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Das Leben leben

Wirkungsvolle Hilfe auf dem Weg zur Unabhängigkeit

Reha bei Abhängigkeitserkrankungen in der MEDIAN Klinik Schweriner See

Abhängigkeitserkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet. Von einer Sucht spricht man aber erst dann, wenn der Betreffende sich nicht mehr ohne fremde Hilfe von seinem Suchtverhalten distanzieren kann und dadurch zunehmend beeinträchtigt wird.

Sucht ist ein komplexes Gefüge aus körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren. Dazu zählen Verhalten, Befinden, körperliche Bedingungen, kurz- und langfristige Auswirkungen des Suchtstoffes und die sozialen Folgen. Sie alle gilt es bei einer Behandlung zu berücksichtigen.

 

Man unterscheidet dabei grundsätzlich zwischen zwei Formen von ’Süchten’. Als "stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen" gelten Alkohol-, Medikamenten- und  Drogenabhängigkeit; zu den "nichtstoffgebundenen"  Krankheitsbildern zählen z. B. das pathologische Glücksspielen.

Beim so genannten pathologischen PC- und Internetgebrauch handelt es sich um ein eigenständiges Störungsbild. Derzeit ist umstritten, ob es sich um eine Sucht oder eine psychosomatische Erkrankung handelt. Nach unserer mehr als zehnjährigen klinischen Erfahrung gehen wir davon aus, dass es sich um eine psychosomatische Störung handelt.

Auf dieser Seite

Was wir behandeln

Unser Behandlungsspektrum

Die MEDIAN Klinik Schweriner See behandelt in den Abteilungen für Abhängigkeitserkrankungen abhängige Frauen und Männer ab dem 18. Lebensjahr nach erfolgter Entgiftungs-/Entzugsbehandlung.

Was Sie erwartet

Unser Behandlungskonzept

Am Beginn der Behandlung steht eine umfassende medizinische und psychologische Eingangsdiagnostik zur Klärung der Ursachen und Auswirkungen, der sozialen und beruflichen Situation. Die Therapie erfolgt in enger Abstimmung und unter aktiver Mitwirkung des Patienten anhand eines individuell abgestimmten Behandlungsplans. 

Ziele sind, die Krankheitsfolgen zu bewältigen, ein zufriedenes, selbstbestimmtes Leben zu erreichen, individuelle Ressourcen konsequent zu nutzen sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und berufliche Integration zu ermöglichen.

Behandlungsdauer

  • Der Behandlungszeitraum beträgt durchschnittlich 15 Wochen
  • Verlängerung kann im Rahmen des von den Leistungsträgern vorgegebenen Zeitbudgets realisiert werden
  • Bei besonderer Indikation ist eine intensive Kurzzeittherapie von acht Wochen möglich
  • Auffang- und Festigungsbehandlungen mit einer Dauer von sechs Wochen möglich
  • Kombi-Therapie in Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Suchtberatungsstellen

Therapie

Die MEDIAN Klinik Schweriner See behandelt sowohl alkohol- und medikamentenabhängige Menschen als auch Personen mit psychosomatischen Störungen. Über die Behandlung dieser Patientengruppen unter einem Dach liegen vielfältige positive Erfahrungen vor, die in unserem Konzept Berücksichtigung finden. 

Bei beiden Gruppen von Störungsbildern ist eine multifaktorielle Genese anzunehmen, so dass deren Rehabilitation gleichzeitig auf der körperlichen, psychischen und sozialen Ebene einsetzen muss. 

Nach medizinischer Funktionsdiagnostik und psychologischer Diagnostik erstellt der Bezugstherapeut unter Einbeziehung aller somatischen sowie psychologischen Erkenntnisse eine Verhaltensanalyse und ein funktionales Bedingungsmodell der Gesamtsymptomatik. Beides ist Ausgangspunkt für den gemeinsam mit dem Patienten zu erstellenden Therapieplan. 

