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Das Leben leben

Zurück in Bewegung und Schmerzfreiheit

Rehabilitation nach Bandscheibenvorfall bei MEDIAN

Nach einem Vorfall der Bandscheibe leiden Betroffene oft unter Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Eine Rehabilitation kann dabei helfen, Schmerzen zu reduzieren und die Bewegungsfähigkeit wiederherzustellen. Darüber hinaus kann eine frühzeitige konservative Therapie oftmals sogar eine Operation verhindern.

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Sie in der Rehabilitation nach Bandscheibenvorfall erreichen können

Die Rehabilitation nach einem Bandscheibenvorfall kann sowohl im Rahmen einer konservativen Therapie ohne Operation als auch als Anschlussheilbehandlung nach einer OP erfolgen. Sie ist eine ganzheitliche Maßnahme, die auf schnelle und nachhaltige Genesung, Schmerzreduktion und die Wiederherstellung der Wirbelsäulenfunktion abzielt. Mit gezielter Rehabilitation kann das Risiko eines erneuten Bandscheibenvorfalls verringert und der Wiedereinstieg in den Alltag erleichtert werden. 

Ob konservativ oder nach einer Operation, die Reha verfolgt folgende Ziele:

  • Wiederherstellung der Beweglichkeit
  • Vermeidung von Fehlhaltungen
  • Muskelaufbau und Stabilisierung der Wirbelsäule
  • Psychologische Begleitung für den Wiedereinstieg in den Alltag

Im Rahmen der Zufriedenheitsbefragung am Ende der Rehabilitation bewerten unsere Patientinnen und Patienten, inwieweit sich ihr Wohlbefinden durch die Behandlungen verbessert hat – 76 % von ihnen empfinden ihren persönlichen Behandlungserfolg als gut oder sogar sehr gut.

Wirbelsäulen-Reha nach einer Operation (AHB)

In unseren Rehakliniken begleiten wir Sie nach operativen Eingriffen an der Wirbelsäule und unterstützen Sie gezielt auf Ihrem Weg zurück in den Alltag. Wir sind für Sie da nach:

  • einem Bandscheibeneingriff

    z. B. Entfernung von Bandscheibengewebe oder dem Einsatz einer Bandscheibenprothese

  • einer Wirbelsäulenversteifung

    Spondylodese einzelner oder mehrerer Wirbelsäulenabschnitte

  • einer Korrektur-Operation der Wirbelsäule

  • einer Erweiterung des Rückenmarkskanales (Spinalkanal)

    zur Entlastung eingeklemmter Nerven (Dekompression)

  • einer Operation bei Wirbelbrüchen

    z. B. durch Versteifung oder Kyphoplastie

Wirbelsäulen-Reha ohne Operation

Auch ohne vorherigen operativen Eingriff sind Sie bei uns bestens aufgehoben. Wir behandeln akute und chronische Beschwerden der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule – ob lokal begrenzt oder mit Ausstrahlung in Arme oder Beine. Unser Ziel ist es, Ihre Beschwerden zu lindern, Ihre Beweglichkeit zu verbessern und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu steigern. Wir verfolgen hierbei einen ganzheitlichen Ansatz unter Einbeziehung aller psychosozialen Begleitfaktoren.  Bei uns werden unter anderem folgende Erkrankungen und Beschwerdebilder behandelt:

  • Morbus Bechterew

    chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung, die zu einer zunehmenden Versteifung der Wirbelsäule führen kann

  • Spinalkanalstenose

    Verengung des Wirbelkanals mit möglicher Einengung von Rückenmark oder Nervenwurzeln

  • Hexenschuss (Lumbago)

    plötzlich einschießender, starker Schmerz im unteren Rücken, oft ausgelöst durch ruckartige Bewegungen

  • Skoliose

    seitliche Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule

  • Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)

    Verschieben eines Wirbels gegenüber dem darunterliegenden

  • Muskuläre Fehlbelastungen oder -schwächen

    häufige Ursache für Schmerzen und Verspannungen

  • Bandscheibenvorfall

    Austritt des gallertartigen Bandscheibenkerns durch einen Riss im Faserring, häufig mit Nervenirritationen und ausstrahlenden Schmerzen

  • Altersbedingte Verschleißerscheinungen

    Osteochondrose: Abnutzung der Bandscheiben mit Höhenminderung des Bandscheibenraums

