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Das Leben leben

Für ein sicheres Leben 
mit Diabetes

Rehabilitation bei Diabetes in den MEDIAN Kliniken

Eine Reha bei Diabetes kann verschiedene Funktionen erfüllen. Bei neu diagnostiziertem Diabetes kann die Reha die notwendige umfassende Schulung und Optimierung der Therapie zeitnah und kompakt gewährleisten. So wird der Stoffwechsel frühzeitig gebessert und der Grundstein für den langfristigen erfolgreichen Umgang mit der Erkrankung gelegt. Bei bereits länger bekanntem Diabetes sind angesichts der sich ständig weiterentwickelnden Therapiemöglichkeiten und Empfehlungen Auffrischschulungen häufig sinnvoll. Die Reha bietet die Möglichkeit, sich mit der notwendigen Ruhe und fachlichen Begleitung intensiv um den Stoffwechsel zu kümmern und die persönliche Therapie zu „resetten“. In unseren MEDIAN Kliniken behandeln wir alle Formen des Diabetes sowohl als Hauptdiagnose als auch als Nebendiagnose. Einige unserer Einrichtungen sind als spezialisierte Zentren für Typ-1- und Typ-2-Diabetes von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifiziert

Was Sie auf dieser Seite finden

Was wir behandeln

Behandlung von Folge- und Begleiterkrankungen

Unser integrativer Rehabilitationsansatz berücksichtigt auch die Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes:

  • Nervenschäden/ diabetische Neuropathie

    Hierfür stehen medikamentöse, physiotherapeutische und ergotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei diabetischem Fußsyndrom können in der Reha engmaschige Wundkontrollen, -Behandlungen und Verbandswechsel erfolgen.

  • Gefäßerkrankungen/ Mikro- und Makroangiopathien

    sowie Nierenschäden (diabetische Nephropathie): Hierfür streben wir eine Optimierung aller Risikofaktoren an und passen die Medikation im Hinblick auf die Folgeerkrankungen an.

  • Adipositas

    Durch gezielte Ernährungsberatung und Bewegungstherapie streben wir eine langsame Gewichtsreduktion an, die im häuslichen Umfeld fortgeführt werden kann.

  • Bluthochdruck

    Wir streben eine Besserung des Blutdrucks durch Anpassung der Ernährung und der Bewegung sowie durch Gewichtsreduktion an. Sollte dies nicht ausreichen, wird die Medikation angepasst.

  • Erhöhte Blutfette/Hypercholesterinämie

    Teilweise können erhöhte Blutfette durch Anpassung der Ernährung und vermehrte Bewegung gesenkt werden. Sollte dies nicht möglich sein, schlagen wir eine entsprechende Medikation vor.

  • Nikotinkonsum

    Da wir einen ganzheitlichen Therapieansatz verfolgen und alle kardiovaskulären Risikofaktoren behandeln möchten, bieten wir ein Nichtrauchertraining an.

Ziele der Reha

Was Sie in der Rehabilitation bei 
Diabetes erreichen können

Im Mittelpunkt unseres Rehabilitationsangebots steht die individuelle Begleitung von Menschen mit Diabetes, abgestimmt auf Diabetes-Typ, Krankheitsverlauf und Begleiterkrankungen. Ziel ist, das Verständnis für die eigene Erkrankung zu vertiefen, die Selbstmanagementfähigkeiten zu stärken und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Wir möchten Sie dabei unterstützen, aktiv und sicher mit dem Diabetes umzugehen – für mehr Eigenständigkeit und Lebensfreude im Alltag.

  • Verbesserung und Stabilisierung der Stoffwechsellage
  • Ganzheitliche Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren mit Erreichen empfohlener Zielwerte für Blutzucker, Blutdruck, Blutfette und Körpergewicht sowie Nichtrauchertraining
  • Langfristig gesundheitsbewusster Lebensstils
  • Vorbeugung von Folge- und Begleiterkrankungen durch gezielte Aufklärung, Schulung und Therapieanpassung
  • Behandlung von Folge- und Begleiterkrankungen
  • Vermeidung oder Verzögerung einer Diabetesmanifestation, z. B. bei Prädiabetes oder metabolischem Syndrom
  • Hilfestellung bei sozialen und beruflichen Problemlagen, z. B. bei längeren Arbeitsunfähigkeiten 