Im Therapieprozess werden die Therapieverlaufsfaktoren systematisch aufeinander bezogen, mit den erarbeiteten Therapiezielen abgestimmt und in konkrete therapeutische Veränderungsstrategien umgesetzt.

Therapeutischerseits werden Patientinnen und Patienten während der stationären Behandlung darin gefördert, zum Experten seiner eigenen Problematik zu werden und selbst Verantwortung zu übernehmen, um über selbstkontrollierte korrigierende Erfahrungen gewünschte Veränderungen herbeiführen zu können.

 

Therapiebausteine

Psychotherapeutische Betreuung

Psychotherapeutische Behandlungen werden in der Klinik ausschließlich von Ärzten und Psychologen durchgeführt. Bereits am Aufnahmetag hat jeder Patient den ersten Gesprächskontakt zu einem Bezugstherapeuten. Im gesamten Behandlungsverlauf bildet der Bezugstherapeuten-Patienten-Kontakt die Verbindung zwischen dem Behandlungsangebot der Klinik und der individuellen Problematik des Patienten.

Gruppentherapie

Die Patientinnen und Patienten einer therapeutischen Wohngruppe stellen eine "Bezugsgruppe" dar, die gemeinsam eine Standardgruppentherapie unter Anwendung eines verhaltenstherapeutischen Problemlöseschemas durchgeführt. Die Zielorientierung und systematische Fokussierung auf das Problemlöseschema stellen den verhaltenstherapeutischen "Bezugsrahmen" dar, in dem sowohl die Klärungs- als auch die Bewältigungsperspektive der Problematik des Patienten berücksichtigt werden. Außerdem führen spezifische Wirkfaktoren der Gruppe zum Erreichen der individuellen Therapieziele des Einzelnen.
 

Indikative Gruppen

Das indikative Behandlungsangebot der Bezugstherapeuten umfasst störungsspezifische und themenzentrierte Therapieeinheiten, an denen Patienten mit einem umschriebenen Störungs- oder Beschwerdebild teilnehmen.

Einzelpsychotherapie

In der Einzelpsychotherapie planen Bezugstherapeut und Patient gemeinsam die Gesamtbehandlung und werten einzelne Therapieschritte kontinuierlich aus. Vor allem bearbeitet der Patient mit seinem Bezugstherapeuten in der Einzeltherapie aber seine individuellen Problembereiche und erfährt vertrauliche Unterstützung bei der Realisierung seiner Therapieziele.

Soziotherapie

Die Aufgabe der Soziotherapie besteht vornehmlich darin, den Patientinnen und Patienten bei der Klärung und Bewältigung von beruflichen, rechtlichen und finanziellen Schwierigkeiten sowie bei Wohnungsproblemen zu helfen. Die Unterstützung erfolgt nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe.

Sporttherapie

Im Rahmen der verhaltenstherapeutischen Klinikkonzeption ist die Sporttherapie ein wichtiger integraler Baustein, der handlungsorientiert und auf nonverbaler Ebene die psychotherapeutische Behandlung ergänzt. Die Patientinnen und Patienten werden schrittweise an körperliche Aktivität herangeführt. Neben einer körperlichen Aktivierung und Roborierung werden eine Reihe von psychosozialen Zielsetzungen im Rahmen der Sporttherapie angestrebt.

Ergotherapie

Auch im Rahmen der Ergotherapie haben die Patienten die Möglichkeit, in einem nonverbalen Bereich ihre Erfahrungen zu erweitern.
Im Vordergrund der Arbeit mit den Patienten steht die gestalterische und schöpferische Tätigkeit unter besonderer Beachtung des individuellen Planens, Herangehens sowie der Ausführung. 

