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Das Leben leben

Stärkung von Körper 
und Psyche

Rehabilitation bei somatoformen Störungen mit MEDIAN

Somatoforme oder funktionelle Störungen sind körperliche Beschwerden ohne organische Ursache. Sie entstehen häufig durch seelische Belastungen wie Stress, innere Anspannung oder zwischenmenschliche Konflikte. Diese Beschwerden betreffen oft Organe, die vom vegetativen Nervensystem gesteuert werden, wie das Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Trakt oder die Atemwege. Sie entstehen, wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät, meist aufgrund von Überlastung oder anhaltendem Stress. Betroffene leiden nicht nur unter den Symptomen, sondern auch unter dem mangelnden Verständnis ihres Umfelds. Da eine Behandlung oft verzögert wird, verschärft sich die Belastung zusätzlich.

Was Sie auf dieser Seite finden

Ziel der Reha

Was Sie in der Rehabilitation bei somatoformen Störungen erreichen können

In der psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN verfolgen wir das Ziel, Sie dabei zu unterstützen, Ihre somatoformen Störungen besser zu verstehen und einen wirksamen Umgang mit Ihren Beschwerden zu entwickeln.

Im Rahmen der Rehabilitation konzentrieren wir uns darauf, Ihre Symptome zu lindern, Ihr Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Körper und Emotionen zu vertiefen und gesunde Bewältigungsstrategien aufzubauen. Ziel ist es, Ihre Beschwerden nachhaltig zu reduzieren und Ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern.

Transparent und nachvollziehbar

Qualität in Zahlen

Im Jahr 2023 haben wir bei MEDIAN über 34.000 Patientinnen und Patienten erfolgreich behandelt. Unsere Therapieansätze erzielen messbar nachhaltige Verbesserungen, wie die Ergebnisse unsere digitalen Zufriedenheitsbefragung verdeutlichen.

83 %

unserer Patientinnen und Patienten sind mit der Therapie in der psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN zufrieden.

Quelle

61 %

unserer Patientinnen und Patienten bewerten ihren Behandlungserfolg als gut oder sehr gut.

Quelle

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha bei somatoformen Störungen

Vereinfacht gesagt ist es zunächst wichtig, in der Therapie einer somatoformen Störung bewusst wahrzunehmen, wie der eigene Körper auf unterschiedliche Gefühle reagiert. Diese Reaktionen sind von Mensch zu Mensch sehr individuell. Dabei wird auch deutlich, welche Gefühle besonders belasten und bei welchen der Körper und die Symptomatik am stärksten reagieren. Parallel dazu lernen Sie bereits ab der ersten Woche Selbstregulationsübungen kennen, mit denen Sie sich selbst positiv beeinflussen und sowohl Ihre Gefühle als auch Ihre Symptome regulieren können. Wenn Sie verstanden haben, auf welche Gefühle Ihr Körper in Belastungssituationen besonders sensibel reagiert, ist es im weiteren Verlauf sinnvoll zu betrachten, wie Sie diese im Alltag aktiv „managen“ können. 

Bei MEDIAN unterstützen wir Sie dabei, die somatoforme Störung Schritt für Schritt zu überwinden. Jeder Mensch ist durch seine Erlebnisse und Erfahrungen in seinen Gefühlsreaktionen geprägt und reagiert auf manches empfindsam, auf anderes weniger. Sich selbst gut kennenzulernen – auch im Austausch mit anderen – eröffnet neue Handlungsspielräume und fördert Veränderungen, sodass körperliche Symptome zunehmend seltener auftreten.

Therapiebausteine der psychosomatischen Reha

Psychotherapie

  • Fokus auf kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) zur Veränderung negativer Denkmuster
  • Zusätzliche Ansätze wie Tiefenpsychologie und systemische Therapie
  • Schematherapie
  • Acceptance-Commitment-Therapie

Sport- und Bewegungstherapie

  • Bewegung fördert die physische Gesundheit und unterstützt die psychische Stabilität
  • Physiotherapie hilft bei der Entspannung und dem Stressabbau

Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken

  • Achtsamkeit, Meditation oder progressive Muskelentspannung helfen, Stress zu reduzieren und innere Ruhe zu finden.