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha bei Diabetes

Unsere Rehabilitation basiert auf einem ganzheitlichen, interdisziplinären Konzept. Neben der medikamentösen Behandlung spielen Bewegung, Ernährung, strukturierte Schulungen und psychologische Unterstützung eine zentrale Rolle. Ergänzend kommen Entspannungstechniken, Massagen und physiotherapeutische Behandlungen zum Einsatz. Ziel ist, die Therapie mithilfe individuell abgestimmter Maßnahmen und fundierter Schulung dauerhaft in den Alltag zu integrieren.

Passgenaue Therapieangebote für unterschiedliche Diabetes-Typen

Während des Aufenthalts werden Sie von einem interdisziplinären Team betreut. Fachärztinnen, Diabetesberaterinnen und Diätassistentinnen begleiten Sie durch die Rehabilitation. Für die unterschiedlichen Diabetestypen führen wir abgestimmte strukturierte Diabetesschulungen durch. Auch unsere übrigen Therapieangebote orientieren sich an Ihrem jeweiligen Diabetes-Typ und Ihren persönlichen Voraussetzungen.

Selbstsicherheit für den Alltag wiedererlangen

Für neudiagnostizierte Personen legt die strukturierte Diabetesschulung die Grundlage für das Selbstmanagement des Diabetes in den nächsten Jahren. Langjährig Erkrankte profitieren von einer differenzierten Nachschulung und individuellen Therapieanpassungen, da sich die Therapiemöglichkeiten rasch weiterentwickeln:

 

  • Basis- und Nachschulungen zu Insulintherapie, Spritztechnik, Kohlenhydrat- und Korrekturfaktoren
  • Umgang mit Diabetes in besonderen Lebenssituationen: Sport, Reisen, Beruf, Schichtarbeit
  • Beobachtung der Auswirkung von Bewegung/Sport auf die Glukosewerte
  • Alltagsstrategien für mehr Sicherheit und Lebensqualität
  • Schulung im Umgang mit Glukosesensoren, Insulinpumpen und Automated-Insulin-Delivery (AID)-Systemen.
  • Start einer neuen Messmethode oder Therapieform. Eine Glukosesensor-Messung kann während der Reha getestet werden. Soll eine Insulinpumpe mit oder ohne AID neu gestartet werden, muss diese zuvor verordnet und zur Reha mitgebracht werden. Bei Bedarf ziehen wir die jeweiligen Firmenvertreter:innen für die technische Einweisung hinzu.
  • Schulung zur Prävention von und Umgang mit Folgeerkrankungen, Einleitung der Therapie von Folgeerkrankungen
  • Psychologische Begleitung bei emotionaler Belastung, Burnout oder Schwierigkeiten im Umgang mit der Diabetesdiagnose
  • Selbstsicherheit für den Alltag wiedererlangen

    Für neudiagnostizierte Personen legt die strukturierte Diabetesschulung die Grundlage für das Selbstmanagement des Diabetes in den nächsten Jahren. Langjährig Erkrankte profitieren von einer differenzierten Nachschulung und individuellen Therapieanpassungen, da sich die Therapiemöglichkeiten rasch weiterentwickeln:

     

    • Basis- und Nachschulungen zu Insulintherapie, Spritztechnik, Kohlenhydrat- und Korrekturfaktoren
    • Umgang mit Diabetes in besonderen Lebenssituationen: Sport, Reisen, Beruf, Schichtarbeit
    • Beobachtung der Auswirkung von Bewegung/Sport auf die Glukosewerte
    • Alltagsstrategien für mehr Sicherheit und Lebensqualität
    • Schulung im Umgang mit Glukosesensoren, Insulinpumpen und Automated-Insulin-Delivery (AID)-Systemen.
    • Start einer neuen Messmethode oder Therapieform. Eine Glukosesensor-Messung kann während der Reha getestet werden. Soll eine Insulinpumpe mit oder ohne AID neu gestartet werden, muss diese zuvor verordnet und zur Reha mitgebracht werden. Bei Bedarf ziehen wir die jeweiligen Firmenvertreter:innen für die technische Einweisung hinzu.
    • Schulung zur Prävention von und Umgang mit Folgeerkrankungen, Einleitung der Therapie von Folgeerkrankungen
    • Psychologische Begleitung bei emotionaler Belastung, Burnout oder Schwierigkeiten im Umgang mit der Diabetesdiagnose

