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Das Leben leben

Angst verstehen und Sicherheit zurückgewinnen

Rehabilitation bei Angststörungen bei MEDIAN

Ängste und Sorgen sind zunächst ganz normale Gefühle, die jeder Mensch hat und eine normale Reaktion auf Gefahren sind. Sind die Ängste allerdings unbegründet oder stark ausgeprägt, wird der Alltag und die Lebenqualität des Betroffenen dadurch beeinträchtigt. Dann handelt es sich um eine Angststörung. Bleiben krankhafte Angstzustände unbehandelt, besteht ein erhöhtes Risiko für einen chronischen Verlauf. Stellen sich Betroffene jedoch frühzeitig ihrer Angststörung, versprechen Therapien nachweisbar gute Erfolge. Die MEDIAN Kliniken gehören zu den bundesweit größten Therapieanbietern für psychosomatische Erkrankungen wie die Angststörung. In allen psychosomatischen Kliniken profitieren Patienten mit Angstzuständen oder Panikattacken von erfolgsbewährten individuellen Behandlungskonzepten.

Was Sie auf dieser Seite finden

Ziele der Reha

Was Sie in der Rehabilitation bei Angststörungen erreichen können

In der Rehabilitation können Sie lernen,

  • Ihre Angst gezielt zu bewältigen,
  • Vermeidungsverhalten abzubauen,
  • Ihren Handlungsspielraum im Alltag zu erweitern und
  • Ihre Lebensqualität spürbar zu steigern.

Damit Sie diese Ziele erreichen, setzen unsere psychosomatischen Kliniken auf ein integratives Behandlungskonzept, das kognitiv-verhaltenstherapeutische ebenso wie tiefenpsychologisch fundierte Methoden miteinander verbindet.

Transparent und nachvollziehbar

Qualität in Zahlen

83 %

unserer Patientinnen und Patienten sind mit der Therapie in der psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN zufrieden.

Quelle

75 %

unserer Patientinnen und Patienten mit Angststörungen erleben am Ende der Reha deutlich weniger Reizbarkeit.

Quelle

61 %

unserer Patientinnen und Patienten bewerten ihren Behandlungserfolg als gut oder sehr gut.

Quelle

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha bei Angststörungen

Ein wesentlicher Baustein der Reha ist die in den psychologischen Einzelgesprächen stattfindende detaillierte Analyse der Angststörung mit ihren vorausgehenden Bedingungen, Auslösern und aufrechterhaltenden Faktoren, um nachfolgend gemeinsam mit Ihnen ein verständliches Erklärungsmodell für die Angst zu erarbeiten. Im nächsten Schritt können daraus entsprechende Handlungsstrategien für den Umgang mit der Angst abgeleitet und eine ambulant-psychotherapeutische Konfrontation mit den angstauslösenden Situationen vorbereitet werden.

Therapiebausteine der psychosomatischen Reha

Psychotherapie

  • Fokus auf kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) zur Veränderung negativer Denkmuster
  • Zusätzliche Ansätze wie Tiefenpsychologie und systemische Therapie
  • Schematherapie
  • Acceptance-Commitment-Therapie

Sport- und Bewegungstherapie

  • Bewegung fördert die physische Gesundheit und unterstützt die psychische Stabilität
  • Physiotherapie hilft bei der Entspannung und dem Stressabbau

Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken

Achtsamkeit, Meditation oder progressive Muskelentspannung helfen, Stress zu reduzieren und innere Ruhe zu finden.

Kunst- und Ergotherapie

  • Förderung der Handlungsfähigkeit im Alltag durch praktische Übungen
  • Kreatives Gestalten zur Steigerung von Selbstvertrauen und Lebensqualität

Medikamentöse Begleitung

In einigen Fällen werden Antidepressiva zur Stabilisierung des chemischen Ungleichgewichts im Gehirn eingesetzt.

Ernährungsberatung

Unterstützung bei gesunden Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil.

Berufliche Wiedereingliederung (MBOR)

Unterstützung bei beruflichen Veränderungen und Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber.

Sozialberatung

Unterstützung bei sozialen und beruflichen Herausforderungen sowie Hilfestellung bei persönlichen und familiären Problemen zur Stärkung der sozialen Integration.

