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Das Leben leben

Aus der Erschöpfung in 
ein gesundes Leben

Rehabilitation bei Burnout

Burnout beschreibt einen Zustand tiefgehender Erschöpfung, ausgelöst durch anhaltenden Stress und hohe Belastungen. Betroffene fühlen sich kraftlos und nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Der Begriff „Burnout“ wurde in den 1970er Jahren von dem Psychotherapeuten Herbert Freudenberger geprägt. Er beschrieb das Phänomen ursprünglich bei Menschen in helfenden Berufen, die sich übermäßig für andere engagierten. Heute wissen wir: Burnout kann jeden treffen und stellt eine ernsthafte gesundheitliche Belastung dar.

 

Was Sie auf dieser Seite finden

Ziele der Reha

Was Sie in der Rehabilitation bei 
Burnout erreichen können

Die Rehabilitation unterstützt Betroffene dabei, ihre Belastbarkeit wiederherzustellen. Dabei werden effektive Stressbewältigungsstrategien entwickelt. 

Wichtige Ziele der Reha sind:

  • Entwicklung eines gesunden Umgangs mit Stress
  • Stärkung der Fähigkeit zur Abgrenzung
  • Aufbau körperlicher und mentaler Ressourcen
  • Förderung der Resilienz (psychische Widerstandskraft)
  • Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit 

Transparent und nachvollziehbar

Qualität in Zahlen

Im Jahr 2023 haben wir bei MEDIAN über 34.000 Patientinnen und Patienten erfolgreich behandelt. Unsere Therapieansätze erzielen messbar nachhaltige Verbesserungen, wie die Ergebnisse unsere digitalen Zufriedenheitsbefragung verdeutlichen.

83 %

unserer Patientinnen und Patienten sind mit der Therapie in der psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN zufrieden.

Quelle

61 %

unserer Patientinnen und Patienten bewerten ihren Behandlungserfolg als gut oder sehr gut.

Quelle

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha bei Burnout

Burnout tritt oft zusammen mit anderen psychosomatischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen auf. Die Behandlung erfolgt bei MEDIAN im Rahmen einer umfassenden psychosomatischen Rehabilitation. Diese basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist es, den Ursachen des Burnouts auf den Grund zu gehen und wirksame Strategien zu entwickeln, um die persönlichen Ressourcen aufzubauen und die Resilienz langfristig zu stärken.

Zur Wiederherstellung Ihrer seelischen Balance setzen wir auf ein vielseitiges Sport- und Entspannungsprogramm. Bewegung spielt eine zentrale Rolle, da viele Burnout-Patientinnen und -Patienten ihre körperliche Kondition verloren haben. Entspannungstechniken wie Progressive Muskelrelaxation, Qigong, Atemübungen und Achtsamkeitstraining helfen, wieder zu sich selbst zu finden und neue Energie zu schöpfen. Weitere Kraftquellen bieten die Ergotherapie sowie die Gestaltungstherapie, in der Sie Ihre Kreativität entfalten und neue Fähigkeiten entdecken können.

Therapiebausteine bei Burnout

Psychotherapie

In den psychotherapeutischen Gesprächen lernen Sie, die Ursachen Ihres Burnouts zu verstehen und zwischen inneren und äußeren Auslösern zu unterscheiden. Gemeinsam erarbeiten wir konkrete Lösungsansätze, wie z. B. das Erlernen von "Nein"-Sagen oder die strategische Reduzierung der Arbeitsbelastung.

Berufliche Wiedereingliederung (MBOR)

Ein wesentlicher Teil unserer Behandlung ist die Unterstützung bei beruflichen Veränderungen. Da äußere Umstände, insbesondere am Arbeitsplatz, oft eine Rolle beim Burnout spielen, erhalten Sie durch Soziotherapie wertvolle Unterstützung. Unsere Therapeutinnen und Therapeuten nehmen Kontakt mit Ihrem Arbeitgeber auf, um gemeinsam Lösungen zu finden und Ihre Wiedereingliederung zu planen.