    Spondylarthrose: Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke

    Spondylose: Bildung von Knochenspangen oder -anbauten an den Wirbeln

     

Was Sie in der Reha erwartet

Was Sie in der Reha nach Bandscheibenvorfall erwartet

In den meisten Fällen kann ein Bandscheibenvorfall konservativ behandelt werden, ohne dass eine Operation notwendig ist. Die Therapie in unserer Reha-Klinik konzentriert sich vor allem auf die Stärkung der Rückenmuskulatur, um die Wirbelsäule zu stabilisieren und die Beweglichkeit sowie die Belastbarkeit für den Alltag und Beruf zu verbessern. Darüber hinaus werden Risikofaktoren identifiziert um zukünftige Beschwerden zu vermeiden.

Unsere Therapieangebote in der orthopädischen Reha 

Unsere erfahrenen Therapeuten und Ärzte arbeiten gemeinsam daran, Ihre Mobilität und Lebensqualität zu verbessern. Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung der angebotenen Behandlungsbausteine:

Physiotherapie & Krankengymnastik

zur Mobilisation und Kräftigung

Rückenschule

Schulung für rückengerechtes und ergonomisches Verhalten im Alltag

Bewegungstherapie

Spezielle Übungen zur Mobilisation und Stabilisierung

Sportporttherapie

Gezielte sportliche Aktivitäten zur Förderung der Beweglichkeit und Muskelkraft

Entspannungsmethoden

Techniken zur Reduktion von Stress und muskulären Verspannungen

Wärmeanwendungen

Zur Schmerzlinderung und Muskelentspannung

Ernährungsberatung

Erfahrene Diätassistenten begleiten Sie während der Rehaum Ihr Wissen über eine gesunde und krankheitsvorbeugende Ernährung in Ihren Alltag zu integrieren z.B. bei Osteoporose oder Übergewicht.

Massagen

Zur Linderung von Muskelverspannungen und zur Förderung der Durchblutung

Medikamentöse Schmerzbehandlung

Bei Bedarf kommen Schmerzmittel zum Einsatz, um akute Beschwerden zu lindern

Individuelle Versorgung mit Hilfsmitteln

Für eine bestmögliche Unterstützung Ihrer Therapie arbeiten wir eng mit der Orthopädietechnik zusammen. Bei Bedarf testen und verordnen wir individuell angepasste orthopädische Hilfsmittel wie z. B. Orthesen, um Ihre Wirbelsäule zu entlasten, die Stabilität zu verbessern und Ihre Mobilität zu fördern.

Ablauf der orthopädischen Rehabilitation bei MEDIAN

Die Dauer der orthopädischen Rehabilitation variiert je nach individuellem Bedarf. Beispielsweise beträgt die Reha nach einer Knieoperation in der Regel 17 bis 21 Tage. Bei Bedarf und in Abstimmung mit Ihrem Kostenträger kann die Rehabilitationsdauer verlängert werden. 

Ärztliche Aufnahme und individuelle Zielsetzung

Zu Beginn Ihrer orthopädischen Rehabilitation führen wir eine ausführliche ärztliche Aufnahmeuntersuchung durch. Dabei besprechen wir Ihre medizinische Vorgeschichte und klären Ihre Erwartungen an die Rehabilitation, um gemeinsam realistische Ziele festzulegen. Basierend auf diesen Informationen erstellen wir einen individuellen Therapieplan, der auf Ihre spezifischen Bedürfnisse Ihrer Erkrankung zugeschnitten ist. 

Therapieablauf und ärztliche Betreuung

Unsere Therapien finden in der Regel wochentags zwischen 8:00 und 17:00 Uhr statt. Ihr Tagesablauf umfasst zwei Therapieblöcke, einen am Vormittag und einen am Nachmittag, unterbrochen von den drei Hauptmahlzeiten. Mindestens einmal pro Woche führen unsere Fachärztinnen und Fachärzte Untersuchungen durch, um Ihren Fortschritt zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen Ihres Behandlungsplans vorzunehmen. Bei Bedarf können zusätzliche Arztsprechstunden vereinbart werden. 

Nachsorge und nachhaltige Unterstützung

Um Ihre Reha-Erfolge auch zu Hause weiter auszubauen und langfristig zu sichern, besprechen wir zum Ende Ihrer Rehabilitation geeignete Nachsorgeangebote mit Ihnen. Ein solches Angebot ist beispielsweise MyMEDIAN@Home die digitale Nachsorge, welche, das Sie bei der Fortführung Ihrer Therapie unterstützt. 