Nachsorge

Ambulante Nachsorge zur langfristigen Sicherung der Therapieerfolge

VR-Therapie bei Phobien und Angststörungen

Die VR-Therapie ermöglicht es, Menschen mit Angst- oder Suchterkrankungen gezielt mit ihren persönlichen Auslösern und Belastungssituationen zu konfrontieren. Dieses Expositions- oder Konfrontationstraining
mithilfe virtueller Realität ist besonders wertvoll, wenn bestimmte Situationen, in der realen Welt schwer zugänglich oder kaum kontrollierbar sind. 

Ablauf der psychosomatische Rehabilitation bei MEDIAN

Der Ablauf Ihrer psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN ist strukturiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Aufnahme und Erstuntersuchung

Zu Beginn der psychosomatischen Rehabilitation erfolgt eine gründliche ärztliche bzw. psychotherapeutische Aufnahmeuntersuchung, bei der Ihre persönliche Anamnese sowie Ihre Erwartungen und Ziele für die Reha besprochen werden. Gemeinsam definieren wir realistische Ziele, die in Ihrem individuellen Behandlungsplan festgehalten werden. Dieser Plan bildet die Grundlage für Ihre Therapie und wird regelmäßig an Ihre Fortschritte angepasst.

Therapieablauf und Klinikalltag

Die Therapieeinheiten beinhalten eine Vielzahl von Behandlungsansätzen, darunter psychotherapeutische und medizinische Therapien sowie psychosomatische Verfahren. Mindestens einmal pro Woche erfolgt ein psychotherapeutisches Gespräch, um den Fortschritt zu überwachen und den Behandlungsplan gegebenenfalls anzupassen. Bei Bedarf können ärztliche Sprechstunden vereinbart werden.

Abschluss und Nachsorge

Zum Ende Ihrer Reha besprechen wir mit Ihnen geeignete Nachsorgeangebote, die Ihnen helfen, Ihre Fortschritte zu sichern und die erlernten Selbsthilfestrategien in den Alltag zu integrieren. Hierzu gehören gegebenenfalls ambulante Nachsorge oder der Zugang zu Selbsthilfegruppen. Ziel ist es, dass Sie Ihre Reha-Erfolge auch nach dem Aufenthalt bei MEDIAN weiter ausbauen und langfristig stabilisieren können.

Verstehen, erkennen, behandeln

Angststörungen verstehen: Ursachen, Risiken, Symptome und Folgen

Jeden Menschen können gewisse Situationen oder Gedanken in Angstzustände versetzen. Von einer Angststörung spricht man erst, wenn Panikattacken oder Angstzustände unbegründet, unangemessen und zum Teil dauerhaft auftreten. Zumeist macht sich die Angststörung auf körperliche und seelische Weise bemerkbar. 

Ursachen und Risikofaktoren 

Angstzustände sind Stressreaktionen, die den menschlichen Organismus durch Ausschüttung von Adrenalin in einen Alarmzustand versetzen. Angstzustände bereiten den Körper also darauf vor, einer Bedrohungssituation entweder mit Flucht oder mit Kampf zu begegnen.

Bei Menschen mit Angststörung oder Panikattacken koppelt das Gehirn diese notwendige Reaktion an neutrale und harmlose Reize. In Panikattacken ist der Betroffene nicht fähig, seinen Angstzuständen lösungsorientiert zu begegnen. Anstatt sich mit dem Auslöser der Panikattacken zu konfrontieren, ist ihm lediglich die Vermeidung und Umgehung der beängstigenden Situation möglich.

Symptome einer Angsstörung

Angststörungen können sich auf unterschiedliche Weise äußern und betreffen sowohl den Körper als auch Gedanken, Gefühle und Verhalten. Viele der Symptome sind zunächst normale körperliche Reaktionen, werden jedoch als bedrohlich erlebt und verstärken sich dadurch gegenseitig.

