

  • Ereignisse mit emotionaler Überforderung

  • Perfektionismus oder hoher eigener Anspruch

  • Fehlende Erholungsphasen

    z. B. durch zu viele Termine

Formen psychosomatischer Beschwerden

Diese Beschwerden lassen sich oft nicht durch körperliche Erkrankungen erklären, sind aber dennoch real und sehr belastend. In der Reha lernen Kinder und Jugendliche, ihren Körper und ihre Gefühle besser zu verstehen und konstruktiv damit umzugehen. Psychosomatische Beschwerden können sich in verschiedenen Störungsbildern zeigen. Dazu gehören unter anderem:

  • Funktionelle Körperbeschwerden

    z. B. Reizdarm oder Spannungskopfschmerz

  • Schulverweigerung oder -Vermeidung

  • Essstörungen

     bei Jugendlichen oder bei Kleinkindern

  • Wutausbrüche, gereizte Stimmung

  • Somatoforme Störungen

  • Depression

  • Schlafstörungen

Symptome, Diagnose und Folgen

Psychosomatische Beschwerden zeigen sich auf sehr unterschiedliche Weise. 

Symptome bei Psychosomatischen Beschwerden

  • Körperliche Symptome ohne organischen Befund, z. B. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemnot, Schwindel
  • Schlafprobleme
  • Appetitverlust oder Essstörungen bei Kleinkindern oder Jugendlichen
  • Konzentrationsstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Rückzug

Diagnose psychosomatischer Beschwerden

Die Diagnose wird in den meisten Fällen bereits im Vorfeld vom Kinderarzt oder Kinder- und Jugendpsychiater gestellt.

Folgen unbehandelter psychosomatischer Beschwerden

Werden psychosomatische Beschwerden nicht behandelt, kann dies die Entwicklung und Lebensqualität eines Kindes stark beeinträchtigen. Mögliche Folgen sind:

  • Chronifizierung der Symptome
  • Sozialer Rückzug
  • Schulvermeidung oder Schulabbruch
  • Angststörungen oder Depressionen
  • Spannungen in der Familie

Eine frühzeitige Reha kann helfen, diese Entwicklungen zu stoppen und neue Perspektiven zu eröffnen.

Häufige Fragen zur Kinder- und Jugendreha bei psychosomatischen Beschwerden

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