Sport- und Bewegungstherapie

Bewegung fördert die physische Gesundheit und unterstützt die psychische Stabilität, während Physiotherapie bei der Entspannung und beim Stressabbau hilft.

Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken

Achtsamkeit, Meditation oder progressive Muskelentspannung helfen, Stress zu reduzieren und innere Ruhe zu finden.

Ergo- und Gestaltungstherapie

  • Förderung der kreativen Entfaltung und Ausdrucksmöglichkeiten

Ernährungstherapie

Unterstützung bei gesunden Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil.

Sozialberatung

  • Unterstützung bei sozialen und beruflichen Herausforderungen
  • Hilfestellung bei persönlichen und familiären Problemen zur Stärkung der sozialen Integration

Nachsorge

Unser multimodales Therapiekonzept hat sich in der Behandlung von Burnout sowie begleitenden Depressionen, Angststörungen und psychosomatischen Störungen bewährt. Nach einer fünf- bis sechswöchigen Reha fühlen sich viele Patientinnen und Patienten stabilisiert und sind in der Lage, ihren Alltag wieder zu bewältigen – oft mit neuer Lebensfreude und einem positiven Blick auf die Zukunft. Wir empfehlen jedoch dringend eine ambulante Nachsorge, um die erreichten Therapieerfolge langfristig zu sichern und einem erneuten Burnout vorzubeugen.

Ablauf der psychosomatische Rehabilitation bei MEDIAN

Der Ablauf Ihrer psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN ist strukturiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Aufnahme und Erstuntersuchung

Zu Beginn der psychosomatischen Rehabilitation erfolgt eine gründliche ärztliche bzw. psychotherapeutische Aufnahmeuntersuchung, bei der Ihre persönliche Anamnese sowie Ihre Erwartungen und Ziele für die Reha besprochen werden. Gemeinsam definieren wir realistische Ziele, die in Ihrem individuellen Behandlungsplan festgehalten werden. Dieser Plan bildet die Grundlage für Ihre Therapie und wird regelmäßig an Ihre Fortschritte angepasst.

Therapieablauf und Klinikalltag

Die Therapieeinheiten beinhalten eine Vielzahl von Behandlungsansätzen, darunter psychotherapeutische und medizinische Therapien sowie psychosomatische Verfahren. Mindestens einmal pro Woche erfolgt ein psychotherapeutisches Gespräch, um den Fortschritt zu überwachen und den Behandlungsplan gegebenenfalls anzupassen. Bei Bedarf können ärztliche Sprechstunden vereinbart werden.

Abschluss und Nachsorge

Zum Ende Ihrer Reha besprechen wir mit Ihnen geeignete Nachsorgeangebote, die Ihnen helfen, Ihre Fortschritte zu sichern und die erlernten Selbsthilfestrategien in den Alltag zu integrieren. Hierzu gehören gegebenenfalls ambulante Nachsorge oder der Zugang zu Selbsthilfegruppen. Ziel ist es, dass Sie Ihre Reha-Erfolge auch nach dem Aufenthalt bei MEDIAN weiter ausbauen und langfristig stabilisieren können.

Verstehen, erkennen, behandeln

Burnout verstehen: Ursachen und Risikofaktoren

Ursachen

Burnout ist eine komplexe Störung, die durch das Zusammenspiel von äußeren und inneren Faktoren entsteht. Da die Übergänge zwischen Stress, Burnout und Depression fließend sind, kann es zu schweren Beeinträchtigungen im privaten und beruflichen Leben kommen. Eine frühzeitige Behandlung in einer spezialisierten Klinik ist daher entscheidend, um die Folgen zu mildern und die Lebensqualität zu verbessern.

