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Chronische Depression

Die chronische Depression ist ein weiteres Verlaufsmuster der Depression. Sind die Kriterien für eine depressive Episode durchgehend für einen Zeitraum von 2 oder mehr Jahren erfüllt, spricht man von einer chronischen Depression. Häufig ist das subjektive Leidensgefühl noch größer als bei einer akuten Episode, da der Betroffene kaum noch an Besserung glaubt. In der Regel sind bereits viele Behandlungsversuche gescheitert, was das Hilflosigkeitserleben der Erkrankten nur weiter verstärkt. Aber der Patient leidet nicht nur selbst unter den Beschwerden, auch für das soziale Umfeld sind die monotone Klagsamkeit und das gedankliche Kreisen um immer gleiche Themen sowie die stets pessimistischen Äußerungen sehr belastend. Die Erkrankung führt dann zu einer Isolierung, so dass oft nur noch wenige soziale Kontakte bestehen. Je länger eine depressive Erkrankung andauert, umso größer ist auch die Gefahr von Selbstmordgedanken und -versuchen.

Die Behandlung einer chronischen Depression ist eine besondere therapeutische Herausforderung. Die gelegentlich anzutreffende Meinung auch von professionellen Behandlern, dass es sich um „hoffnungslose Fälle“ handelt, muss jedoch ausdrücklich zurückgewiesen werden. Mit Hilfe eines integrativen Therapieprogrammes wie es meist nur unter stationären Bedingungen anzutreffen ist, kann durchaus eine positive Prognose erstellt werden. Allerdings sollte  man sich auf eine längere Behandlungsdauer einstellen,  da vor allem der Aufbau und die Entwicklung der Bereitschaft, sich mit Hinblick auf eine gesundheitliche Verbesserung vor allem eigene Verhaltensweisen zu verändern und die Vermittlung der Hoffnung, dass dies auch möglich ist, erfordert gerade am Beginn der Behandlung viel Zeit. Behandlungsziel bei chronisch depressiven Menschen ist meist die Verbesserung der Fähigkeiten, Probleme aktiv zu lösen und die eigenen Angelegenheiten wieder selbst in der Hand zu nehmen.

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