Bei Diabetes Typ 2 und begleitender Adipositas

stehen die Optimierung der medikamentösen Therapie sowie Schulungen hinsichtlich Ernährung, Bewegung und dauerhafter Anpassung des Lebensstils im Vordergrund. Menschen mit Typ-2-Diabetes wird so ermöglicht, den Erkrankungsverlauf selbst positiv zu beeinflussen. Häufig können hierdurch Medikamente, darunter auch Insulin, reduziert werden, was den langfristigen Erfolg einer Gewichtsabnahme und Lebensstilanpassung erleichtert.

Bei insulinpflichtigem Diabetes (insb. Diabetes Typ 1 und Typ 3)

schulen wir Sie intensiv in der an Ernährung und Bewegung angepassten Insulintherapie und unterstützen beim Einsatz moderner Diabetestechnologien wie Glukosesensoren und AID-fähigen Insulinpumpen.

Die Reha bietet den idealen Rahmen, neue Systeme sicher auszuprobieren, den Umgang gezielt zu trainieren und den Therapiewechsel unter fachlicher Begleitung erfolgreich umzusetzen.

Rehabilitation für Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes kann eine Reha sehr hilfreich sein, etwa zur Stabilisierung der Stoffwechsellage, zur Förderung der Selbstständigkeit im Umgang mit der Erkrankung oder zur Entlastung der gesamten Familie. Einige MEDIAN Kliniken sind auf die Behandlung von jungen Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus spezialisiert und bietet ein umfassendes, altersgerechtes Therapiekonzept. 

 

Ablauf der orthopädischen Rehabilitation bei MEDIAN

Die Dauer der orthopädischen Rehabilitation variiert je nach individuellem Bedarf. Beispielsweise beträgt die Reha nach einer Knieoperation in der Regel 17 bis 21 Tage. Bei Bedarf und in Abstimmung mit Ihrem Kostenträger kann die Rehabilitationsdauer verlängert werden. 

Ärztliche Aufnahme und individuelle Zielsetzung

Zu Beginn Ihrer orthopädischen Rehabilitation führen wir eine ausführliche ärztliche Aufnahmeuntersuchung durch. Dabei besprechen wir Ihre medizinische Vorgeschichte und klären Ihre Erwartungen an die Rehabilitation, um gemeinsam realistische Ziele festzulegen. Basierend auf diesen Informationen erstellen wir einen individuellen Therapieplan, der auf Ihre spezifischen Bedürfnisse Ihrer Erkrankung zugeschnitten ist. 

Therapieablauf und ärztliche Betreuung

Unsere Therapien finden in der Regel wochentags zwischen 8:00 und 17:00 Uhr statt. Ihr Tagesablauf umfasst zwei Therapieblöcke, einen am Vormittag und einen am Nachmittag, unterbrochen von den drei Hauptmahlzeiten. Mindestens einmal pro Woche führen unsere Fachärztinnen und Fachärzte Untersuchungen durch, um Ihren Fortschritt zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen Ihres Behandlungsplans vorzunehmen. Bei Bedarf können zusätzliche Arztsprechstunden vereinbart werden. 

Nachsorge und nachhaltige Unterstützung

Um Ihre Reha-Erfolge auch zu Hause weiter auszubauen und langfristig zu sichern, besprechen wir zum Ende Ihrer Rehabilitation geeignete Nachsorgeangebote mit Ihnen. Ein solches Angebot ist beispielsweise MyMEDIAN@Home die digitale Nachsorge, welche, das Sie bei der Fortführung Ihrer Therapie unterstützt. 

Die Reha sollte als erster Schritt zu einer nachhaltigen Lebensstiländerung gesehen werden, wobei erlernte Strategien und Übungen langfristig fortgeführt werden sollten. Unsere Nachsorgeangebote helfen Ihnen, Ihre Ergebnisse zu sichern und den Wiedereinstieg in den Alltag zu erleichtern.

