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Das Leben leben

Beweglichkeit fördern, Schmerzen lindern, Lebensqualität zurückgewinnen

Rehabilitation bei Spinalkanalstenose mit MEDIAN

Die Spinalkanalstenose gehört zu den häufigsten Wirbelsäulen­erkrankungen im Alter. Der Wirbelkanal, in dem das Rückenmark verläuft, ist von Knochen, Bindegewebe und Bändern umgeben. Im Bereich der Lendenwirbelsäule treten Nervenwurzeln aus, die bis in die Beine ziehen. Eine stabile, gut trainierte Rückenmuskulatur ist entscheidend. Sie entlastet die Wirbelsäule, fördert die Beweglichkeit und kann Schmerzen deutlich lindern.

In der Reha bei MEDIAN setzen wir genau hier an: In spezialisierten Programmen lernen Sie, Ihre Muskulatur gezielt zu stärken und Fehlbelastungen zu vermeiden. Mit individuell abgestimmter Physiotherapie, mit Kraft- und Ausdauertraining sowie Schulungen zu rückengerechter Bewegung fördern wir Ihre Wirbelsäulenkontrolle und verbessern nachhaltig Ihre Lebensqualität.

Was Sie auf dieser Seite finden

Was wir in der Rehabilitation nach einer Spinalkanalstenose erreichen können

Eine Rehabilitation ist besonders dann wichtig, wenn die Rückenmuskulatur bereits geschwächt ist und sie die Wirbelsäule nicht mehr ausreichend stabilisiert. Typische Beschwerden wie Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle und Gehprobleme nehmen dann häufig zu. Das Ziel der Reha ist es, diese Beschwerden zu lindern, die Muskulatur gezielt zu stärken und die Beweglichkeit zu fördern. 

Gewinnen Sie Ihre Selbstständigkeit zurück und nehmen Sie wieder aktiv am Alltag teil.

Ob nach einer konservativen Behandlung oder einer Operation – die Reha bei MEDIAN ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Genesung. Wir wollen Ihre Wirbelsäule stabilisieren, Ihre Beschwerden reduzieren und Ihnen langfristig mehr Lebensqualität bieten – für einen schmerzfreien und selbstbestimmten Alltag. Im Rahmen der Zufriedenheitsbefragung am Ende der Rehabilitation bewerten unsere Patientinnen und Patienten, inwieweit sich ihr Wohlbefinden durch die Behandlungen verbessert hat:

80 % von ihnen empfinden ihren persönlichen Behandlungserfolg als gut oder sogar sehr gut.

Was Sie in der Reha erwartet

Was Sie in der Reha bei MEDIAN nach einer Spinalkanalstenose erwartet

Je nach Schweregrad der Spinalkanalstenose und der betroffenen Region – Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS) oder Lendenwirbelsäule (LWS) – entwickeln unsere Fachärztinnen und -ärzte gemeinsam mit einem interdisziplinären Team einen individuell abgestimmten Reha-Plan. In frühen Stadien können Beschwerden durch gezielte krankengymnastische und balneophysikalische Therapien häufig bis hin zur Schmerzfreiheit gelindert werden. Bei leichten bis mittelschweren Beschwerden steht die konservative Behandlung im Fokus: Ziel ist es, die Wirbelsäule zu entlasten, Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Bei fortgeschritteneren Fällen kann eine Dekompressionsoperation erforderlich sein, um den Druck auf Nerven und Rückenmark zu verringern. Nach der Operation unterstützt die Rehabilitation den Heilungsprozess, stellt Kraft und Beweglichkeit wieder her und beugt erneuten Beschwerden vor.

Wichtig: Die Ursache der Spinalkanalstenose – die Verengung im Wirbelkanal – kann nur operativ behoben werden. Auch ohne Eingriff können wir jedoch durch Reha-Maßnahmen Ihre Beschwerden lindern und Ihre Mobilität verbessern.

Unsere Therapieangebote in der orthopädischen Reha 

Unsere erfahrenen Therapeuten und Ärzte arbeiten gemeinsam daran, Ihre Mobilität und Lebensqualität zu verbessern. Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung der angebotenen Behandlungsbausteine:

Physiotherapie & Krankengymnastik

zur Mobilisation und Kräftigung

Rückenschule

Schulung für rückengerechtes und ergonomisches Verhalten im Alltag

Bewegungstherapie

Spezielle Übungen zur Mobilisation und Stabilisierung

Sportporttherapie

Gezielte sportliche Aktivitäten zur Förderung der Beweglichkeit und Muskelkraft

Entspannungsmethoden

Techniken zur Reduktion von Stress und muskulären Verspannungen

Wärmeanwendungen

Zur Schmerzlinderung und Muskelentspannung

Ernährungsberatung

Erfahrene Diätassistenten begleiten Sie während der Rehaum Ihr Wissen über eine gesunde und krankheitsvorbeugende Ernährung in Ihren Alltag zu integrieren z.B. bei Osteoporose oder Übergewicht.

Massagen

Zur Linderung von Muskelverspannungen und zur Förderung der Durchblutung

Medikamentöse Schmerzbehandlung

Bei Bedarf kommen Schmerzmittel zum Einsatz, um akute Beschwerden zu lindern

Ablauf der orthopädischen Rehabilitation bei MEDIAN

Die Dauer der orthopädischen Rehabilitation variiert je nach individuellem Bedarf. Beispielsweise beträgt die Reha nach einer Knieoperation in der Regel 17 bis 21 Tage. Bei Bedarf und in Abstimmung mit Ihrem Kostenträger kann die Rehabilitationsdauer verlängert werden. 