Die Reha sollte als erster Schritt zu einer nachhaltigen Lebensstiländerung gesehen werden, wobei erlernte Strategien und Übungen langfristig fortgeführt werden sollten. Unsere Nachsorgeangebote helfen Ihnen, Ihre Ergebnisse zu sichern und den Wiedereinstieg in den Alltag zu erleichtern.

Verstehen, erkennen, behandeln

Wirbelsäulenerkrankungen verstehen: Ursachen, Risiken und Symptome

Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Die Wirbelsäule ist das zentrale Stütz- und Bewegungsorgan unseres Körpers. Sie besteht aus mehreren Abschnitten:

  • Halswirbelsäule (HWS)

    mit 7 Halswirbeln

  • Brustwirbelsäule (BWS)

    mit 12 Brustwirbeln

  • Lendenwirbelsäule (LWS)

     mit 5 Lendenwirbeln

  • Kreuzbein (Os sacrum)

  • Steißbein (Os coccygeus)

Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben. Sie wirken wie flexible Stoßdämpfer, federn Bewegungen ab und verteilen Druck gleichmäßig. 

Jede Bandscheibe besteht aus:

  • einem Gallertkern (Nucleus pulposus) im Inneren, der für die Pufferwirkung sorgt
  • einem stabilen Faserring (Anulus fibrosus), der den Gallertkern umschließt und schützt

Kommt es durch Verschleiß, Überlastung oder plötzliche Belastungen sowie chronischem Stress zu Rissen im Faserring, kann der Gallertkern austreten. Dieses Heraustreten wird als Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) bezeichnet. Je nach Lage und Ausmaß des Vorfalls kann dabei Druck auf Nervenwurzeln entstehen, was zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder Lähmungserscheinungen führen kann – oft spürbar in Rücken, Armen oder Beinen.

Ursachen und Risikofaktoren für einen Bandscheibenvorfall

Der häufigste Grund für einen Bandscheibenvorfall sind neben natürlichen Alterungsprozessen, lebensstilbedingte Veränderungen der Wirbelsäule. Mit der Zeit verlieren die Bandscheiben an Elastizität, und der Faserring wird spröde, wodurch er Risse bekommt. Verbunden mit einer mangelnden muskulären Abstützung führt dies zur Überbeanspruchung der Bandscheiben und begünstigt den Austritt des Gallertkerns, der den Vorfall verursacht. 

Zusätzlich gibt es verschiedene Risikofaktoren, die das Entstehen eines Bandscheibenvorfalls fördern können:

  • Bewegungsmangel

  • Übergewicht

  • Langes Sitzen

  • Schwere körperliche Arbeit

  • Haltungsfehler

  • Rauchen

  • Schwangerschaft

  • Chronischer negativer Stress

  • Plötzliche ruckartige Bewegungen

    z.B. bei Unfällen oder extremer sportlicher Belastung

Symptome & Diagnose eines Bandscheibenvorfalls

Bandscheibenvorfälle sind häufig und nicht immer bestehen Beschwerden. Erst wenn der Vorfall auf einen Nerv oder das Rückenmark drückt, entstehen Symptome – häufig in Form von Schmerzen, die in die Extremitäten ausstrahlen können, bis hin zu Lähmungserscheinungen. Typische Symptome eines Bandscheibenvorfalls sind:

  • Lendenwirbelsäule

    Schmerzen, die ins Gesäß oder Bein ausstrahlen, oft begleitet von Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Bein und in schweren Fällen auch Lähmungen der Beinmuskulatur

  • Halswirbelsäule

    Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Arm, die Hand oder den Hinterkopf, sowie Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Kältegefühl in Arm oder Hand und in schweren Fällen auch Lähmungen der Arm- und Hand- sowie Fingermuskulatur

  • Brustwirbelsäule (selten)

    Schmerzen, die in den Brustkorb oder Oberbauch ausstrahlen können

  • Verhärtete Muskulatur

    im betroffenen Bereich der Wirbelsäule und belastungsabhängige Rückenschmerzen, die bei Bewegung oder längeren Belastungen stärker werden

Unsere Kliniken für Ihre orthopädische Reha nach Bandscheibenvorfall