Physiotherapie

Die physiotherapeutischen Maßnahmen sind ein ergänzender Bestandteil im Therapieprogramm einiger Patienten. Massagen verschiedener Art, Inhalationen, Ultraschall, Reizstrom, Fangopackungen, Bäder, Sauna, Kryotherapie wie auch Wirbelsäulen- und Atemgymnastik gehören zum Angebotsspektrum der Physiotherapiepraxis.

Ernährungsberatung

Die Diätassistentin realisiert die Durchführung der ärztlich verordneten Diäten (Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörung, chronische Pankreatitis). Weiter erarbeitet sie mit den essgestörten Patienten (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas Nur ein Testtext ) spezifische Ernährungspläne. Abhängig von der Gewichtszunahme oder -abnahme und dem gesamten Therapieverlauf werden diese Ernährungspläne in Rücksprache mit dem Therapeuten wöchentlich erweitert.

Gesundheitstraining

Persönliche Beratung über Risikofaktoren wie das Rauchen, falsche Ernährung, Bluthochdruck, Aufklärung über psychosomatische Zusammenhänge und über alkoholinduzierte Erkrankungen. Außerdem wird alle 14 Tage ein Vortrag zur Gesundheitserziehung gehalten. Für Diabetiker wird eine spezielle Schulung angeboten, in der die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Blutzuckerspiegel, muskulärer Aktivität und medikamentöser Behandlung besprochen werden und die spezifischen Handlungsabläufe (subkutane Insulingabe, regelmäßige Blutzuckermessungen, Abwiegen der Nahrungsmittel) eingeübt werden.

Arbeitstherapie

Die Arbeitstherapie ist im Rahmen der arbeitsbezogenen medizinischen Rehabilitation ein fester Bestandteil der beruflichen Reintegration sowohl von Abhängigkeitskranken als auch von psychosomatisch kranken Patienten. Die Arbeitstherapie in der MEDIAN Klinik Schweriner See wird von einem Tischlermeister geleitet, der als Lehrausbilder tätig war und findet in einer gut ausgestatteten Holzwerkstatt statt.

Schulungen

  • Bewegung, Bewegungsmangel

  • Ernährung und Gewicht

  • Geldmanagement

  • Herz-Kreislauf-System

  • Krankheitsbezogene Themen

  • Patientenvorträge

  • Schmerz- und Schmerzbewältigung

  • Schuldnerberatung

  • Sozio-therapeutische Unterstützung

  • Sport

  • Stress und Stressabbau

Medizinische Betreuung

Anamnese

Bei der Aufnahme erfolgt eine umfassende körperliche, neurologische und psychiatrische Untersuchung. Die notwendigen Laborparameter werden bestimmt und ein EKG abgeleitet. Zusätzliche Untersuchungen werden bei Notwendigkeit von unseren Internisten durchgeführt. Diese Untersuchungen werden auf der Aufnahmestation, der medizinischen Zentrale, vorgenommen. Hier erfolgt auch die Medikamentenausgabe.

Visite & Sprechstunden

In den Wohnbereichen führen die leitenden ärztlichen Mitarbeiter wöchentliche Oberarztvisiten durch. Zusätzlich werden von den Bezugsärzten Sprechstunden angeboten und Akutversorgungen durchgeführt. Notwendige Konsultationen bei anderen Fachärzten werden von der medizinischen Zentrale organisiert. Hier ist insbesondere die enge Kooperation mit niedergelassenen Orthopäden hervorzuheben. Eine zahnärztliche Versorgung ist in Lübstorf vorhanden.

Unsere besonderen Angebote

  • Mütter / Väter mit Kindern (2 bis 11 Jahre) als Begleitpersonen
  • Kurzzeittherapie, Auffang- und Festigungsbehandlung
  • Risikoberufsgruppen im öffentlichen und Staatsdienst (Polizei- und Justizbeamte, u.a.)
  • Patienten in höherem Lebensalter

Wer Sie behandelt

Unser erfahrenes Team begleitet Sie während Ihrer gesamten Rehabilitation

MEDIAN Klinik Schweriner See – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.