Verstehen, erkennen, behandeln

Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper Zucker aus der Nahrung nicht richtig verarbeiten und in Energie umwandeln kann. Die Folge ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel, der langfristig zu ernsthaften Folgeerkrankungen führen kann. Es werden im Wesentlichen drei Formen unterschieden.

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift. Der Körper kann dadurch nur sehr wenig oder kein Insulin mehr produzieren. Ohne ausreichendes Insulin verbleibt die Glukose im Blut, der Blutzuckerspiegel steigt. Die Zellen erhalten nicht genügend Energie, wodurch der Körper vermehrt auf Fettreserven zurückgreift. Die genauen Ursachen dieser Immunreaktion sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen.

  • Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift. Der Körper kann dadurch nur sehr wenig oder kein Insulin mehr produzieren. Ohne ausreichendes Insulin verbleibt die Glukose im Blut, der Blutzuckerspiegel steigt. Die Zellen erhalten nicht genügend Energie, wodurch der Körper vermehrt auf Fettreserven zurückgreift. Die genauen Ursachen dieser Immunreaktion sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen.

Symptome bei Diabetes

Typ-1-Diabetes: frühzeitige Warnsignale

Bei Kindern und Jugendlichen kann die Erkrankung rasch und dramatisch verlaufen, eine frühe Diagnose ist entscheidend. Die Symptome treten meist plötzlich auf, meist dann, wenn der Körper nicht mehr genügend Insulin produziert, um Glukose in die Zellen zu schleusen. Dadurch verbleibt Zucker im Blut und verursacht Beschwerden:

  • Plötzlicher, unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Ausgeprägtes Durstgefühl und häufiges Wasserlassen
  • Starke Müdigkeit und Leistungsschwäche
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Trockene oder juckende Haut

Typ-2-Diabetes: lange unentdeckt

Typ-2-Diabetes entwickelt sich schleichend und bleibt oft lange unbemerkt. Die Betroffenen leiden häufig bereits unter den Folge- und Begleiterkrankungen, bevor die Zuckerkrankheit selbst diagnostiziert wird. Typische Beschwerden sind:

  • Anhaltende Erschöpfung und Leistungsabfall
  • Vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen
  • Wundheilungsstörungen
  • Sehstörungen
  • Häufige Infekte
  • Gefühlsstörungen (Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Füßen)

 

Typ-3-Diabetes: abhängig von der Ursache

Häufig ähneln die Symptome denen des Typ-1- oder Typ-2-Diabetes, treten aber in einem anderen Kontext auf.

  • Bei MODY (genetisch bedingtem Diabetes): oft milde Symptome bereits in jungen Jahren, meist kein Übergewicht
  • Bei pankreopriver Ursache (z. B. nach Pankreatitis oder Bauchspeicheldrüsen-OP): zu den typischen Diabeteszeichen treten häufig Verdauungsstörungen und Gewichtsverlust auf
  • Bei medikamentös oder hormonell bedingtem Diabetes: Symptome entwickeln sich häufig während der Einnahme bestimmter Medikamente oder bei bestehenden hormonellen Erkrankungen

Folgen von Diabetes

Egal ob Typ 1, Typ 2 oder Typ 3

Ein unbehandelter oder schlecht eingestellter Diabetes mellitus, ganz gleich ob Typ 1, Typ 2 oder Typ 3, kann schwerwiegende Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte werden Nerven, Blutgefäße und Organe geschädigt. Die Auswirkungen betreffen sowohl die körperliche Gesundheit als auch die Lebensqualität und soziale Teilhabe.

Diabetischer Fuß: Was ist das?

Eine der häufigsten Folgeerkrankungen ist das diabetische Fußsyndrom. Anhaltend hohe Blutzuckerwerte führen zu Nervenschäden (diabetische Neuropathie) und Durchblutungsstörungen. Die Füße verlieren an Sensibilität – kleine Verletzungen bleiben unbemerkt, heilen schlechter und können sich infizieren. In schweren Fällen drohen chronische Wunden oder Amputationen.

Wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung:

  • Gute Blutzuckereinstellung
  • Regelmäßige ärztliche Fußkontrollen
  • Professionelle Fußpflege
  • Tragen geeigneten Schuhwerks
  • Schulung in Selbstkontrolle und Fußhygiene

Unsere Kliniken für Ihre Reha bei Diabetes