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26.02.2026

Gemeinsam gegen Verschwendung von Lebensmitteln

  • MEDIAN green

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

Bei MEDIAN fallen jährlich rund 448 Tonnen Lebensmittelabfälle an. Das entspricht Kosten von über 1,5 Millionen Euro. Diese Zahlen zeigen deutlich, welches Potenzial in unseren Küchen steckt. Eine Reduzierung um bis zu 30 Prozent ist möglich. Damit leisten unsere Küchenteams gemeinsam mit dem Team Catering nicht nur einen wirtschaftlich relevanten, sondern auch einen spürbaren Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Gemeinsam mit Torsten von Borstel von den „Green Guides“ – Expert*innen für Food Waste und nachhaltige Speisenplanung – startet MEDIAN ein Projekt, das genau hier ansetzt: weniger Verschwendung, mehr Nachhaltigkeit und ein effizienterer Ressourceneinsatz. 

Warum das Projekt gegen Lebensmittelverschwendung wichtig ist 

Wirtschaftlich profitiert MEDIAN durch eine gezieltere Produktionsplanung, die Reduktion von Überproduktion sowie optimierte Arbeits- und Prozessabläufe in den Küchen. Weniger Verschwendung bedeutet konkret: effizienterer Ressourceneinsatz und nachhaltige Kostensenkung. 
Gleichzeitig stärken wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Die Reduktion von Lebensmittelabfällen senkt CO₂-Emissionen, reduziert den Verbrauch von Wasser und Energie und unterstützt uns dabei, interne Nachhaltigkeitsziele sowie externe Anforderungen verantwortungsvoll zu erfüllen. 

Auch für Patient*innen und Mitarbeitende ergeben sich positive Effekte. Eine bedarfsgerechtere Portionierung und Speisenauswahl erhöhen die Zufriedenheit, während klar strukturierte und optimierte Abläufe die Teams in Küche und Service entlasten und Stresssituationen reduzieren können. Transparenz in unseren Maßnahmen stärkt zudem das Vertrauen in unsere Speisenversorgung. 

So läuft das Projekt an

Für das Projekt arbeitet MEDIAN mit den „Green Guides” zusammen. Die Green Guides sind Partner der Initiative für die Food-Branche „United Against Waste“, bringen Erfahrung aus Kliniken mit und verfolgen einen praxisnahen und partnerschaftlichen Ansatz bei der gemeinsamen Analyse vor Ort.

Den Auftakt machen Ende Februar die Kliniken in Bernkastel-Kues, Bad Nauheim und Wiesbaden Sonnenberg. Insgesamt nehmen 20 Einrichtungen am Pilotprojekt teil. Bis Ende März werden alle Standorte besucht und gemeinsam mit den Küchenleitungen analysiert. 

Ganzheitliche Analyse von Nassmüll, Prozessen und Arbeitsabläufen 

Im ersten Schritt wird mithilfe eines professionellen Abfall-Analyse-Tools systematisch erfasst, wie viele und welche Lebensmittelabfälle tatsächlich anfallen. Darüber hinaus betrachten die Green Guides ganzheitlich die Prozesse und Arbeitsabläufe in den Küchen: von Produktionsplanung und Bestellmengen über Portionierung bis hin zu Ausgabesystemen.

Dabei werden auch bestehende Routinen hinterfragt. Ein Beispiel sind einzeln verpackte Produkte wie kleine Marmeladenportionen – häufig noch Relikte aus der Corona-Zeit. Sie verursachen zusätzlichen Verpackungsmüll und führen durch feste Portionsgrößen mitunter zu vermeidbarer Verschwendung. Solche Potenziale werden gemeinsam identifiziert und bewertet.

Ergänzend wird der sogenannte Foodprint betrachtet, unter anderem CO₂-Auswirkungen, Wasserverbrauch, Landnutzung sowie ernährungsbezogene Aspekte. Auf Basis dieser umfangreichen Analyse entwickeln die Green Guides gemeinsam mit den Küchenleitungen konkrete, realistisch umsetzbare Maßnahmen. Das Team Catering erwartet im Sommer erste Erkenntnisse zu Speiseabfällen und Optimierungspotenzialen in den Küchenprozessen. Das Projekt ist für MEDIAN ein wichtiger Schritt, um Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität weiter miteinander zu verbinden.