Körperliche Symptome

Häufig zeigen sich Angststörungen durch körperliche Veränderungen, die von Betroffenen besonders intensiv wahrgenommen werden, etwa Herzrasen oder eine beschleunigte Atmung. Diese Reaktionen treten nicht nur bei Angst oder Gefahr auf, sondern auch bei anderen starken Emotionen wie Freude, Wut, Stress oder Trauer. Werden sie jedoch als Angstsymptome interpretiert, kann ein Angstkreislauf entstehen. Typische Symptome sind unter anderem Herzklopfen, Atemnot oder Beklemmungsgefühle, Schwindel, Zittern, Schwitzen sowie Magen-Darm-Beschwerden.

Körperwahrnehmung und Gedanken

Im Verlauf entwickelt sich häufig ein Misstrauen gegenüber dem eigenen Körper. Normale Körperempfindungen werden verstärkt beobachtet und als Gefahr bewertet. Daraus entstehen automatische Katastrophengedanken, etwa die Befürchtung, die Kontrolle zu verlieren, ohnmächtig zu werden oder ernsthaft zu erkranken.

Gefühle und Verhalten

Begleitend treten Gefühle von Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein und Kontrollverlust auf. Um diese zu vermeiden, entwickeln viele Betroffene Vermeidungs- oder Fluchtstrategien, die kurzfristig entlasten, langfristig jedoch den Angstkreislauf aufrechterhalten und verstärken können.

Folgen von Angsstörungen

Menschen mit einer Angststörung leiden oft an einer starken Einschränkung ihrer Lebensqualität – nicht nur durch ihre Panikattacken, sondern auch durch den Versuch, Situationen zu meiden, die Angstzustände auslösen. Diese Vermeidungsstrategie gegen Panikattacken führt zu weiteren emotionalen Belastungen wie etwa:

  • Hohe Erwartungsangst, d.h. der ständige Gedanke an das mögliche Auftreten neuer Panikattacken
  • Gefühle der Abschottung und Einengung bis hin zur Depression
  • Verlust des Selbstvertrauens aufgrund der permanenten Angstzustände
  • Abhängigkeiten von anderen Menschen oder Medikamenten, auch von Hilfsmitteln oder Mechanismen als Schutz vor Panikattacken
  • Vermeidung ungewohnter Aktivitäten und Abschottung im gewohnten Umfeld
  • Beeinträchtigung der Beziehung zur Familie, zum Partner, zu Freunden und zur Arbeitswelt

Formen von Angststörungen

Angstzustände sind weitverbreitet. Studien belegen: 14 bis 25 Prozent aller Menschen sind irgendwann in ihrem Leben von einer Angststörung betroffen. Auch unter berühmten Persönlichkeiten finden sich viele Fälle, die bereits mit einer Angststörung oder Panikattacken zu kämpfen hatten. Panikattacken und Angstzustände können dabei unterschiedliche Ausprägungen haben. Zur Angststörung zählen:

Die Panikstörung ist eine Form der Angststörung, die durch wiederholt auftretende, plötzliche Panikattacken ohne eindeutigen Anlass gekennzeichnet ist. Die Betroffenen erleben während einer Panikstörung bzw. eines solchen Angstanfalls starke körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Atemnot oder Schwindel. Die Symptome lösen starke Angst und verschiedenste Befürchtungen aus, wie z.B. in Ohnmacht zu fallen, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben. Da eine solche Panikstörung von den Betroffenen als extrem unangenehm erlebt wird, entwickelt sich häufig eine Angst vor weiteren Attacken, also eine „Angst vor der Angst“.

  • Die Panikstörung ist eine Form der Angststörung, die durch wiederholt auftretende, plötzliche Panikattacken ohne eindeutigen Anlass gekennzeichnet ist. Die Betroffenen erleben während einer Panikstörung bzw. eines solchen Angstanfalls starke körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Atemnot oder Schwindel. Die Symptome lösen starke Angst und verschiedenste Befürchtungen aus, wie z.B. in Ohnmacht zu fallen, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben. Da eine solche Panikstörung von den Betroffenen als extrem unangenehm erlebt wird, entwickelt sich häufig eine Angst vor weiteren Attacken, also eine „Angst vor der Angst“.

Unsere Einrichtungen für Reha bei Angststörungen