Ärztliche Aufnahme und individuelle Zielsetzung

Zu Beginn Ihrer orthopädischen Rehabilitation führen wir eine ausführliche ärztliche Aufnahmeuntersuchung durch. Dabei besprechen wir Ihre medizinische Vorgeschichte und klären Ihre Erwartungen an die Rehabilitation, um gemeinsam realistische Ziele festzulegen. Basierend auf diesen Informationen erstellen wir einen individuellen Therapieplan, der auf Ihre spezifischen Bedürfnisse Ihrer Erkrankung zugeschnitten ist. 

Therapieablauf und ärztliche Betreuung

Unsere Therapien finden in der Regel wochentags zwischen 8:00 und 17:00 Uhr statt. Ihr Tagesablauf umfasst zwei Therapieblöcke, einen am Vormittag und einen am Nachmittag, unterbrochen von den drei Hauptmahlzeiten. Mindestens einmal pro Woche führen unsere Fachärztinnen und Fachärzte Untersuchungen durch, um Ihren Fortschritt zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen Ihres Behandlungsplans vorzunehmen. Bei Bedarf können zusätzliche Arztsprechstunden vereinbart werden. 

Nachsorge und nachhaltige Unterstützung

Um Ihre Reha-Erfolge auch zu Hause weiter auszubauen und langfristig zu sichern, besprechen wir zum Ende Ihrer Rehabilitation geeignete Nachsorgeangebote mit Ihnen. Ein solches Angebot ist beispielsweise MyMEDIAN@Home die digitale Nachsorge, welche, das Sie bei der Fortführung Ihrer Therapie unterstützt. 

Die Reha sollte als erster Schritt zu einer nachhaltigen Lebensstiländerung gesehen werden, wobei erlernte Strategien und Übungen langfristig fortgeführt werden sollten. Unsere Nachsorgeangebote helfen Ihnen, Ihre Ergebnisse zu sichern und den Wiedereinstieg in den Alltag zu erleichtern.

Verstehen, erkennen, behandeln

Wirbelsäulenerkrankungen verstehen: Ursachen, Risiken, Symptome und Diagnostik

Was ist eine Spinalkanalstenose?

Die Spinalkanalstenose beschreibt die Verengung des Wirbelkanals, in dem das Rückenmark und die Rückenmarksnerven verlaufen. Hauptursachen sind altersbedingte Verschleißerscheinungen wie die Arthrose der kleinen Wirbelgelenke und die Degeneration der Bandscheiben. Bei starkem Verschleiß können sich Knochenauswüchse an den Wirbelgelenken und -bögen bilden, die den Kanal zusätzlich verengen. 

Auch Bandscheibenvorfälle verschärfen diese Engstellen, was den Platz für Rückenmark und Nerven weiter einschränkt. Durch diese Verengung steigt der Druck auf das Rückenmark und die Rückenmarksnerven, was zu Rückenschmerzen und möglicherweise zu dauerhaften Nervenschäden führen kann. Neben dem mechanischen Druck beeinträchtigt eine gestörte Durchblutung die Nervenversorgung, was zu vielfältigen Beschwerden führen kann.

Ursachen und Risikofaktoren einer Spinalkanalstenose

Die häufigste Ursache einer Spinalkanalstenose ist der altersbedingte Verschleiß der Bandscheiben, Wirbelgelenke und Bandstrukturen. Diese typischen Alterungsprozesse führen zu einer Verengung des Wirbelkanals, die jedoch nicht bei jedem zu Symptomen oder der Notwendigkeit einer Behandlung führt. In seltenen Fällen können angeborene Engen des Wirbelkanals Beschwerden verursachen. Auch Wirbelsäulenbrüche oder Tumore können, wenn auch selten, eine Spinalkanalstenose auslösen.

  • Verschleißerscheinungen

    (z. B. Arthrose)

  • Wirbelgleiten

    (Spondylolisthesis)

Zu den selteneren Ursachen zählen:

  • Idiopathische Spinalkanalstenose

    angeborene Verengung des Wirbelkanals

  • Vorherige Wirbelsäulenoperationen

  • Verletzungen der Wirbelkörper

  • Hormonelle Veränderungen

    zum Beispiel bei Morbus Cushing

  • Vererbte Knochenkrankheiten

    wie Morbus Paget

Symptome einer Spinalkanalstenose:

Typische Symptome einer Spinalkanalstenose sind Rückenschmerzen, die ins Gesäß und die Beine ausstrahlen. Diese Beschwerden treten typischerweise beim Gehen auf und verkürzten die schmerzfreie Gehstrecke. Viele Patienten berichten von einer Kraftminderung der Oberschenkel bei zunehmender Gehdauer. Dies führt zu häufigeren Pausen beim Gehen. Die Spinalkanalstenose wird deshalb auch als in „Schaufensterkrankheit des Rückens“ bezeichnet. Interessanterweise nehmen die Schmerzen häufig ab, wenn der Oberkörper nach vorne gebeugt wird, etwa beim Sitzen oder Fahrradfahren.

  • Rückenschmerzen, oft mit Ausstrahlung in die Beine

  • Eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule

  • Muskelverspannungen im unteren Rücken

  • Schmerzbedingtes Hinken

  • Reduzierte Gehstrecke

Diagnose und Gradeinteilung einer Spinalkanalstenose

Die Diagnose beginnt mit der Erhebung der Beschwerden im Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt, gefolgt von einer körperlichen Untersuchung. 

Zur Bestätigung werden bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen und eine Kernspintomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) eingesetzt, um die Weite des Wirbelkanals und mögliche Instabilitäten und Ursachen zu beurteilen. Eine Spinalkanalstenose kann auch auf mehreren Ebenen der Wirbelsäule gleichzeitig auftreten.

Unsere Kliniken für Ihre orthopädische Reha nach Spinalkanalstenose