Innere Einflussfaktoren (Persönlichkeitsmerkmale)

Die persönliche Veranlagung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Burnout. Besonders gefährdet sind Menschen, die:

  • Ein hohes Einfühlungsvermögen haben und sich stark in ihre Aufgaben oder Beziehungen investieren
  • Zu Überengagement und Perfektionismus neigen
  • Schwierigkeiten haben, „Nein“ zu sagen oder eigene Bedürfnisse durchzusetzen

Risikofaktoren

Darüber hinaus gibt es spezifische Risikofaktoren, die das Risiko einer Depression erhöhen, wie zum Beispiel chronische Erkrankungen, hormonelle Veränderungen (z.B. während der Schwangerschaft oder Wechseljahre), Suchtprobleme oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Auch eine familiäre Häufung von psychischen Erkrankungen oder bereits vorangegangene depressive Episoden erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken. Die Wechselwirkung dieser Faktoren kann den Verlauf und die Schwere der Erkrankung erheblich beeinflussen.

Symptome & Diagnose 

Burnout entwickelt sich schleichend und verläuft in mehreren Phasen. Zu Beginn gibt es oft einen hohen Enthusiasmus für die Arbeit oder private Verpflichtungen. Wenn jedoch die erhoffte Anerkennung ausbleibt, folgen Enttäuschungen, die zu zunehmender Erschöpfung führen. Diese Ungleichgewichte begünstigen die Entwicklung von Burnout. Mit der Zeit wird die Diskrepanz zwischen Aufwand und Ertrag immer größer, was die typischen Symptome wie emotionale Erschöpfung, Ängste, Depressionen oder körperliche Beschwerden verstärkt. Häufig tritt Burnout in Kombination mit anderen psychosomatischen Erkrankungen auf. Es wird auch als Endstadium eines chronischen Stressprozesses betrachtet, bei dem die Belastungen nicht mehr ausreichend bewältigt werden.

Hauptmerkmale von Burnout

  • Emotionale Erschöpfung: Sämtliche Ressourcen scheinen aufgebraucht, auch körperliche. Betroffene fühlen sich restlos überfordert und sagen zum Beispiel: „Ich kann nicht mehr“
  • Entfremdung von der Arbeit bzw. Tätigkeit: Die Tätigkeit, mit der man sich früher stark identifiziert hat, wird jetzt als negative Belastung erlebt, jegliche Leidenschaft dafür ist verlorengegangen. Fachleute sprechen von einer Depersonalisierung.
  • Reduzierte Leistungsfähigkeit: Die emotionale Erschöpfung führt zu einem messbaren Abfall der persönlichen Leistungsfähigkeit bis hin zum Verlust der beruflichen Kompetenzen. Was früher leicht fiel, ist jetzt nur noch mit großer Mühe oder gar nicht mehr möglich.

Diagnose

Burnout ist keine eigenständige Diagnose, sondern ein Risikozustand, der auf schwerwiegendere gesundheitliche Probleme hinweisen kann. Die Diagnose erfolgt durch ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin, bei dem charakteristische Symptome wie Erschöpfung, Entfremdung von der Arbeit und reduzierte Leistungsfähigkeit erfragt werden. Zudem werden begleitende Beschwerden wie Depressionen sowie Risikofaktoren wie Perfektionismus und hohe Selbstansprüche berücksichtigt.

Folgen bei Burnout

Burnout kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben, sowohl im psychischen als auch im körperlichen Bereich. Die Folgen betreffen nicht nur die berufliche Leistungsfähigkeit, sondern auch die körperliche Gesundheit und das soziale Umfeld.

Psychische Folgen

  • Depression, Angststörungen und verminderte Lebensfreude
  • Kognitive Beeinträchtigungen wie Konzentrationsstörungen

Körperliche Folgen

  • Chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen
  • Verdauungsprobleme und Herz-Kreislauf-Beschwerden

Berufliche und soziale Folgen

  • Beziehungskonflikte und berufliche Leistungseinbußen
  • Geringere Leistungsfähigkeit und mögliche Arbeitsunfähigkeit

Langfristige Folgen

Ohne Behandlung können die Auswirkungen langfristig anhalten und zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.

Unsere Kliniken für Reha bei Burnout

Die MEDIAN-Kliniken bieten umfassende Behandlungsprogramme für Menschen mit Burnout. Mit einem individuell abgestimmten, ganzheitlichen Therapieansatz unterstützen wir Sie auf dem Weg zur Genesung.