Kunst- und Ergotherapie

  • Förderung der Handlungsfähigkeit im Alltag durch praktische Übungen
  • Kreatives Gestalten zur Steigerung von Selbstvertrauen und Lebensqualität

Medikamentöse Begleitung

In einigen Fällen werden Antidepressiva zur Stabilisierung des chemischen Ungleichgewichts im Gehirn eingesetzt.

Ernährungsberatung

Unterstützung bei gesunden Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil

Berufliche Wiedereingliederung (MBOR)

Unterstützung bei beruflichen Veränderungen und Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber

Sozialberatung

  • Unterstützung bei sozialen und beruflichen Herausforderungen
  • Hilfestellung bei persönlichen und familiären Problemen zur Stärkung der sozialen Integration

Nachsorge

Ambulante Nachsorge zur langfristigen Sicherung der Therapieerfolge

Fragen zum persönlichen Umgang mit Stress

Nur in seltenen Fällen lassen sich die Bedingungen, unter denen eine andauernde emotionale Überlastung entsteht, derart günstig beeinflussen, dass der Stress sofort aufhört. In den meisten Fällen wird es erforderlich sein, einen günstigeren Umgang mit der Somatoformen Störung, also schwierigen Gefühlen und damit chronischem Stress, zu erlernen.

Folgende Fragen können dafür hilfreich sein:

  • Welche Gefühle lösen bestimmte Situationen in mir aus?
  • Wie bewerte ich? Wie streng bin ich mit mir und anderen?
  • Was sind meine Vorerfahrungen? Welche „alten“ Gefühle kommen hoch?
  • Wie schätze ich meine eigenen Fähigkeiten im Umgang mit schwierigen Lebensbereichen ein?
  • Kann ich meine Fähigkeiten verbessern oder anpassen?
  • Welche Unterstützung erhalte ich?
  • Kann ich zusätzliche Hilfe und Unterstützung erhalten?

Ablauf der psychosomatische Rehabilitation bei MEDIAN

Der Ablauf Ihrer psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN ist strukturiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Aufnahme und Erstuntersuchung

Zu Beginn der psychosomatischen Rehabilitation erfolgt eine gründliche ärztliche bzw. psychotherapeutische Aufnahmeuntersuchung, bei der Ihre persönliche Anamnese sowie Ihre Erwartungen und Ziele für die Reha besprochen werden. Gemeinsam definieren wir realistische Ziele, die in Ihrem individuellen Behandlungsplan festgehalten werden. Dieser Plan bildet die Grundlage für Ihre Therapie und wird regelmäßig an Ihre Fortschritte angepasst.

Therapieablauf und Klinikalltag

Die Therapieeinheiten beinhalten eine Vielzahl von Behandlungsansätzen, darunter psychotherapeutische und medizinische Therapien sowie psychosomatische Verfahren. Mindestens einmal pro Woche erfolgt ein psychotherapeutisches Gespräch, um den Fortschritt zu überwachen und den Behandlungsplan gegebenenfalls anzupassen. Bei Bedarf können ärztliche Sprechstunden vereinbart werden.

Abschluss und Nachsorge

Zum Ende Ihrer Reha besprechen wir mit Ihnen geeignete Nachsorgeangebote, die Ihnen helfen, Ihre Fortschritte zu sichern und die erlernten Selbsthilfestrategien in den Alltag zu integrieren. Hierzu gehören gegebenenfalls ambulante Nachsorge oder der Zugang zu Selbsthilfegruppen. Ziel ist es, dass Sie Ihre Reha-Erfolge auch nach dem Aufenthalt bei MEDIAN weiter ausbauen und langfristig stabilisieren können.

Vorbereitung auf den Alltag

Gegen Ende der Behandlung einer somatoformen Störung werden wir mit Ihnen überlegen, ob konkrete Veränderungen in Ihrem Alltagsleben, besonders in Ihrer Arbeitssituation, langfristig erreichbar sind, damit die körperlichen und gefühlsmäßigen (Über-)Reaktionen sich beruhigen. Wir wollen Sie anregen, Fähigkeiten der Selbstfürsorge (weiter) zu entwickeln, damit Sie Ihren Anforderungen aktiv entgegentreten können und diese mit weniger Stress und reduzierter (oder sogar ohne) Symptomatik bewältigen können.

