Obwohl die Wirkung von Benzodiazepinen, auch von Opiaten und Opioiden viele Ähnlichkeiten mit den Effekten des Alkohols auf den Organismus hat, gibt es, sowohl was die Wirkung als auch den Entzug angeht, eine Reihe von zu beachtenden Unterschieden. Außerdem ist der Weg, der in die Sucht führt, bei Medikamentenabhängigen in der Regel ein anderer. Da die eingesetzten Medikamente meist durch einen Arzt verordnet werden, haben Abhängige viel größere Schwierigkeiten im Bereich der Krankheitsakzeptanz wie auch im Hinblick auf die Notwendigkeit der Verantwortungsübernahme für das suchtrelevante Verhalten. Hinzu kommt, dass sich die Medikamenteneinnahme, vor allem bei den Benzodiazepinen, im Rahmen der Niedrigdosisabhängigkeit bewegt. Das erschwert, zu akzeptieren, dass bereits eine Sucht entstanden ist.