 

Im Verlauf der Behandlung werden Sie erleben, dass Sie Ihren Beschwerden und Körperreaktionen nicht passiv ausgeliefert sind, sondern dass Sie die somatoforme Störung wie ein Signalsystem nutzen können, um mit den eigenen Gefühlen in einen guten Kontakt zu kommen. Sie werden Ideen entwickeln, wie Sie chronischen Stress langfristig reduzieren und Ihr Leben im Wechsel von Aktivität und Erholung aktiv und verändernd gestalten und damit direkten Einfluss auf Ihre Symptomatik nehmen können.

Verstehen, erkennen, behandeln

Somatoforme Störungen verstehen: Ursachen und Symptome

Bei einer somatoformen treten wiederholt körperliche Beschwerden über einen längeren Zeitraum auf, für die keine organische Ursache gefunden werden kann. Der Patient fühlt sich oft unverstanden, da er gefühlt keine Hilfe erfährt. Mit Somatoformen oder funktionellen körperlichen Störungen werden körperliche Beschwerden bezeichnet, die nicht auf eine organische Krankheit zurückgehen und von denen man annimmt, dass sie seelisch verursacht sind, beispielsweise durch hohe seelische Anspannung, Stresserleben oder zwischenmenschliche Konflikte. Häufig werden die Beschwerden bei Somatisierungsstörungen Organen zugeordnet, die weitgehend oder vollständig vom sogenannten vegetativen Nervensystem kontrolliert werden, z.B. Herz-Kreislauf-System, Magen-Darm-Trakt oder Atemwegstrakt. Bei Betroffenen von somatoformen Störungen besteht häufig Unklarheit über die Herkunft der Beschwerden oder es bestehen Befürchtungen, dass eine verdeckte, möglicherweise gefährliche körperliche Erkrankung dahinterstecken könnte. Manche Betroffenen wissen aber bereits aus einer oder mehreren Untersuchungen, dass ihrem Leiden keine organische Krankheit zugrunde liegt bzw. dass körperliche Erkrankungen die Stärke und das Ausmaß ihrer Beschwerden nicht erklären können. Sie denken deshalb von sich aus schon an die Möglichkeit einer seelischen Verursachung ihres Beschwerdebildes. Somatoforme Störungen können in den psychosomatischen Kliniken bei MEDIAN genau diagnostiziert und wirkungsvoll behandelt werden.

Ursachen

Körperliche Reaktion auf Gefühle

Auch ein gesunder Körper reagiert auf Gefühle. Freude kann den Herzschlag beschleunigen, die Atmung vertiefen und ein Gefühl von Leichtigkeit auslösen. Diese körperlichen Reaktionen sind individuell, werden aber meist als angenehm wahrgenommen.

Wenn Gefühle belastend werden

Gefühle wie Trauer, Angst, Ärger oder Scham gehen ebenfalls mit körperlichen Reaktionen einher. Je nach Intensität können diese als sehr störend oder beängstigend erlebt werden und die Lebensqualität spürbar einschränken, besonders, wenn sie schwer zu regulieren sind.

Angestaute Gefühle und innere Anspannung

Manche Gefühle werden über längere Zeit nicht bewusst wahrgenommen, etwa weil man „funktioniert“ und weitermacht. Der Körper reagiert dann mit zunehmender Anspannung und Reizbarkeit. Schließlich kann schon eine scheinbar kleine Situation starke körperliche Symptome auslösen. Der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Symptome

Somatoforme Störungen zeichnen sich immer in funktionellen körperlichen Beschwerden ab. Dabei können Beschwerden in allen Organsystemen auftreten und verschiedene Symptome zeigen. Die häufigsten Symptome umfassen:

  • Herz-Kreislauf-System:

    Brustschmerz, Druckgefühl, Herzstechen

  • Magen-Darm-Trakt:

    Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, Verstopfung und/oder Durchfall, Übelkeit, Völlegefühl

  • Atemwegstrakt:

    Gefühl der Luftnot, Kurzatmigkeit

  • Bewegungsapparat:

    Rückenschmerzen, Schmerzen in Armen und Beinen

Unsere Kliniken für Reha bei somatoformen Störungen